Erasmus-Budget verdoppelt – Fortsetzung für das Erfolgsförderprogramm

Eine Kärntner Delegation bestehend aus Landesschulinspektorin Renate Kanovsky-Wintermann, Michael Mattersdorfer, Martin Tänzer und Günther Malle folgte der Einladung von Bundesminister Heinz Faßmann Ende November ins Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung nach Wien. Bei einem freundlichen Empfang im Rahmen einer Feierstunde wurde von Bundesminister Heinz Faßmann die weitere Unterstützung für Erasmus-Projekte für die neue Förderperiode versichert, da die Verhandlungen über die Zukunft des Programms im Rahmen der Austrian Presidency of the Council of the European Union 2018 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten.

Für das neue EU Programm für Bildung, Jugend und Sport wird in der Förderperiode von 2021 bis 2027 ein Budget von 30 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, mit dem verstärkt physische wie auch virtuelle Mobilitäten für die Teilnahme von rund 12 Millionen Menschen gefördert werden sollen. Die grenzüberschreitende Mobilität für Menschen aller Altersgruppen und die Zusammenarbeit im Rahmen europäischer Projekte soll weiterhin im Mittelpunkt stehen. Für Österreich ist auf Basis der mindestens 30 Mrd. Euro für das Gesamtprogramm ein Budget von 523.740.000 für die sieben Programmjahre zu erwarten. Das bedeutet eine Erhöhung um 125% im Vergleich zu Erasmus+.

„Das Plus hat eine Symbolkraft und das Nachfolgeprogramm von Erasmus soll nicht nur finanziell ausgeweitet, sondern auch attraktiver, flexibler und effizienter werden, d.h. mehr Studierende, Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Lehrlinge sollen in das Programm aufgenommen werden und ein niederschwelligerer Zugang für Menschen mit Benachteiligungen ermöglicht werden. Wer Europa selbst erlebt, entwickelt auch eine europäische Identität“, so Bundesminister Faßmann, dem es wichtig ist, ein Europa des Wissens, des Friedens und der Völkerverständigung zu schaffen.

„Durch die Erhöhung des Fördergeldes werden In Zukunft noch weitere Schulen, die bisher noch nicht in den Genuss von Auslandsmobilitäten gekommen sind, Bewilligungen für die Durchführung ihrer Projekte bekommen“, so Erasmus Kärnten Koordinatorin Renate Kanovsky-Wintermann, für die es Teil jeder Ausbildung sein sollte, über den Tellerrand zu blicken und andere Kulturen kennenzulernen. Die Verdopplung des Erasmus-Budgets begrüßt auch Bildungsdirektor Klinglmair, der gerade im Bereich der Internationalisierung und damit verbundenen weiteren Verbesserung der Sprachkompetenz einen Schwerpunkt für die nächsten Jahre setzen möchte.

Text: LSR/Claudia Lautischer

Foto: BMBWF/Martin Lusser