Kärntner Industrielehrlinge stellten ihr Wissen unter Beweis

63 Lehrlinge aus 23 Kärntner IV-Mitgliedsbetrieben matchten sich beim 9. „INLehre“-Landeslehrlingswettbewerb der Industriellenvereinigung in Treibach. Sie stellten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ihr Wissen unter Beweis.

Bei der Eröffnung des Wettbewerbs bezeichnete Landeshauptmann Peter Kaiser das heimische, duale Ausbildungssystem in der Lehre als „europaweit einzigartig“. Mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent sei Kärnten derzeit an zweiter Stelle aller österreichischen Bundesländer. „Dies ist eine Leistung von uns allen, also auch von euch“, so Kaiser, der den Lehrlingen Mut für den kommenden Wettbewerb zusprach. „Ich spüre eine große Zuversicht bei euch, vertraut auf eure Leistungsfähigkeit. Es soll sich jeder als Siegerin oder Sieger fühlen, denn für mich seid ihr das jetzt schon. Wir sind stolz auf euch und eure Leistungen“, so der Landeshauptmann. 55 Prozent der Wertschöpfung käme von der Industrie, dies würde ihren hohen Stellenwert für Kärnten unterstreichen, so Kaiser. Das Land unterstützt Betriebe und Lehrlinge mit einer Vielzahl von Maßnahmen, so etwa mit Zuschüssen für Lehr- und Ausbildungsbetriebe, Förderungen für die Errichtung von Lehrwerkstätten und mit dem Heimkostenzuschuss für Lehrlinge während der Berufsschulzeit.

IV-Präsident Timo Springer betonte, die Industrielehre biete den Lehrlingen viele Möglichkeiten. „Mit einer Industrielehre steht euch die Welt offen“, so Springer zu den Teilnehmenden. Drei Viertel aller Lehrlinge schaffen ihren Abschluss mit sehr gutem oder gutem Erfolg, zudem sei herauszustreichen, dass unter den Industrielehrlingen bereits 20 Prozent weiblich seien, so Springer.

Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair ist die duale Ausbildung „ein Erfolgsmodell, um das uns die ganze Welt beneidet“. In Österreich seien über 200 Lehrberufe zu erlernen, diese Lehrlingsausbildungen seien auch für die derzeit positiven Entwicklungen am Jugendarbeitsmarkt mitverantwortlich, erklärte Klinglmair. Im Kärntner Pflichtschulbereich gilt es den Stellenwert sowie die Attraktivität der Lehre weiter zu erhöhen und auf die zukunftsträchtigen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt nach einem erfolgreichen Lehrabschluss hinzuweisen. Gleichzeitig soll mittels frühzeitiger und gezielter Bildungs- und Berufsberatung für jede/n Jugendlichen eine den Neigungen und Fähigkeiten entsprechende Ausbildung gefunden werden, um damit den Fachkräftenachwuchs – speziell im technischen Bereich – für den Kärntner Wirtschaftsstandort zu sichern.

Treibacher-Vorstand Alexander Bouvier begrüßte als Hausherr alle Lehrlinge und Ausbildner sehr herzlich in den Räumen der Treibacher Industrie AG. „Ich bin sehr gespannt auf eure Leistungen, diese Standortbestimmung ermöglicht euch eine Weiterentwicklung. Ich wünsche euch allen eine tolle Veranstaltung und alles Gute“, so Bouvier.

Die Preisgelder für die drei Gewinnerinnen und Gewinner, je 1.000 Euro, werden von der Kärntner Sparkasse zur Verfügung gestellt. Zudem werden nach dem Wettbewerb Sachpreise, gestiftet von der Treibacher Industrie AG, unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost. Die Lehrlinge kommen in diesem Jahr aus den Betrieben 3M Precision Grinding GmbH, ANEXIA Internetdienstleistungs GmbH, Chemson Polymer-Additive AG, Donau Chemie AG, Fleischmann & Petschnig Dachdeckungs-Gesellschaft m.b.H, flex, Flowserve Control Valves GmbH, FunderMax GmbH, Griffnerhaus GmbH, HASSLACHER Gruppe, Infineon Technologies Austria AG, KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, Lam Research AG, MAHLE Filtersysteme Austria GmbH und Mondi Frantschach GmbH.

Text: LPD Kärnten/Fabian Rauber
Fotohinweis: LPD Kärnten/Jannach