Vollgas unterwegs im Jahr der digitalen Bildung: Digital kompetente Klassen in Kärnten

Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft und der Umgang mit digitalen Medien wird als eine wesentliche Kulturtechnik unserer Zeit wahrgenommen, die in Zukunft noch mehr Bedeutung gewinnen wird. Die digital vernetzte Welt beeinflusst die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und somit auch direkt oder indirekt den Unterricht. Damit sich Kinder in dieser digital vernetzten Welt zurechtfinden, müssen sie schon in der Volksschule beginnen digitale Kompetenzen zu erwerben. Dabei spielen in gleichem Maß technologische, gesellschaftlich-kulturelle sowie anwendungsbezogene Aspekte eine wichtige Rolle.

Viele Lehrerinnen und Lehrer arbeiten schon jetzt im Sinne dieser Entwicklung und integrieren anwendungsorientierte, gesellschaftlich-kulturelle und technologische Perspektiven der digitalen Bildung in ihren Unterrichtsalltag. Um diesen Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit zu bieten, ihre Bemühungen auch sichtbar zu machen, wurde das Projekt „Digital kompetente Klasse“ ins Leben gerufen. Zu diesem Projekt können sich Lehrpersonen aus den Volksschulen und Neuen Mittelschulen mit ihren Klassen anmelden.

In den Jahreszeugnissen von 53 Klassen der NMS und 6 Klassen von Volksschulen wird in diesem Schuljahr erstmals der Vermerk „Er/Sie hat am Projekt „Digital kompetente Klasse“ teilgenommen“ stehen: VS Ebenthal, VS Friesach, VS Himmelberg, VS Sörg, VS Ponfeld, NMS 11 Klagenfurt, BZ Lesachtal, NMS Ferlach, NMS Friesach, NMS St. Veit/Glan, NMS Weitensfeld, NMS Metnitz, NMS 2 Spittal, NMS Arnoldstein, NMS St. Jakob, NMS Griffen, NMS Griffen, NMS Völkermarkt, NMS Bad. St. Leonhard und NMS Wolfsberg

„Schülerinnen und Schüler, die geleitet Kompetenzen im Umgang mit den digitalen Medien erlernen und eintrainieren, können Gefahr und Nutzen erkennen und so ihr Lernen steuern. Die digitale Welt ermöglicht globale Perspektiven und bereitet auf die Arbeitswelt der Zukunft vor“, sagt Landesschulinspektorin Mag. Beatrice Haidl.

Mittels Umfrage wurde das Feedback zum Jahr der digitalen Bildung eingeholt. 72 Schulen haben in ihren Rückmeldungen festgehalten, dass eine Sensibilisierung der Lehrkräfte in Richtung neue Medien stattgefunden hat. „Lehrerinnen und Lehrer haben sich sowohl mit den Risiken, aber auch den großen Chancen, die die neuen Medien bieten, beschäftigt. Es konnten neue Impulse für die Weiterentwicklung gegeben werden. Negativ eingestellte Kolleginnen und Kollegen haben erkannt, dass die Medienkompetenz einen aktuellen Baustein unseres Schulsystems und somit einen unverzichtbaren Schlüssel zum Lernen darstellt. Sogar der Wunsch nach einem Pflichtfach wurde laut“, freut sich der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger darüber, dass im Jahr der digitalen Bildung eine erfolgreiche Sensibilisierung und Weiterentwicklung in Richtung digitale Kompetenzen in allen Schultypen gelungen ist. Die Sichtbarmachung in den Zeugnissen ist dabei das große Plus für Schülerinnen und Schüler.