Kärntner Kinder werden mit ARA4kids zu Umweltexperten

In Kärnten werden Kinder jetzt zu Umwelt-Expertinnen und -Experten: Mit dem vielseitigen Umweltprogramm der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) werden Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren ab sofort für wichtige Aspekte rund um die Themen Abfallvermeidung, Anti-Littering, getrennte Sammlung und Verpackungsrecycling sensibilisiert. Der Startschuss für das Projekt ARA4kids erfolgte in der Volksschule 23: Direktorin Renate Otti begrüßte gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ARA Vorstand Werner Knausz, Bildungsdirektor Rudolf Altersberger und Horst Niederbichler, Sprecher der Kärntner Abfallwirtschaftsverbände.

„Österreich ist Recyclingmeister in der Verpackungssammlung und liegt im EU-Vergleich im absoluten Spitzenfeld. Damit die Trennmoral im Land weiter hoch bleibt, muss man früh ansetzen. Mit ARA4kids haben wir schon in anderen Bundesländern hervorragende Erfahrungen gesammelt und wir freuen uns, dass wir mit diesem Programm jetzt auch in Kärnten starten können“, so ARA Vorstand Werner Knausz. Mit ARA4kids steht Pädagoginnen und Pädagogen ein umfangreiches Unterrichtsmaterial zur Verfügung: Ein Materialienkoffer veranschaulicht den Verpackungskreislauf, ein Gewinnspiel motiviert zum Mitmachen und im Rahmen von Umweltschulstunden mit Abfallberaterinnen und Abfallberatern werden viele Fragen beantwortet: Wie kann ich Abfall vermeiden, wo werfe ich meine leere Plastikflasche hinein und was passiert eigentlich mit den gesammelten Altstoffen?

Die Sammlung bildet die wichtige Basis für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft. In Kärnten verzeichnet man pro Jahr eine Haushaltssammelmenge von 113 kg Verpackungen und Altpapier pro Kopf – das ist ein kräftiges Bekenntnis der Kärntnerinnen und Kärntner zur Mülltrennung. Horst Niederbichler, Sprecher der Kärntner Abfallwirtschaftsverbände, konkretisiert: „97 % der Kärntnerinnen und Kärntner bekennen sich zur Mülltrennung und sammeln ihre Verpackungen getrennt, wie eine aktuelle IMAS-Umfrage im Auftrag der ARA bestätigt. Mülltrennung gehört längst zum Alltag und nur 19 Prozent empfinden die getrennte Sammlung als zusätzlichen Zeitaufwand, vor 20 Jahren waren es noch 45 Prozent.“ Den Bürgerinnen und Bürgern in Kärnten stehen 124.511 Sammelbehälter zur Verfügung, zusätzlich sind mehr als 130.000 Haushalte an die Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen.

Das ARA4kids Programm wird ab sofort in 220 Kärntner Volksschulen angeboten und erreicht rund 21.000 Schülerinnen und Schüler. Bildungsdirektor Rudolf Altersberger meint: „Kinder stellen Fragen, sind interessiert und wissbegierig. Wir nutzen die Möglichkeit, mit ARA4kids das Thema Nachhaltigkeit im Bildungsprogramm zu verankern und schaffen damit die Basis für die Zukunft. Kinder werden so auf spielerische Art und Weise zu Umweltbotschaftern! Wir haben in Kärnten 52 ÖKOLOG- und Umweltzeichenschulen vor allem im Pflichtschulbereich. Auch immer mehr höhere Schulen verschreiben sich dem Thema Umweltschutz und werden Mitglied bei ÖKOLOG. Das Thema Abfallwirtschaft steht fortwährend am Programm und es ist begrüßenswert, wenn die Schulen seitens der Kärntner Abfallwirtschaftsverbände und ARA4kids Unterstützung für den Unterricht in Form von Materialien, Unterlagen und Projekten erhalten.“

Erfolgreich ist man nur im Team – das gilt auch für den Bereich Sammlung und Entsorgung. „Die ARA blickt auf mittlerweile 25 Jahre hervorragende Zusammenarbeit mit den Kärntner Abfallwirtschaftsverbänden, den Gemeinden und Entsorgungspartnern, und nicht zu vergessen 561.000 Bürgerinnen und Bürgern zurück. Nur gemeinsam schaffen wir es, in ganz Österreich, erfolgreich zu sammeln und zu verwerten“, betont Werner Knausz und meint abschließend: „ARA4kids ist ein ganz wichtiger Baustein in all unseren Bemühungen und Maßnahmen, die Sammlung und Verwertung in Österreich auf dem gewohnt hohen Niveau zu halten und die Umwelt für unsere Kinder lebenswert zu erhalten!“

 

Text: ARA

Fotos: kore/LSR