„Schule der Zukunft“ – Praxis-HAK-Jet gewinnt bundesweiten Wettbewerb

Es war eine Nachricht wie ein Sahnehäubchen am Zeugnistag eines erfolgreichen Schuljahres: Die Praxis-HAK Völkermarkt konnte einen vom Bundesministerium für Familie und Jugend in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung veranstalteten Kreativwettbewerb zum Thema „Wie wir in Zukunft mit digitalen Medien lernen werden“ für sich entscheiden. Erst wenige Tage zuvor wurden die beteiligten Schülerinnen und Schüler, Daniel Kulter (4AK), Chiara Ellensohn, Marie-Christin Kitz, Denise Leitner und Kea Metzler von Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser geehrt, nun folgte die sensationelle Meldung aus der Bundeshauptstadt.

Der prämierte Clip war das Ergebnis eines gemeinsamen Brainstormings von Lernenden und Lehrenden im Kontext unserer Initiativen im Rahmen des Jahres der digitalen Bildung. Koordiniert von Prof. Martin Erian und Prof. Mario Kraiger wurden gemeinsam Perspektiven entwickelt, wie die Idee von „Schule 4.0“ im Unterrichtsalltag Einzug halten kann, ohne gleich alle vorhandenen Strukturen über Bord zu werfen. Direktorin Michaela Graßler: „Bei so einer tiefgreifenden Veränderung unseres Alltags wollen wir die Schülerinnen und Schüler unbedingt mit ins Boot holen und ihre Ideen ernst nehmen. Die Arbeiten an diesem Film haben uns dabei wieder einen wichtigen Schritt weitergebracht. Dass das Engagement so belohnt wird, ist eine tolle Sache.“ Der Film ist via Facebook und YouTube abrufbar.

Facebook: https://www.facebook.com/PraxisHakVoelkermarkt/videos/799806340192143/

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=Phz9EvPME3c

 

Ehrung für Schüler-Engagement

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir – ein Motto, das in den Kärntner Bildungseinrichtungen gelebt wird. Nicht anders ist es zu erklären, dass der Mozartsaal im Konzerthaus Klagenfurt zum Bersten voll war, als Bildungsreferent LH Peter Kaiser gemeinsam mit Landesschulratspräsidenten Rudolf Altersberger zum Empfang der Schülerinnen und Schüler anlässlich besonderer Leistungen im schulischen und außerschulischen Bereich lud. Geehrt wurden die erfolgreichen Teilnahmen an Wettbewerben die von lokalen Redewettbewerben, Lateinolympiaden und mathematischen Bewerben bis hin zur EUSO (European Union Science Olympiad) reichten.

Erfreut beim Anblick der glücklichen und zufriedenen Menschen im Saal, war sich Kaiser sicher: „Diejenigen, die in bestimmte Bereiche mehr investieren, tun das meist vermeintlich für andere, in Wirklichkeit aber für sich selbst.“ Das Wichtigste in der Schule sei das Zusammentreffen jener die Talent haben mit jenen die das auch erkennen und fördern. Die heute Ausgezeichneten seien junge Menschen, die auch die Zukunft unseres Landes positiv mitbestimmen könnten. „Es ist gut, wenn Schülerinnen und Schüler ihre Potenziale spüren und erkennen, denn ein Land wie Kärnten braucht dieses Potenzial“, betonte auch Altersberger und zeigte sich stolz über die erbrachten Leistungen der Ausgezeichneten.

Auf die Bühne gebeten wurden die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Direktorinnen und Direktoren von 15 Allgemein Bildenden Höheren Schulen, fünf Handelsakademien, vier Humanberuflichen Schulen, vier Höheren Technischen Lehranstalten, drei Polytechnischen- beziehungsweise Fachberufsschulen, vier Neuen Mittelschulen und 15 Volksschulen. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von „Cigarock“ – einer jungen Musikgruppe bestehend aus fünf Schülerinnen und Schülern des BORG Wolfsberg sowie zwei Musiklehrern.

Text: LPD/ Susanne Stirn Foto: LPD/ fritzpress

Schülerlotsentag: Ein Dankeschön mit viel Fahrtechnik

Schülerlotsen sorgen täglich für die Sicherheit ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler am Schulweg. Mit dem Schülerlotsentag werden sie dafür jedes Jahr bedankt. Heuer fand er in seiner 51. Auflage zum ersten Mal im Fahrtechnikzentrum des ÖAMTC in Mail statt. Rund 160 Schülerinnen und Schüler aus acht Neuen Mittelschulen Kärntens nahmen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern teil. Als Beifahrer in PKW bis LKW erlebten sie, wie man kritische Verkehrssituationen meistert. Selbst lenken durften sie Rennkarts – hier ging es aber nicht um die schnellste, sondern um die fehlerfreiste Runde. Für den Sieger gab es einen Moped-Führerscheinkurs. Ein weiteres Highlight für die Jugendlichen war der eigens vorgefahrene Polizei-Porsche.

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser erinnerte daran, dass vor genau 50 Jahren und 333 Tagen der erste Schülerlotse bei der Hauptschule St. Jakob im Rosental seinen Dienst angetreten hat. „Ihr zeigt, dass auch schon junge Menschen bereit sind, für andere Verantwortung zu übernehmen, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen“, lobte Kaiser die Jugendlichen. Er dankte ihnen für ihren Einsatz, aber auch der ausbildenden Polizei, den Lehrerinnen und Lehrern sowie Verantwortlichen des Landesschulrates.

Der Amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger dankte ebenfalls allen für diese großartige Sozialleistung. Diesem Dank schloss sich auch Zivilschutzverbandspräsident und zweiter Landtagspräsident Rudolf Schober an. Er verwies zudem auf die Kindersicherheitsolympiade, bei der bereits den Jüngsten das Thema Sicherheit mit viel Spaß vermittelt werde. Kärnten habe kürzlich beim großen Bundesfinale mit der VS Tainach den dritten Platz geholt, berichtete Schober. Der Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums, Robert Pichler, gratulierte den Jugendlichen zu ihrer Tätigkeit im Sinne der Verkehrssicherheit und kündigte ihnen einen Tag voll „Fahrtechnik und Fun“ an. Unter den zahlreich anwesenden Vertretern der Exekutive war der Chef der Verkehrspolizei, Oberst Adolf Winkler, vom Landesschulrat war auch Siegfried Torta anwesend.

Jährlich werden an die 200 Schulkinder von der Polizei für die verantwortungsvolle Tätigkeit des Schülerlotsendienstes neu ausgebildet. Um Schülerlotse zu werden, muss man das zwölfte Lebensjahr vollendet haben. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der Neuen Mittelschulen. Versichert sind sie während ihrer Tätigkeit über die AUVA (Unfall) und das Land Kärnten (Haftpflicht). Seitens der Polizei gibt es beinahe in jedem Bezirk bzw. bei den Stadtpolizeikommandos Klagenfurt und Villach eigene Schülerlotsenbetreuer.

Text: LPD/Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Just, kore/LSR

Sportlerehrung im Wörthersee Stadion

Groß im Rampenlicht standen im Vorfeld der Eröffnung der United World Games erfolgreiche Kärntner Sportlerinnen und Sportler. Erstmals wurden auch Schülerinnen und Schüler für ihre schulsportlichen Leistungen ausgezeichnet. Insgesamt wurden 200 SportlerInnen geehrt, darunter die Hälfte SchulsportlerInnen.

„Ein toller Tag des Kärntner Sports“, sagte der Landeshauptmann. Es gebe allen Grund, stolz auf den heimischen Sport zu sein: „Kärnten ist das erfolgreichste Sportbundesland im Verhältnis zur Bevölkerungszahl“. Er dankte auch allen für ihr Engagement im Zusammenhang mit den sportlich vielseitig gestalteten aktuellen Präsentationen der Dach- und Fachverbände sowie der Sportvereine am Neuen Platz in Klagenfurt im Rahmen des „Tag des Sports“. „Sport verbindet Menschen und Kulturen und überwindet Alters- und Generationsgrenzen, umso notwendiger brauchen wir ihn“, sagte Kaiser.

Im Schulsport wurden jene Mannschaften aus den verschiedensten Schulen geehrt, die bei Bundesmeisterschaften 2016/17 jeweils unter die Top drei kamen. Besondere Leistungen erzielten u.a. die Raiders Villach (Basketball-Bundesliga), Schwimmtalent Heiko Gigler, Jugendolympiasiegerin Nadine Fest, Snowboard-Weltmeisterin Daniela Ulbing, Junioren-Snowboard-Weltmeisterin Jemima Juritz und Nachwuchsvolleyballer Aich-Dob/Brückl (Staatsmeister). Nicht anwesend waren Welt- und Europameister Poolbillardspieler Albin Ouschan und Snowboard-Ass Anna Gasser.

Der Landeshauptmann ehrte zwei besonders verdienstvolle Persönlichkeiten des Kärntner Sports. Der Fachinspektorin Renate Macher-Meyenburg wurde das Große Ehrenzeichen des Landes verliehen. Der Sportfunktionär Wolfgang Ebner erhielt das Ehrenzeichen des Landes. Der Landeshauptmann strich deren Verdienste hervor.

Macher-Meyenburg gilt als hochqualifizierte Sport-Expertin, die dem Kärntner Schulsport ihren persönlichen Stempel aufgedrückt hat. Sie war erfolgreich als Schulsport-Koordinatorin und hat auch viele Ernährungs- und Gesundheitskampagnen mitinitiiert.

Wolfgang Ebner war 17 Jahre lang Präsident des Kärntner Eishockeyverbandes und hat für den Kärntner und österreichischen Eishockeysport, insbesondere in der Nachwuchsarbeit, sehr viel geleistet. Er war auch zwölf Jahre lang Mitglied des Sportausschusses des Landes Kärnten.

Den erfolgreichen SportlerInnen gratulierten auch Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger sowie ASVÖ-Präsident Kurt Steiner und Sportunion Vizepräsident Hans Werner Megymorez. Bedankt wurden die Funktionäre und TrainerInnen der Sportvereine sowie auch die Eltern der SportlerInnen und hervorgehoben wurde auch die gute Sportinfrastruktur Kärntens.

Für Musik sorgte „Harmonix“. Am Beginn der Veranstaltung wurde eine Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Gustav Rainer, Kärntens bekannteste Sportstimme, gehalten

Unter den vielen Gästen befanden sich Diözesan- und Sportbischof Alois Schwarz, Klagenfurts Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler, ASKÖ-Geschäftsführer Günter Leikam, der Bürgermeister von Brückl, Burkhard Trummer und Fußballspieler Martin Hinteregger. Durch das Programm führten Landessportdirektor Arno Arthofer und Harald Wieser.

Text: LPD/Brunner
Foto: LPD/Jannach

Schlüssel zum Bildungscampus Velden übergeben

Ein Ort an dem nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem Gemeinschaft gefördert wird – das soll das neue Bildungszentrum in Velden sein. Der neue Campus, auf dem die Volksschule, die Neue Mittelschule, die International School Carinthia und die Musikschule beheimatet sind, wurde nun offiziell eröffnet. Bei der Schlüsselübergabe mit LH Peter Kaiser und LHStv.in Gaby Schaunig gratulierten unter vielen anderen auch Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger, Arnoldsteins Bgm. Erich Kessler, Vorsitzender des Schulgemeindeverbandes Villach, Ferdinand Vouk als Veldens Bürgermeister sowie Bernd Riepan, Bezirkshauptmann von Villach Land. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Schülerinnen und Schülern. In den Umbau waren insgesamt 4,6 Millionen Euro investiert worden.

Mit besonderem Stolz kam der Bildungsreferent und Landeshauptmann heute zur Schlüsselübergabe. Es habe im Rahmen der Planung immer wieder kritische Stimmen gegeben. „Wer aber heute, bei dieser Eröffnung dabei ist, dem muss klar werden, dass hier eigentlich nur noch eines fehlt: nämlich die Einbindung des Wörthersees in diesen Campus“, meinte Kaiser mit einem Augenzwinkern und erntete Beifall von den Schülerinnen und Schülern.

„Die beste Idee nützt nichts, wenn sie nicht umgesetzt wird, daher gehört mein Dank allen, die sich an diesem Projekt beteiligt haben“, freute sich auch Schaunig über die fulminante Eröffnung und wollte den Bildungscampus als bestes Zeichen einer lebendigen Gemeinschaft verstanden haben. Von einem bildungspolitischen Meilenstein sprach Vouk, während Kessler versicherte: „Es ist uns hier gelungen, gemeinsam zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen.“

Text: LPD/Susanne Stirn Foto: LPD/ Höher

Zertifikatsverleihung Peer-Mediation

Am 13. Juni 2017 fand in einem feierlichen Rahmen die Überreichung der Zertifikate für die 13 angehenden Peer-Mediatorinnen an der HLW des Kärntner Caritasverbandes statt. „Wir haben gelernt, wie wir Probleme lösen können und wollen unseren MitschülerInnen bei der Bildung einer guten Klassengemeinschaft oder wenn Konflikte auftauchen helfen“, sagt eine Schülerin der 2 HLW der Caritas Kärnten, Ausbildungszweig Sozialmanagement. Die Ausbildung der Peer-Mediatorinnen wird von den beiden Lehrerinnen Frau Brigitte Jost-Kristof und Frau Elisabeth Laibacher am Schulstandort gestaltet und findet in Kooperation mit der Schulmediation im Landesschulrat für Kärnten statt, in dessen Räumlichkeiten die Schülerinnen mit ihren Lehrerinnen zu Workshops eingeladen werden.

Die neuen Peer-Mediatorinnen: Sophie-Luise Antonitsch, Ardiana Bajrami, Anna-Maria Brandner, Janine Breitenbrunner, Laura Fasching, Jessica Lipsky, Anna Katharina Kandut, Laura Kogler, Katja Osojnik, Fabienne Samitz, Stephanie-Julia Schöffmann, Lara Unterrainer, Lisa Unterrainer.

Text: Anna Maria Gabalier, MA
Foto Caritas Kärnten

 

Das Siegerprojekt vom Frühjahrsputz

„Packen wir´s an und machen wir Kärnten gemeinsam sauber!“, so lautete die Devise der Aktion Frühjahrsputz, initiiert von der WOCHE und dem ORF, mit Unterstützung der Partner: Wirtschaftskammer, Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement, BKS und dem Landesschulrat Kärnten.

Bei der Frühjahrsputzaktion ging es darum, das Bewusstsein für den richtigen Müll zu schärfen und über den Kreislauf der Abfallwirtschaft zu informieren. Kärntens Schülerinnen und Schüler gingen mit gutem Beispiel voran und machten gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern Kärnten sauberer: Sei es, dass ein Waldweg vom weggeworfenen Müll befreit oder ein Bachufer gesäubert wurde.

Mitmachen lohnte sich nicht nur, weil wir damit der Umwelt etwas Gutes tun: Die drei aktivsten Schulklassen wurden mittels Jury und Voting- Abstimmung gewählt und mit einem Barwert für die Klassenkasse belohnt. Die ersten drei Plätze erhielten 500, 300 und 200 Euro. 33 Kärntner Schulen haben ihre Ideen zum Thema Müllentsorgung, Müllvermeidung und Recycling bei der Aktion „Frühjahrsputz“ eingebracht. Sieger wurde die Neue Mittelschule Gegendtal in Treffen mit ihrem „Upcycling“-Projekt. Zweiter wurde die HBLA Pitzelstätten, ganz knapp vor der VS Gurk und Expositur Pisweg.

 NMS Treffen

Die „Time Out Gruppe“ der NMS Treffen sammelte über Wochen Müll. Dinge, die noch verwertbar waren, aber nicht mehr benötigt wurden, wurden zu Kunstobjekten oder in Alltagsgegenstände verwandelt.

 HBLA Pitzelstätten

Als Schwerpunkt hat die Schule eine Art „Biomüll“ gewählt: nämlich Hundekot. Denn dieser ist für die Rinder gefährlich. Des Weiteren wurden zur Aktion Slogans zur Müllvermeidung und Plakate entworfen.

 VS Gurk & Expositur Pisweg

Die Volksschüler aus Gurk stellten Instrumente aus Müll her und erreichten damit den dritten Platz.

Herzlichen Dank an alle Einreichungen und die nachhaltigen Aktionen unserer Kärntner Schulen!

 

 

 

Text: Woche, LSR

Foto: Woche

„innovation@school award“ ging an die HTBLuVA Villach

Der „innovation@school award“ und 1.000 Euro gehen heuer an die HTBLuVA Villach. Ihr Team setzte sich mit „Illuminated Wood“, einem Projekt aus dem Bereich Möbeldesign, durch. Insgesamt wurden bei diesem Ideenwettbewerb für Kärntens Allgemeinbildende Höhere Schulen sowie Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen 69 Projekte eingereicht. Zehn davon wurden von einer Fachjury in Phase 2 geschickt, wo es zusammen mit einem Kooperationspartner, also einem Unternehmen, Verein, Ingenieurbüro oder einer öffentlichen Körperschaft, um die konkrete und geförderte Umsetzung geht. Alle zehn wurden bei der InnoGala im Klagenfurter WIFI-Gebäude präsentiert. Neben dem Gesamtsieger wurden auch noch ein zweiter und dritter Platz gekürt sowie zwei Sonderpreise vergeben.

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser richtete sich dankend an die Projektteams, insbesondere an die jungen, kreativen Talente: „Macht weiter so. Verliert nie Mut, Neugierde und Experimentierfähigkeit.“ Er zitierte Henry Ford mit „Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer.“ Für die gesellschaftliche Entwicklung sei es unabdinglich, das andere Denken und Umsetzen zu fördern, so Kaiser. Kärnten könne jedenfalls auf einen ausgezeichneten tertiären Sektor sowie viele großartige Leistungen schon vor der akademischen Karriere verweisen. Dem Bildungsreferenten ist es wichtig, die Verbindung von Schule, Universität, Forschungsförderung weiter zu stärken. „innovation@school“ ist für ihn auch ein wesentlicher Beitrag zu den drei „I“ Internationalität, Investitionen und Innovationen.

Grußworte sprachen Johann Krainer als Vorstandsvorsitzender der Privatstiftung Kärntner Sparkasse und Fachgruppenobmann Christoph Aste für die Ingenieurbüros Kärnten. „Wir brauchen euch hier in Kärnten“, sagte Aste in Richtung der Schulabsolventinnen und -absolventen. Für den Amtsführenden Landesschulratspräsidenten Rudolf Altersberger baut „innovation@school“ eine Brücke zwischen Wirtschaft und Schule und steht für das anwendungsorientierte Lernen. Für Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl sind die Talente der größte Schatz des Bundeslandes, „sie zur Entfaltung zu bringen ist unsere Aufgabe“. Der Vorstandsdirektor der Kärntner Sparkasse, Siegfried Huber, rief den Jugendlichen zu: „Glaubt an euch!“ Kelag-Vorstand Manfred Freitag sprach über Innovationen als Erfolgsfaktor, ging dabei u.a. auf Begriffe wie Digitalisierung, Dekarbonisierung und Dezentralisierung ein. „Das Zulassen von Innovation wird zur Überlebensfrage werden“, meinte er.

Kurt Gasser, Juryvorsitzender und Vizepräsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten, stellte den Ideenwettbewerb näher vor. Er verwies auf die außerordentliche Qualität der Projekte. Hinter den 69 Einreichungen würden 215 Schülerinnen und Schüler, 143 Burschen und 72 Mädchen, sowie 48 Lehrerinnen und Lehrer stehen. Moderiert wurde die Gala vom Geschäftsführer der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten, Herwig Draxler.

Die Initiative „innovation@school“ tragen die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Kärnten, die Fachgruppe Ingenieurbüros der Wirtschaftskammer Kärnten, der Landesschulrat für Kärnten, die Kärntner Sparkasse und das Servicezentrum der Wirtschaftskammer Kärnten. Gefragt waren zündende Ideen aus den Kategorien Informations- und Kommunikationstechnologien, Industrie und Gewerbe, Energie und Umwelt, Tourismus, Gesundheit und Soziales. Die einzelnen Projektgruppen setzten sich aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern zusammen. Jede Schule konnte auch mehrere Projektgruppen am Wettbewerb teilnehmen lassen.

Der zweite Platz bei „innovation@school“ und 750 Euro gingen an die HTBLA Mössingerstraße aus Klagenfurt (Projekt „EyeDetectYou“), der dritte Platz und 500 Euro an die HTBLA Lastenstraße ebenfalls aus Klagenfurt (Projekt „Testkoffer für Typ2-Ladestationen“). Die beiden Sonderpreise und jeweils 400 Euro holten sich die EUREGIO HTBLuVA Ferlach (Projekt „E-Buggee“) sowie die Business HAK und Agrar HAK Althofen zusammen mit der EUREGIO HTBLuVA Ferlach (Projekt „Function of Jewelry“). Mit jeweils 300 Euro werden fünf weitere Projekte unterstützt. Diese Teams kommen von den HTBLAs Mössingerstraße (2x), Wolfsberg und Lastenstraße (2x).

 

Text: LPD/Markus Böhm
Fotos: HTL Villach

European Union Science Olympiad 2017 in Dänemark

Bei der EUSO 2017, die von 7. – 14. Mai in Kopenhagen stattfand, schlugen sich unsere jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kärnten ausgezeichnet.

Team A mit Markus Rupp, Schüler des Peraugymnasiums Villach, wurde mit einer Silbermedaille ausgezeichnet, das B-Team mit Christina Lassnig, ebenfalls vom Peraugymnasium, errang eine Bronzemedaille. Die Konkurrenz war 2017 besonders spannend, da die Leistungsdichte innerhalb der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Europäischen Ländern extrem hoch war.

Text&Fotos: Peter Holub

„Enceladus – das ewige Eis und mögliches Leben“

Dies ist der Titel des Aufsatzes von Anna Strutzmann (4AHET), mit dem es ihr gelang, den ersten Platz in ihrer Altersgruppe bei dem Wettbewerb der ESA „Wissenschaftler für einen Tag“ zu belegen.

Auf dem Saturnmond Enceladus sollen sich unter einem dicken Eispanzer riesige Mengen an flüssigem Wasser befinden. Dieses ist eine der Voraussetzungen für Leben, wie wir es kennen.

Frau Strutzmann spekuliert in ihrer Arbeit darüber, ob es möglich wäre, eine Kolonie auf diesem Himmelskörper zu gründen. Grundlage ihrer Überlegung ist die Annahme, dass die Erde eines Tages zu wenig Platz für ihre Bevölkerung bieten könnte: „Stellen wir uns einmal vor, wir leben auf der Erde in vielleicht dreitausend Jahren. Sie ist stark überbevölkert und man sucht nach einer dauerhaften Lösung für dieses Problem. Dies lässt die Wissenschaftler alte Entdeckungen durchforsten. So stoßen sie auf Enceladus und sie entschließen sich, ein Pilotprojekt zu starten. Menschen sollen auf diesen Mond ausgesiedelt werden.“

Die Jury ließ sich von dem Aufsatz überzeugen und begründete ihre Wahl unter anderem damit, dass die Arbeit lebendig und gewandt formuliert sei und sich durch eine geschickte sowie kreative Strukturierung auszeichne.

Mit Frau Strutzmann freuen sich die übrigen Schülerinnen und Schüler der 4AHET sowie die betreuenden Lehrer Prof. Mag. Alois Kollmitzer und Prof. Dr. Helmut Jeremias, die das Thema Saturn fächerübergreifend behandelt haben.

Strutzmann-ESA Folder

Text&Fotos: HTL Mössingerstrasse