Workshops Schüler/innen helfen Schüler/innen

In diesem Schuljahr werden in den Räumlichkeiten des Landesschulrates für Kärnten erstmals vernetzende Workshops für bereits ausgebildete und zukünftige Peer-Mediator/innen sowie Buddies und jene Schüler/innen, die helfend und unterstützend anderen Schüler/innen zur Seite stehen, angeboten.

Am 7. Dezember 2017 wurde der erste Workshop dieser Veranstaltungsreihe von Anna Maria Gabalier, BEd MA (Schulmediation im LSR) und Wolfgang Gressel, BEd MA (Pädagogische Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule) zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ gestaltet.

Es nahmen insgesamt 43 Schüler/innen und 5 Lehrer/innen von drei verschiedenen Schulstandorten teil –  Ingeborg Bachmann Gymnasium, BG Tanzenberg und BG Porcia. Miteinander wurden die Grundlagen und unterschiedlichen Schritte der Gewaltfreien Kommunikation spielerisch erarbeitet, geübt und reflektiert. Zusätzlich konnten sich die Schüler/innen und Lehrer/innen miteinander vernetzen und voneinander erfahren, wie an ihren Schulstandorten helfend und unterstützend gearbeitet wird.

Der nächste Workshop findet am 18. Jänner 2018 ebenfalls wieder in den Räumlichkeiten des Landesschulrates statt und wird von den Mitarbeiter/innen des Mädchenzentrums zum Thema „Net Attack – Wenn dir das Internet blöd kommt! Wehr dich gegen Mobbing im Netz“ gestaltet. Wir freuen uns sehr über das rege Interesse an diesen Workshopangeboten und hoffen damit die wertvolle Arbeit der Schüler/innen und Pädagog/innen an den Schulstandorten vor Ort etwas unterstützen zu können.

Text: Anna Maria Gabalier, BEd MA

Fotos: BG Tanzenberg

Herfried-Berger-Preisverleihung erstmals in Hermagor

Anfang Dezember wurde Frau Mag. Sabrina Salcher aus Mauthen der Förderpreis des Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Gebiet der Geographie in memoriam Dr. Herfried Berger verliehen. Die feierliche Preisverleihung fand im Bundesschulzentrum Hermagor statt und wurde gesanglich vom Chor des Gymnasiums umrahmt. Im Anschluss an die Feier wurden alle Gäste vom Team der HLW mit regionalen Spezialitäten verwöhnt.

Die Begrüßung und Vorstellung des Fonds erfolgte durch Herrn Dr. Thomas Michor, Mitglied des Kuratoriums. Univ. Prof. Dr. Martin Seger würdigte das wissenschaftliche Wirken und die Persönlichkeit von Dr. Herfried Berger, der nicht nur in Hermagor aufgewachsen ist, sondern sich auch insbesondere mit der physischen Geographie des Gail-, Gitsch- und Lesachtales auseinandergesetzt und zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über die Region verfasst hat. Dr. Herfried Berger war zuletzt als Professor und als Inhaber des Lehrstuhles für Geographie an der Universität Regensburg tätig.

Der persönliche, schulische und bisherige berufliche Werdegang der Preisträgerin wurde von ihrem ehemaligen Geographielehrer Mag. Dr. Andreas Schuller dargelegt. Ihre bereits im Rahmen der Reifeprüfung 2008 verfasste Fachbereichsarbeit unter dem Titel „Das Eiskar – ein Gletscher schmilzt dahin“ fand bereits damals große Beachtung und wurde österreichweit mit dem 2. Platz aller geographischen Fachbereichsarbeiten in Wien ausgezeichnet.

Die anschließende Laudatio ihrer Diplomarbeit „Das Eiskar – Ein Portrait vom südlichsten Gletscher Österreichs und zugleich einzigen Gletscher der Karnischen Alpen“ erfolgte durch Herrn Prof. Dr. Peter Jordan, dessen familiäre und frühe schulische Wurzeln ebenfalls nach Hermagor reichen.

Der Laudatio folgte eine Präsentation der Diplomarbeit durch die Preisträgerin, die mit eindrucksvollen Bildern über die Erforschung und Entwicklung des Eiskar-Gletschers in Vergangenheit und Gegenwart referierte.

Der Höhepunkt der Veranstaltung, die Verleihung des Förderpreises, wurde durch Herrn Dr. Thomas Michor und Herrn Mag. DDr. Johann Flaschberger vorgenommen, der als Jugendfreund nochmals die Persönlichkeit und den Lebensweg Dr. Herfried Bergers hervorhob. Als Betreuer der Diplomarbeit und Gratulant schloss sich auch Herr Univ. Prof. Dr. Hanns Kerschner von der Universität Innsbruck an. Seitens der Stadtgemeinde Hermagor-Presseggersee überbrachte Vizebürgermeister DI Leopold Astner Grußworte und Glückwünsche.

Mit Dankesworten der Preisträgerin, Liedern des Borg-Chores, einem liebevoll gestalteten Buffet der HLW und geographischen Gesprächsrunden in gemütlichem Rahmen klang ein schöner und besonderer Abend aus.

Text&Foto: BORG Hermagor

Kärntner Lehrlinge vor den Vorhang geholt

Vom Tischler, Tapezierer, Kfz-Techniker oder Mechatroniker, über die Dachdecker, Hafner, Zimmerer, Platten- und Fliesenleger, bis hin zu den Bäckern, Konditoren, Fleischern, Floristen, Masseuren oder Fußpflegern – Kärntens Lehrlinge lieferten auch heuer wieder Top-Leistungen bei Landes- und Bundeslehrlingswettbewerben ab. Dafür wurden sie im Konzerthaus Klagenfurt vor den Vorhang geholt. Landeshauptmann Peter Kaiser überreichte ihnen gemeinsam mit Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner und dem Amtsführenden Landesschulratspräsidenten Rudolf Altersberger Urkunden.

„Bei dieser Veranstaltung geht es um was ganz besonderes: Wir wollen hier eure Leistungen würdigen, die uns sehr stolz machen“, richtete sich der Landeshauptmann an die anwesenden Jugendlichen. Er dankte auch den Ausbildnerinnen und Ausbildnern, Unternehmen, Berufsschulen, Pädagoginnen und Pädagogen. Kaiser verwies zudem darauf, dass Delegationen von der ganzen Welt nach Kärnten kommen, um sich unser duales Ausbildungssystem anzuschauen. „Und bei uns denken noch immer manche, dass man mit einer Lehre hinten nach ist – aber das Gegenteil ist der Fall“, betonte er. Schon jetzt und noch mehr in der Zukunft würden von den Betrieben in unserem Land gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. „Das heißt, dass junge Menschen mit Facharbeiter-Expertise besonders gute Chancen haben, sich beruflich selbst zu verwirklichen, Träume zu realisieren und gut entlohnt zu werden“, verdeutlichte Kaiser. Neben der klassischen Lehre biete da auch die Lehre mit Matura sehr erfolgsversprechende Perspektiven. Als Bildungsreferent meinte Kaiser, dass wir eine Durchlässigkeit des Bildungssystems brauchen. In diesem Sinne gelte es, die Lehre mit Matura weiter zu forcieren. Mit Freude teilte er mit, dass Kärnten bei den Absolventinnen und Absolventen der Lehre mit Matura österreichweit führt.

„Euch suchen wir“, rief Vizepräsidentin Gstättner den Lehrlingen zu. „Wir wollen euch für die Teilnahme an den EuroSkills 2020 in Graz begeistern“, sagte sie. Bei dieser Europameisterschaft der Berufe wolle Kärnten mit mindestens zehn bis 20 Lehrlingen dabei sein. Trainiert würden sie dafür in der Talenteakademie von WIFI und Wirtschaftskammer Kärnten. „Es gibt keinen Lehrberuf, den wir nicht trainieren können“, versicherte Gstättner.

Altersberger informierte kurz über die Lehre mit Matura, die gerade 750 Jugendliche in ganz Kärnten anstreben würden. „Sie ist ein Erfolgsmodell. Die Lehrlinge sind hoch motiviert, daran teilzunehmen, die Betriebe unterstützen es und dazu kommt die Qualität an den Schulen“, sagte er. Der Landesschulratspräsident konnte außerdem mitteilen, dass die Lehrlinge sehr gut bei der Zentralmatura abgeschnitten haben.

Für die musikalische Umrahmung der Lehrlingsausbildung sorgte der Chor vom BORG Auer von Welsbach im Althofen.

Text: LPD/ Markus Böhm
Foto: LPD/Bauer

Landesenquete: Wie Roboter das Leben behinderter Menschen verändern

Kärnten ist das einzige Bundesland, das eine jährliche Landesenquete – rund um den internationalen Tag für Menschen mit Behinderung am 3. Dezember – organisiert. Heuer fand dieser im Congress Center Villach statt mit einer Rekordbeteiligung von 500 Menschen. Für das spannende und vor allem brisante Thema „Menschen mit Behinderung und Robotics 4.0“ konnten als ReferentInnen internationale Kapazunder auf diesem Gebiet gewonnen werden. Veranstaltet wurde die Enquete, die das 9. Mal abgehalten wurde, von der Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung (Leitung Isabella Scheiflinger) in Kooperation mit Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner.

Wie Prettner betonte, stehe das Thema im Spannungsfeld von technischem Fortschritt und menschlicher Ethik. Roboter und Künstliche Intelligenz dürften den Menschen nicht ersetzen, vielmehr müssten Roboter Menschen ergänzen. „Technologischer Fortschritt muss Hand in Hand mit ethischen Ansprüchen gehen. Es ist kein Gegeneinander. Es ist ein Miteinander. Ich bin überzeugt: Fortschritt wird nur dann im wahrsten Sinne des Wortes für den Menschen fortschrittlich sein, wenn er den Menschen erfasst – in seinem So-Sein“, erklärte die Sozialreferentin.

Tatsächlich unterstrich der Schweizer Wissenschaftler Robert Riener genau diesen Aspekt – der Roboter als Ergänzung des Menschen – in seinem Referat mit anschaulichen Beispielen: Bei Therapien arbeiten Roboter und Therapeut in Kooperation: Der Roboter übernimmt die Kraft, der Mensch die Erfahrung, oder der Mensch übernimmt das Tun, der Roboter die Präzision. In der Pflege könnten auch Robotertiere zur Verwendung kommen – etwa als Alternative in Heimen, in denen keine Haustiere erlaubt seien. „Es gibt auch schon Armtherapieroboter und Laufbandroboter, die großartig eingesetzt werden können“, hob Riener hervor. „Es gibt auch Geräte zur Alltagsunterstützung und als Assistenz-Gerät.“

Genau die Frage der Pflegeassistenz – Chancen und Möglichkeiten – stand für Isabella Scheiflinger im Mittelpunkt der Diskussion. „Zwei Punkte sind mir dabei besonders wichtig – dass die Entscheidung über die gewählte Assistenzform bei den Menschen mit Behinderung bleibt und dass auch technische Formen der Assistenz leistbar sind, also allen Menschen mit Behinderung, die diese Art der Assistenz benötigen, gleichermaßen zur Verfügung stehen.“

„Wir werden jedoch auch sehr genau auf die mit dem technischen Fortschritt verbundenen Risiken hinschauen“, versprach Scheiflinger, die betonte, dass technische Hilfsmittel alleine den – für viele Menschen mit Behinderung sehr wichtigen – persönlichen Kontakt zu den Assistenten nicht ersetzen können.

Auch für Wissenschaftler Riener stand fest: „Wenn wir uns nach der Definition eines Roboters halten – ein Roboter ist eine Maschine, die sich mit dem Menschen verbindet – holen wir das Beste für den Menschen heraus..“

Text&Foto: Büro LHStv.in Prettner

BHAK Villach gewann EM-Goldmedaille

Im Rahmen des Youth Start European Entrepreneuship Award vom 23. bis zum 25. November 2017 in Sofia haben die Schülerinnen Laura Matitz und Ana Pranjić (Betreuerin Prof. Mag. Hannelore Frühwirth) aus der BHAK Villach die Goldmedaille gewonnen und dürfen sich nun als Europameisterinnen im Businessplanwettbewerb „Realer Markt“ bezeichnen.

Siegerteams aus 10 Ländern (Albanien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Irland, Luxemburg, Slowenien, Spanien, Ungarn und Österreich) präsentierten auf Englisch ihre Geschäftsideen und stellten sich anschließend den Fragen der Jurymitglieder. Mit der Geschäftsidee „Snackfarm“ überzeugten Laura und Ana die Jury. Sie wollen in einem Geschäft saisonale Produkte der heimischen Bauern anbieten. Dadurch sollen den Landwirten nicht nur faire Preise ermöglicht werden, sondern ernährungsbewussten Menschen wird eine gesunde Ernährung mit Produkten ohne zusätzlichen Chemikalien und Pestiziden angeboten. Geplant ist auch ein Lieferservice für MitarbeiterInnen in Unternehmen. Damit wird auch der Umweltschutz gestärkt und der CO2 Fußabdruck verringert. Die bestens organisierte Veranstaltung ermöglichte nicht nur das Kennenlernen anderer Kulturen, ein intensives Netzwerken oder die Bewältigung einer Wettbewerbssituation.

Im Rahmen des Entrepreneurship Summits 2017 wurden Ana und Laura als „youth greenstars 2017“ von Österreich ausgezeichnet. Dieser Summit (www.ifte.at) ist die Hauptveranstaltung der Global Entrepreneurship Week in Österreich und verknüpft Nachhaltigkeit mit Entrepreneurship. Die „Eintrittskarte“ für die Teilnahme an diesen Wettbewerben war das Gewinnen des Bank Austria Businessplanwettbewerbes in Kärnten.

Herzlichen Dank gebührt Prof. Mag. Johannes Lindner, u.a. Leiter und Gründer von ifte, der den Summit und die Teilnahme an dem Wettbewerb nicht nur perfekt organisiert, sondern auch
motivierend und unterstützend zur Seite gestanden ist!

Text&Foto: Prof. Mag. Hannelore Frühwirth

HAK 1 International Klagenfurt als Microsoft Showcase Schule und MOS/MTA Prüfungsstandort

Vor kurzem wurde die HAK 1 International Klagenfurt als einzige Handelsakademie Kärntens und nur eine von insgesamt sechs österreichischen Schulen in den äußerst exklusiven Kreis der Microsoft Showcase Schulen aufgenommen. Diese weltweit nur rund 500 Schulen haben es sich zum Ziel gesetzt, sich für den digitalen Wandel in Schulen einzusetzen. Im Mittelpunkt steht der Wunsch, Lehren und Lernen ohne Grenzen zu ermöglichen und Jugendliche zum selbstbestimmten und sozialen Umgang mit Informationstechnologie zu führen. Durch bestens ausgebildetes Lehrpersonal (so hat die HAK1 mit DI Martin Debenjak und Mag. Arno Kleinbichler zwei von Microsoft zertifizierte Trainer im eigenen Haus) und mit Hilfe modernster Hard- und Software sollen die Schülerinnen und Schüler zu lebenslangem Lernen motiviert und Impulse für deren individuelle Entwicklung von Fähigkeiten gegeben werden. Die vielen Initiativen im Bereich e-Learning und „Lernen mit modernen Medien“ haben der Schule diese Auszeichnung eingebracht.

Des Weiteren ist die HAK1 International Klagenfurt ab sofort Prüfungsstandort für Microsoft Office Specialist (MOS) und Technology Associate (MTA) Zertifizierungen. Mit MOS- und MTA-Zertifizierungen erlangen die Schülerinnen und Schüler der HAK1 International Klagenfurt weltweit standardisierte, hoch anerkannte Herstellerzertifizierungen, die ideal auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes abgestimmt sind und die den Einstieg in das Berufsleben nachhaltig erleichtern.

Text&Foto: HAK 1 International Klagenfurt

Geballte Bildungskompetenz unter einem Dach

Die geballte Bildungskompetenz gastierte von 23. bis 25. November im Messezentrum Salzburg. Dort waren die Interpädagogica West, die Berufsinfomesse (BIM) sowie die Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung (BeSt³) unter einem Messedach vereint. Als Informationsplattform für Pädagogen, Entscheidungsträger und Bildungsinteressierte zeigte die von Reed Exhibitions organisierte Interpädagogica WEST mit 217 Ausstellern die Themenbereiche Lehr- und Lehrmittel; IT und digitale Medien; Ernährung, Raumkonzepte und Bewegung; Reisen, Natur und Kultur. Dazu gab es ein Fachprogramm mit rund 160 Diskussionen, Workshops sowie Side Events, wie es sie in dieser Dichte bei der Interpädagogica noch nie gegeben hat. Die Schwerpunkte der heurigen Messe lauteten Digitalisierung und digitale Bildung, Stärkenorientierung und Elementarpädagogik.

Der Landesschulrat für Kärnten war mit einem Infostand vor Ort, der von Anna Gabalier, M.A., Mag. Josef Pötsch und Mag. Julia Delbello hervorragend betreut wurde. Zur Eröffnung statteten der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger, LSR- Direktor Dr. Peter Wieser sowie Mag. Claudia Korentschnig der größten Bildungsmesse einen Besuch ab und staunten über das umfangreiche und vielfältige Schulangebot in den einzelnen Hallen. AP Rudolf Altersberger stellte sich im Bildungstalk gemeinsam mit dem Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates von Salzburg, Johannes Plötzeneder und Rektorin der Pädagogischen Hochschule Salzburgs, Dr. Elfriede Windischbauer den Fragen des Moderators zur digitalen Bildung.

Da die Digitalisierung Leitthema der diesjährigen Interpädagogica WEST  ist, veranstaltet das Bundesministerium für Bildung die eEducation-Fachtagung erstmals im Rahmen dieser Bildungsfachmesse. Die eEducation-Fachtagung richtet sich an Pädagogen, welche die digitale Schulentwicklung am eigenen Schulstandort begleiten und umsetzen. Bei der eEducation-Fachtagung werden in Vorträgen und Praxisworkshops aktuelle Themen zum Technologieeinsatz im Unterricht bearbeitet. Dabei erfahren und erleben Lehrkräfte, wie man digitale Medien sinnvoll in den eigenen Unterricht einbauen kann, sodass für Schülerinnen und Schüler ein pädagogischer Mehrwert entsteht. Über 1.600 Schulen, die digitale Medien im Unterricht einsetzen und die digitale Schulentwicklung aktiv vorantreiben, haben sich im eEducation-Austria-Netzwerk zusammengeschlossen.

Auf der Interpädagogica WEST konnte ein digitales Musterklassenzimmers besichtigt werden, ein realitätsnahes Beispiel eines digitalisierten Klassenzimmers. Eingebaut ist ein Komplettsystem, dazu gehören Möbel ebenso wie Netzwerk (Internetanschluss, LAN und WLAN), Server, Endgeräte, Präsentationsgeräte bis hin zu Dokumentenkameras oder Druckern.

Zeitgleich zur Interpädagogica WEST fand die 3. Elementarpädagogische Fachtagung statt. Diese veranstaltete der Fachverlag „Unsere Kinder“ gemeinsam mit dem Zentrum für Kindergartenpädagogik des Landes Salzburg.

Text: Medienservice Reed Exhibitions Messe Salzburg, LSR/kore

Fotos: LSR/kore

 

Hocheffizente neue Photovoltaik-Anlage am Dach der HTL1 Lastenstraße

Seit erstem Juli 2017 ist die 59,94 kWp große Photovoltaik-Anlage am Dach des Werkstättentrakts der HTL1 Lastenstraße in Betrieb. In den ersten vier Monaten konnten 23277 kWh sauberer Strom erzeugt werden. Die Eigenverbrauchsquote liegt derzeit bei 88 %.

Die Schule arbeitet dafür mit einem niederländischen Unternehmen für autarke und erneuerbare Energie- und Speichersysteme zusammen. Die effiziente Speicherung dieser grünen Energie wird garantiert und für eine noch höhere Eigenverbrauchsquote gesorgt. Den Schülerinnen und Schülern der HTL 1 Lastenstraße wird durch diese Kooperation ermöglicht, Nachhaltigkeit und Energieeffizenz an Geräten zu studieren, welche dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Text&Foto: HTL 1

Zertifikate an ÖKOLOG-Schulen

ÖKOLOG ist das Basis-Programm des Unterrichtsministeriums zur Umweltbildung als Beitrag zur Bildung für Nachhaltigkeit und Schulentwicklung an österreichischen Schulen. In der HTL 1 Lastenstraße in Klagenfurt wurden von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Umweltreferent LR Rolf Holub und Amtsführenden Präsident Rudolf Altersberger die Zertifikate an Kärntner ÖKOLOG-Schulen übergeben.

„Oikos war im antiken Griechenland die Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft, die Begriffe Ökonomie und Ökologie sind davon abgeleitet“, sagte der Landeshauptmann und betonte, wie wichtig es sei, dass Bewusstsein bereits in der Schule geprägt werde, denn man könne damit nicht früh genug beginnen. „Die Themenbereiche Gesundheit, Umwelt-, Natur-und Klimaschutz finden in unseren Schulen immer mehr Beachtung. Das zeigt sich bei engagierten Unterrichtsprojekten, die vor allem das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen.“ Kärnten habe im Bereich Nachhaltigkeit eine positive Vorreiterrolle, aber man stehe trotzdem erst am Anfang. „Vor immer schneller werdenden und in kurzen Abständen neue innovative Bereiche erschließenden Entwicklungen ist es wichtig, dass wir die Richtung vorzeigen und Orientierung geben“, betonte der Landeshauptmann. In der Schule seien diese so wichtigen Schritte grundzulegen. „Ich bitte Sie auf diesem Weg weiter zu gehen und danke dafür sehr herzlich“, sagte der Bildungsreferent.

Umweltreferent Holub wies darauf hin, dass Kärnten in Europa den größten Anteil an erneuerbarer Energie vorweisen könne. „Mit dem neuen Biomasse Heizkraftwerk in Klagenfurt wird ein Quantensprung vollzogen. Es sichert langfristig die Versorgung von zehntausenden Haushalten mit Fernwärme und trägt zu 37 Prozent zur CO2 Reduktion in der Stadt bei.“ In zwei bis drei Jahren soll auch der gesamte Bahnverkehr elektrisch sein. „Wir werden den Klimawandel nicht mehr stoppen können, aber wir werden uns anpassen müssen“, so Holub.

Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger dankte allen Schulen für die Teilnahme am ÖKOLOG-Projekt und verwies auf die neuen Mitglieder seit dem Schuljahr 2017/18: HTL 1 Lastenstraße, Zweisprachige BHAK, BRG Viktring, Praxisschule Verbundmodell, Neue Mittelschule Campus Hubertusstraße, VS 11 Maria Gail, VS Hohenthurn und VS Sattendorf.

Der Klagenfurter Umweltstadtrat Frank Frey lobte die HTL 1 als eine Schule, an der permanent an neuen Technologien geforscht werde. Michael Archer, Direktor der HTL 1 Lastenstraße berichtete über die vielen innovativen Projekte der Schule im Rahmen des EnergieMasterplans der HTL 1. Für die musikalische Umrahmung sorgten „Faisalamanda“.

In Kärnten gibt es folgende 50 ÖKOLOG-Schulen:

VS 23 Wölfnitz, NMS Nötsch, VS Maria Rojach, VS Fresach, VS Dellach, VS Pusarnitz, VS Kötschach-Mauthen, VS Villach 9 –Fellach, VS Spittal –West, VS Möllbrücke, VS St. Georgen am Längsee, VS St. Veit, VS Irschen, VS St. Andrä, VS Klein St. Veit, VS Molzbichl, VS Sattendorf, VS Obermillstatt, VS Keutschach, VS Maria Gail, VS Keutschach, VS Hohenturn, VS Ponfeld, VS Seeboden, VS Sörg, VS Trebesing, NMS 2 Spittal, NMS Winklern, NMS Völkermarkt, NMS Wölfnitz, NMMS Seeboden, LFS Litzelhof, HBLA Pitzelstätten, Zweisprachige HAK Klagenfurt, HTL1 Lastenstraße, HLW Spittal, PH Kärnten, SMS Lind, NMMS Gmünd, NMS Gegendtal, NMS Lurnfeld, SfS Seebach, Praxisschule NMS, PTS Spittal/Drau, LFS Drauhofen, BG/BRG St. Veit, BRG Viktring, FBS Völkermarkt, VS St. Stefan und VS Rangersdorf. Das Zertifikat für zehn Jahre engagierte Mitgliedschaft erhielten VS Maria Rojach, Regenbogenschule VS 9 Fellach, VS Klein St. Veit und Nationalpark Mittelschule Winklern.

Oberstes Ziel von ÖKOLOG ist es, die Umweltbildung im Schulprogramm zu verankern sowie diese Schritt für Schritt anhand von konkreten Themen wie Wasser, Abfall, Energie, Schulgelände, Gesundheit, Klima, Partizipation usw. sichtbar zu machen und bei den SchülerInnen ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Der Beginn von Umweltbildung im Volksschulalter fördert ein selbstverständliches Umweltbewusstsein bei den Kindern bereits in jungem Alter. ÖKOLOG-Schulen bekennen sich zur ökologisch und nachhaltig orientierten Schulentwicklung. Sie haben das Ziel, Themen der Umweltbildung innerhalb von drei Jahren in ihrem Schulprogramm zu verankern. Die Schulen evaluieren ihre Aktivitäten und arbeiten kontinuierlich an Qualitätssicherung und -verbesserung. Das soll zur einer ökologischen Alltagskultur führen. Jährlich muss ein Jahresbericht, über das positive Absolvieren der gesetzten ÖKOLOG-Ziele, eingereicht werden, damit die ÖKOLOG-Urkunde verliehen werden kann. 520 Institutionen sind bereits österreichweit im ÖKOLOG-Programm aktiv.

Weitere Fotos (LSR/kore) der Urkundenverleihung finden Sie hier:

Fotos Urkundenverleihung

Text: LPD/ Ulli Sternig
Fotos: LSR/kore

Neue Aktion „Mach dich sichtbar!“

Der beginnende Winter ist die gefährlichste Zeit für Fußgänger, denn gerade in der dunklen Jahreszeit gilt: Sichtbarkeit = Sicherheit. Deshalb startete Verkehrssicherheitsreferent LR Gernot Darmann gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) die Aktion „Mach dich sichtbar!“ mit einer Pressekonferenz in der Schule St. Ursula in Klagenfurt. Mit dieser Aktion im Rahmen der Initiative „Sicheres Kärnten“ sollen die Kärntnerinnen und Kärntner dazu angeregt werden, bei der Kleiderwahl in der dunklen Jahreszeit den Faktor Sichtbarkeit mit zu bedenken.

Um das Sicherheitsrisiko von dunkler Bekleidung zu veranschaulichen, wurde zum Start der Aktion im Rahmen eines Workshops von SchülerInnen der Ursulinenschule in Klagenfurt „Sichtbarkeits-Kleidung“ hergestellt. Die Kinder und Jugendlichen präsentierten die Bekleidung im Rahmen einer eindrucksvollen Modeschau. „Durch das Tragen von sichtbarer, heller Kleidung und Reflektoren kann das Unfallrisiko um fast 50 Prozent reduziert werden. Deshalb verteilen wir gemeinsam mit unseren Partnern in den nächsten Wochen und Monaten Reflektoren vor allem an Risikogruppen wie Kinder, Jugendliche und Senioren“, erklärte Darmann.

Ziel der Aktion „Mach dich sichtbar!“ sei es, kärntenweit auf die Problematik von Sichtbarkeit im Herbst und Winter im Straßenverkehr aufmerksam zu machen, denn die dunkle Jahreszeit sei für Fußgänger lebensgefährlich, so Darmann. „Wir freuen uns sehr, dass wir Gigasport als neuen Partner der Initiative ‚Sicheres Kärnten‘ begrüßen dürfen. Gigasport wird uns zum einen dabei unterstützen, die Risikozielgruppen mit Reflektoren auszustatten und zum anderen rund 150 reflektierende Artikel über die Website www.sicheres-kaernten.at anbieten. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit diesen Mitteln reflektierende Mode und Accessoires salonfähig machen können und sich dadurch viele folgenschwere Unfälle in Kärntens Gemeinden vermeiden lassen. Deshalb setzen wir ganz gezielt auf bewusstseinsbildende Maßnahmen“, betonte der Verkehrssicherheitsreferent.

„Das Thema Sichtbarkeit im Straßenverkehr betrifft jeden Einzelnen. Denn jeder von uns ist als Fußgänger auf den Straßen unterwegs und ist somit bei schlechter Sicht einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt. Deshalb setzen wir bei den Jüngsten gemeinsam mit dem Land Kärnten auch auf Verteilungsaktionen von reflektierenden Accessoires wie etwa auf Klack-Armbänder oder Rucksack-Überzüge“, erklärte KFV-Expertin Sabine Kaulich.

„Eine aktuelle Erhebung des KFV zeigt, dass rund 39 Prozent der Kinder weder helle Kleidung noch Reflektoren tragen, Warnwesten werden nur von etwa vier Prozent der Kinder verwendet. Und: je älter ein Kind wird, desto weniger ist es mit Reflektoren & Co ausgestattet. Im Erwachsenenalter sinkt die Bereitschaft, sich sichtbar zu kleiden, weiter ab. 72 Prozent der Personen zwischen 25 und 64 Jahren tragen weder gut sichtbare Kleidung noch Reflektoren. Häufige Gründe für den Verzicht auf gut sichtbare Kleidung sind modische Aspekte und Eitelkeit“, so Kaulich. Gerade in der dunklen Jahreszeit sollte jeder Einzelne bei der Kleiderwahl allerdings bewusst auf eine gute Sichtbarkeit achten. Gut sichtbare Kleidung und modische Aspekte würden sich nicht ausschließen.

Gernot Ortoff von der Kastner & Öhler Service GmbH erklärte, dass man sich seitens Gigasport freue, auch einen Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit in Kärnten leisten zu können und Partner der Initiative „Sicheres Kärnten“ zu sein. Der Schulleiter der Ursulinen, Reinhard Blaschitz, dankte Darmann im Namen aller Pädagogen in Kärnten für die sympathische Aktion zur Steigerung der Verkehrssicherheit und vor allem für die Einbindung der SchülerInnen im Rahmen der Modeschau. Der Landesrat dankte dem anwesenden Landesschulratspräsidenten Rudolf Altersberger, Schuldirektor Reinhard Blaschitz sowie der Obfrau des Elternvereins Helga Auer-Kletzmayr und allen Schülerinnen und Schülern für die tatkräftige Unterstützung der neuen Aktion.

Tipps der Aktion „Mach dich sichtbar!“ für die dunkle Jahreszeit:

Die Kleidung von Kindern aber auch Erwachsenen soll so hell wie möglich sein.
Schultaschen und Rucksäcke sollen auffällige, helle Farben haben und mit reflektierenden Elementen ausgestattet sein.
Reflexmaterialien sollen in der Höhe des Streuwinkels des Abblendlichtes getragen werden. Bei Kindern sollte der ganze Körper, von den Schuhen bis zum Oberkörper, reflektierende Elemente aufweisen.
Reflektoren sollen rundum strahlen, um Fußgänger auch seitlich sichtbar zu machen.
Reflektierende Kleidung alleine nützt nichts, wenn man sich nicht sicherheitsbewusst verhält. Fußgänger sollen daher immer Blickkontakt mit dem Autofahrer halten.
Fahrzeuglenker sollen insbesondere nach Einbruch der Dämmerung insbesondere innerorts mit erhöhter Aufmerksamkeit und angepasster Geschwindigkeit fahren.
Wenn Fußgänger eine Straße queren, soll das insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit nur an gesicherten Stellen geschehen. Ampelanlagen, Schutzwege, Über- und Unterführungen bieten zumindest ein Mindestmaß an Sicherheit.

Text: Aichbichler/Böhm
Foto: Büro LR Darmann