Schuljahr 2017/18: Bildungszentren weiter im Fokus

Was die insgesamt 61.107 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2017/18 erwartet, gaben Bildungsreferent LH Peter Kaiser und AP Rudolf Altersberger im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz im Medienraum der Kärntner Landesregierung bekannt. Der Ausbau und die Investitionen in Bildungszentren, die Ganztagesangebote und die österreichweit einzigartigen Fortschritte im Bereich der Inklusion stehen auch weiterhin im Fokus aller Bemühungen.

„Österreichweit einzigartig sind die Fortschritte, die wir im Inklusionsbereich machen“, freute sich Kaiser. 85 Prozent aller Kinder mit besonderem Förderbedarf würden bereits inklusiv betreut werden. Ziel bleibe laut Kaiser, bis zum Schuljahr 2019/20 in Kärnten keine Sonderschulen mehr zu benötigen. Den Rückgang der SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf um 142 Personen, wertete Kaiser als erfreulich. Immer noch liege man in diesem Bereich bei 4,2 Prozent – vom Bund refundiert werden aber lediglich 2,7 Prozent. „Ich kann nur darauf aufmerksam machen, dass das Land hier aus seinem Budget finanziert, was vom Bund gesetzlich vorgegeben wird“, so der Landeshauptmann. Insgesamt seien es in diesem Bereich rund acht Millionen Euro, die Kärnten aufzubringen hat, um den hohen Bildungsstandard auch halten zu können.

Auf seine insgesamt 92 Bildungszentren könne Kärnten stolz sein, betonte Kaiser. Die Erfahrungen seien durchwegs positive, auch wenn die Umstellung vielerorts für Aufregung sorge. Gerade in Anbetracht der Diskussion rund um drohende Schließungen von Schulstandorten, müsse man sich darauf konzentrieren, Angebote dort zu konzentrieren, wo sie auch Sinn machen, meinte der Landeshauptmann. Am Plan, in jeder Gemeinde, so dort auch gewünscht, einen Schulstandort zu erhalten, sei trotz jüngster Kritik des Landesrechnungshofes auch weiterhin nicht zu rütteln.

Das Land fördert die Umbauten und Sanierungen im Rahmen des Kärntner Schulbaufonds. Investitionen, die auch die heimische Baukonjunktur beleben. Insgesamt sind das 18,7 Millionen Euro. Zudem sind mehr als 14 Millionen Euro in laufenden Projekten gebunden.

Auch der Ausbau der Ganztagesschulen gehe gut voran. Rund 5499 Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Schuljahr an 162 Standorten in Ganztagesschulen oder schulischer Ganztagesbetreuung unterrichtet werden. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von knapp zehn Prozent. Mit erleichtertem Zugang zu Förderungen des Landes, sollen künftig auch die Beiträge für Eltern gesenkt werden können und damit das Angebot attraktiver werden.

Mit dem Thema „Gegen Gewalt und Mobbing in Kindergärten und Schulen“ wolle man laut Altersberger im Schuljahr 2017/18 einen ganz klaren Schwerpunkt setzen. Man werde versuchen, die Kinder vor allem für den bedachten Umgang mit Sozialen Netzwerken zu sensibilisieren. Die Digitalisierung der Schulen stehe auch weiterhin im Mittelpunkt. Im Bereich der Internationalisierung sei man bemüht darum, das Angebot von Auslandserfahrungen für die Schülerinnen und Schüler noch auszubauen. Zudem arbeite man im Landesschulrat an einer erweiterten Begabtenförderung.
Mit einem karitativen Projekt wolle man heuer zudem Kindern in anderen Ländern helfen. „In vielen Gegenden dieser Welt sind Unterrichtsmittel rar. Wir bitten daher alle Eltern und Kinder, die Schultaschen oder ähnliches nicht mehr brauchen, diese im Landesschulrat abzugeben. Wir werden uns bemühen, Kindern die es schwer haben, den Schulstart ein wenig zu erleichtern“, formulierten Kaiser und Altersberger am Ende der Pressekonferenz ein ganz spezielles Anliegen.

Text: LPD/Susanne Stirn
Foto: Büro LH Kaiser