UNESCO-Schultagung: 17 Ziele für eine bessere Welt

Einmal jährlich findet für die Referentinnen und Referenten der Österreichischen UNESCO-Schulen eine 3-tägige Tagung statt, um die Basis für die Arbeit während des Schuljahres fest zu legen. Heuer trafen sich die Pädagoginnen und Pädagogen am Hafnersee, wo sie von LH Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair im Sonnenhotel herzlich begrüßt wurden. Die Österreichischen UNESCO-Schulen gehören zum internationalen Schulprojekt der UNESCO. In diesem weltweiten, über 10.000 Bildungseinrichtungen in 181 Staaten umfassenden Netzwerk ist Österreich mit 93 UNESCO-Schulen vertreten. Vier Schulen in Kärnten haben sich diesem internationalen Netzwerk angeschlossen: Das BG Porcia Spittal, das BG/BRG für Slowenen, das Bundesoberstufenrealgymnasium Hermagor sowie die NMS Ferlach.

Die Jahrestagung stand unter dem Schwerpunktthema „17 Ziele für eine bessere Welt“. Die Vereinten Nationen haben bekanntlich 17 Nachhaltigkeitsziele ausgerufen. Diese Ziele und deren Umsetzung sollten nun auch entsprechend in den UNESCO-Schulen verfolgt werden, die Grundlagen und Inhalte für die Umsetzung werden im Laufe der dreitägigen Tagung in Kärnten erörtert und festgelegt.

„Die Kärntner UNESCO-Schulen stellen den heranwachsenden Menschen in den Mittelpunkt, der mit all seinen Fähigkeiten gefördert werden soll. Vor allem werden auf diese Weise – neben Grundkompetenzen – auch immer wichtiger werdende Nachhaltigkeitsziele in unsere Klassenzimmer gebracht“, so Bildungsdirektor Robert Klinglmair. Zudem bedankt sich Bildungsdirektor Klinglmair bei den anwesenden Pädagoginnen und Pädagogen für ihr nicht selbstverständliches Engagement, unsere Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, zu selbstständigen, selbstbewussten, kreativen jungen Erwachsenen mit sozialer Verantwortung heranwachsen zu können, womit nicht nur dem klassischen Bildungsauftrag sondern vor allem einem gesellschaftlichen Auftrag Rechnung getragen wird.

UNESCO-Schulen bekennen sich zu einer besonderen pädagogischen Grundhaltung. Lernen ist ein handlungsorientierter Prozess, eine fächerübergreifende und vor allem interkulturelle Zusammenarbeit sowie ein hohes Maß an Teamarbeit werden in den Schulen gelebt. Zu den Themenschwerpunkten zählen beispielsweise Welterbe, Kultur- und Naturerbe, nachhaltige Entwicklungen, die Friedenserziehung, die Menschenrechte sowie Biodiversität und Klimawandel, Toleranz und Interkulturalität. Im Unterricht und in Form von Projektarbeiten werden diese Schwerpunkte gelehrt und vermittelt.

Weltoffenheit und die Fähigkeit zu einem friedlichen Zusammenleben zu vermitteln, gehören zu den wichtigsten Zielen, die die UNESCO-Schulen weltweit verfolgen. Bildung soll mit Tun verbunden werden, um Handlungs- und Gestaltungskompetenz zu vermitteln. Das Bildungsmodell der UNESCO-Schulen, deren Netzwerk 1953 gegründet wurde, beruht auf 4 Säulen: learning to know, learning to do, learning to be, learning to live together. Damit verfolgt man das Ziel, durch die Zusammenarbeit zwischen Völkern in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit beizutragen.

Die Mitgliedschaft im Netzwerk bietet den Zugang zum internationalen Netzwerk mit über 9.900 Bildungseinrichtungen weltweit, vom Kindergarten bis zur Lehrerinnen- und Lehrerausbildung, sowie die Beteiligung an internationalen Aktivitäten und die Umsetzung gemeinsamer Projekte. Schulen können ihre Mitgliedschaft bei der Österreichischen UNESCO-Kommission beantragen. Erforderlich ist dann eine zweijährige engagierte Mitarbeit im Österreichischen Netzwerk. Danach erfolgt erst die Aufnahme der Schule ins internationale Netzwerk der UNESCO.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Grundlage für das Motto der Jahrestagung, „17 Ziele für eine bessere Welt“ :
1. Armut beenden
2. Kein Hunger
3. Gesundheit und Wohlergehen
4. Hochwertige Bildung
5. Geschlechtergerechtigkeit verwirklichen
6. Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
7. Bezahlbare und saubere Energie
8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
9. Nachhaltige Infrastruktur und Industrialisierung
10. Ungleichheit verringern
11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
12. Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster
13. Maßnahmen zum Klimaschutz
14. Meere schützen
15. Landökosysteme schützen
16. Frieden und Gerechtigkeit verwirklichen
17. Globale Partnerschaft

Text: LPD Kärnten/ Gerlind Robitsch
Foto: LPD Kärnten/Peter Just