Erste Industrie-HAK Österreichs startet im September 2018 in Althofen

Die HAK Althofen wird erste Industrie-HAK in Österreich. Ganz konkret lautet ihre künftige Bezeichnung: Business-, Agrar- und Industrie-HAK Althofen. Die Industrie-HAK soll bereits im September 2018 mit einer ersten Klasse starten. Das neue Ausbildungskonzept der HAK wurde im Rahmen einer Pressekonferenz an der Schule präsentiert. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, HAK-Direktorin Melitta Huber, AP Rudolf Altersberger sowie Vorstandsdirektor Alexander Bouvier von der Treibacher Industrie AG, Flex-Generalmanager Erich Dörflinger und Timo Springer, Vorstand der Springer Maschinenfabrik GmbH nahmen zum neuen Bildungsangebot Stellung.

„Dieses neue Bildungsangebot ist eine Einmaligkeit und wird den Schul- und Industriestandort forcieren“, gratulierte der Landeshauptmann allen Beteiligten. Es sei beispielhaft, aber werde kein Einzelbeispiel bleiben, so Kaiser. Es sei richtig, Bedarfsanalysen und berufsrelevante Ausbildung zusammenzuführen. Erfreulich sei hier die Kooperation und Zusammenführung von Technik, Wirtschaft, Digitalisierung und Praxisbezug vor Ort. Viel Lob gab es auch für die rasche Erledigung bzw. Genehmigung der Industrie-HAK, denn erste gemeinsame Gespräche haben erst vor rund einem Monat stattgefunden.

AP Rudolf Altersberger sprach von einem Premiumprodukt, das hier gelungen sei. Schulpartnerschaft sei neu zu definieren, indem sie auf die regionale Standortpartnerschaft zu erweitern sei, sagte Altersberger. So gelinge es, auf die Bedürfnisse der Wirtschaft einzugehen.

Landesschulinspektor Klaus-Peter Haberl sagte, dass die klassische HAK-Ausbildung hier eine besondere Erweiterung erfahre. Umfassend gehe es um den gesamten Industrieprozess, von den Ressourcen über den Kunden hin zu Programmierung und Wirtschaftsethik. Wichtig seien in diesem Zusammenhang immer auch IT und auch Mathematik. Die Fachsprache sei Englisch. Neben vielen Praktika gebe es auch das Pflichtpraktikum, was in der Schule bzw. in den Betrieben stattfinden werde. „Diese Industrie-Hak ist eine Pionierleistung in Österreich“, unterstrich Haberl. Insgesamt würden zusätzliche 1.500 Praxis-Stunden über die fünf Jahre Ausbildung anfallen.

Wie HAK-Direktorin Melitta Huber sagte, freue man sich über das neue Ausbildungskonzept, das von Vertretern aus Industrie und Schule gemeinsam formuliert worden sei. Der Impuls sei von Seiten der Industrie gekommen. Es bedeute eine große Aufwertung für Althofen als Schulstandort. Dieser Schwerpunkt Industriemanagement werde auch für berufliche Top-Chancen und Karrieremöglichkeiten sorgen, so Huber. Man rechne mit einer Klasse (20 bis 30 SchülerInnen) zu beginnen.

Erich Dörflinger, Alexander Bouvier und Timo Springer hoben ebenfalls die gute Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft hervor. Wie Dörfler sagte, habe hier eine Ausbildungslücke bestanden, die nun geschlossen werde. Man freue sich, durch die Praxis zur Ausbildung beitragen zu können, sagte Bouvier. Alle hoffen auf regen Zuspruch und Unterstützung des Konzeptes durch weitere Unternehmen. Springer zeigte sich ebenfalls begeistert von diesem Konzept. Es sei wichtig, die Digitalisierung als Chance zu sehen. Ziel sei es, genügend Fachkräfte zu haben und Arbeitsplätze und damit Zukunft für Kärnten anbieten zu können.

Auch der Bürgermeister von Althofen, Alexander Benedikt, sieht in der künftigen Industrie-HAK eine Aufwertung von Althofen sowohl als Schul- als auch als Industrie-Standort. Informationen über die Industrie-HAK werden auch am Tag der offenen Tür, am 18. Jänner, für Interessierte gegeben. Um in die Industrie-HAK aufgenommen zu werden, werden Bewerbungsgespräche bzw. eine Art Hearing abgehalten.

Info: www.hak-althofen.at; Mailadresse: sekretariat@hak-althofen.at

Text: LPD/Brunner
Foto: LPD/Bauer