Beeindruckender Schulsportbericht 2017/18

Sportlich im wahrsten Sinne des Wortes ging im Spiegelsaal des Amtes der Kärntner Landesregierung im Rahmen einer kombinierten Feierstunde zu. Landessportdirektor Arno Arthofer, in Vertretung von Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, präsentierte mit den scheidenden Schulsportkoordinatoren, Walter Pressinger und Christian Gfrerer, den 132 Seiten umfassenden Schulsportbericht 2017/2018. Die beiden scheidenden Schulsportkoordinatoren erhielten von Landesrat Daniel Fellner, in Vertretung von Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, das Ehrenzeichen des Landes Kärnten überreicht. Das erfolgreiche Fußball-Schülerliga Team des BG/BRG/SRG Klagenfurt Lerchenfeld mit Headcoach Pressinger und den Betreuern Thomas Lerchster und Hannes Schusser wurde für den Schülerliga-Bundestitel 2018 mit Trainingsanzügen und Urkunden geehrt.

„Schulsport ist cool. Kärnten ist gemessen an den EinwohnerInnen und SchülerInnen die Nummer eins im Schulsport, betonte Arthofer. Alle Schulsportveranstaltungen seien seit Jahren top organisiert und alle Verantwortlichen würden großartige Arbeit leisten. Der Landessportdirektor hob auch gesellschaftspolitische und gesundheitsfördernde Bedeutung des Sports hervor. „Laut einer BSO-Studie nimmt Kärnten den dritten Platz bei Sportvereinsmitgliedern ein. 160.000 Menschen sind aktiv tätig. Beim Schulsport und bei den Schulsportangeboten sind wird die Nummer 1“, so Arthofer.

Dass dem Schulsport auch in Zukunft der entsprechende Raum eingeräumt werde, sei ein Ziel aller Sportverantwortlichen. Die Aktion ‚Sportverein und Schule‘ wird weiter gestärkt und die Sportstätteninfrastruktur soll noch besser nutzbar gemacht werden.

Pressinger berichtete, dass es den Schulsportbericht seit dem Jahr 2003 gäbe. „Er ist der 16. Bericht und er ist ein wichtiges Dokument über die Schulsportwettkämpfe und die zahlreichen Breitensport- Initiativen. Er kann auch digital abgerufen werden“, sagte Pressinger. Top sind auch die Teilnehmerzahlen an den Schulwettkämpfen. 34,86 Prozent aller Schülerinnen und Schüler nehmen daran teil. Damit rangiert Kärnten auf Platz eins vor Salzburg (24,32 Prozent) und dem Burgenland (22,65 Prozent).

Sehen lassen kann sich auch die Wettkampfstatistik im Jahr 2017/18. Insgesamt gab es 45 Landesmeisterschaften und eine Bundesmeisterschaft (Fußball-Schülerliga). An ihr nahmen 32.899 Schüler teil. Zu Bundesmeisterschaften gab es 22 Entsendungen. Gut angenommen wurden auch die breitensportlichen Aktionen wie die Sicherheitstage-Erlebnistage im Schnee für Volksschulen, der Volleyball Tag, der Antenne SchulGolfTag, der Schul-Skitag und Volksschule in Bewegung.

Erfolgreich schlugen sich Kärntens Schulen auch bei den Bundesmeisterschaften, wo Kärnten sieben Bundessieger im vergangenen Schuljahr gestellt hat. Neben dem Sieg des BG/BRG/SRG Klagenfurt Lerchenfeld in der Fußball-Schülerliga gab es zwei Titel im Rudern (Doppelvierer männlich und weiblich) durch das BG Perau/NMS Landskron bzw. das Alpe-Adria- Gymnasium Völkermarkt und im Cross Country durch das BRG BORG Klagenfurt und die NMS Kötschach. Bundessieger in der Golf Oberstufe wurde das Ingeborg Bachmann Gymnasium aus Klagenfurt.

Lobende Worte zum Schulsportbericht gab es von Bildungsdirektor Robert Klinglmair, der den hohen Stellenwert des Sports speziell im sozialen Bereich aber auch im Wirtschaftsbereich hervorhob. „Auch in der neuen Bildungsdirektion wird es die bisherige gute Kooperation im Schulsport mit den Schulen geben“, teilte der Bildungsdirektor mit.

Hannes Wolf, Fachinspektor für Bewegung und Sport, brach ebenfalls eine Lanze für den Schulsport. „Unser Ziel muss es sein, in den Schulen einen gesunden Mittelbau im Bewegungsbereich zu etablieren. Mit dem Schulsport und einer gesunden und aktiven Lebensweise wollen wir das erreichen“, so der Fachinspektor.

Vorgestellt wurde auch das neue Schulsportkoordinatoren-Team mit Manuel Oraze (Abteilung 6, Schulsportkoordination, BG/BRG für Slowenen, Zweisprachige Bundeshandelsakademie Klagenfurt), Christoph Hölzl (NMS Klagenfurt 10), und Bernt Lex (Sportmittelschule 2 Villach Lind). Allen drei ist bewusst, dass die Latte nach Pressingers und Gfrerers Abgang hoch liegt und der Schulsport ein Marathon sei. „Wir sind heiß auf die Aufgabe und wir wollen das hohe Niveau halten“, war sich das Trio einig.

I N F O: Der Schulsportbericht 2017/2018 kann unter http://www.schulsport-kaernten.at/index.php?id=10 heruntergeladen werden.

Text: LPD/Michael Zeitlinger
Foto: LPD Kärnten/fritz press

Junge KünstlerInnen begeisterten beim ÖBB Malwettbewerb

Im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE 2018 präsentierten die ÖBB als Initiator, Präsentator und Sponsor gemeinsam mit dem Klimabündnis Kärnten, dem Land Kärnten und dem Landesschulrat für Kärnten am Hauptbahnhof Klagenfurt die Siegerinnen und Sieger des ÖBB-Malwettbewerb 2017/18. Die prämierten Zeichnungen werden einen Monat lang in der S-Bahn ausgestellt und zu bewundern sein.

„Mit dem Zug ist man nicht nur bequem und schnell am Ziel, sondern wir schützen damit auch so nebenbei das Weltklima!“, so das Resümee von Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair bei der Siegerehrung zum diesjährigen Malwettbewerb der ÖBB.

„In unseren Schulen wird den klimaschonenden Lebensstilen ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. Mit großem Engagement und viel Kreativität wird seitens der Lehrerschaft mit den Schülerinnen und Schülern zu den wichtigsten Fragestellungen unserer Zeit gearbeitet. Technische Lösungen gibt es viele, aber damit sie angenommen werden, müssen emotionale Bindungen geschaffen werden. Hier setzen Kunst und Kultur an. Wir sind immer wieder sehr erstaunt über die kreativen Potentiale und die vielen originellen Ideen, die bei den jungen Künstlerinnen und Künstlern beim ÖBB Malwettbewerb freigesetzt werden,“ erklärt der Bildungsdirektor erfreut.

Ergebnisse des ÖBB Malwettbewerbes 2017/2018

S-Bahn: „Kärnten kommt besser an“

Einzelwertung SchülerInnen Schule
1.  Platz Christina Rukavina BG Tanzenberg
2. Platz Elias Uitz NMS Brückl, Expositur Klein St. Paul
3. Platz Magdalena Zelloth BG Tanzenberg
4. Platz „Anerkennung“ Angela Moldvay BG Tanzenberg
Gruppenwertung SchülerInnen Schule
1.  Platz Time Out Gruppe NMS Treffen
2. Platz Roxane Seunig, Sophie Thausing, Tabea Slavav RG-ORG St. Ursula
3. Platz Nina Marianne Lauhard NMS Brückl, Expositur Klein St. Paul
4. Platz   „Sicherheit“ Enya Stefaner RG-ORG St. Ursula

„Mobil zu sein, macht einen wesentlichen Teil unsere Leben aus. Jugendlichen so rasch als möglich die Vorzüge des öffentlichen Verkehrs nahe zu bringen, ist daher eine wichtige Aufgabe, um die Mobilität der Zukunft zu verändern,“ bringt es Reinhard Wallner, der Regionalmanager des ÖBB-Personenverkehrs in Kärnten auf den Punkt: „Im Zuge des Malwettbewerbs, den wir gemeinsam mit dem Klimabündnis, Land Kärnten und dem Landesschulrat Kärnten veranstalten, setzen sich die Jugendlichen auf kreative Weise mit dem Thema „Mobilität-Öffentlicher Verkehr“ auseinander.

Das Mitmachen hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Neben einer Urkunde stellten die ÖBB großzügige Preise zur Verfügung.

Einzelwertung:

  1. Preis – Bahnfahrt für 2 Erwachsen und 2 Kinder von Kärnten nach Innsbruck und ein RTA Kombiticket+ (Swarovski Kristallwelten inkl. Busshuttle • kristallwelten.swarovski.com)
  2. Preis – Buchgutschein im Wert von 7 150,-
  3. Preis – Kinogutschein im Wert von 7 100,-

Gruppenwertung:

  1. Preis – Zugfahrt für eine Schulklasse nach Mallnitz-Obervellach inkl. Rangerführung im Nationalpark Hohe Tauern
  2. Preis – Zugfahrt für eine Schulklasse nach St. Veit a.d. Glan inkl. Eintritt und Führung im Verkehrsmuseum St. Veit
  3. Preis – Zugfahrt für eine Schulklasse nach Warmbad Villach und Rangerführung im Naturpark Dobratsch

Aufgrund der vielen kreativen Einreichungen gab es zusätzlich einen Anerkennungspreis in Form eines Buchgutscheins für den 4. Platz.

 

Text: Mag. Gerlinde Duller

Fotos: Günter Krammer

Go Green – Bildung für Nachhaltige Entwicklung – „Die nachhaltige Schule“

Im Rahmen der Herbstmesse Klagenfurt nutzten Pädagoginnen und Pädagogen, zahlreiche interessierte Eltern und Großeltern sowie junge Studierende in der Halle der Nachhaltigkeit die Möglichkeit, sich über das aktuelle Angebot in den und für die „nachhaltigen Schulen“ (ÖKOLOG-, Umweltzeichen-, Klimabündnis- Schulen,…) zu informieren.

Dabei konnten sie in Beratungsgesprächen viele Anregungen und zusätzlich auch praxisnahe Unterrichtsmaterialen für eine gemeinsame intensive Beschäftigung mit Kindern zu all den wichtigen und uns alle betreffenden Themengebiete kennenlernen und mit nach Hause nehmen.

Beim „get to gether“ auf der Go Green-Bühne dankte Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair allen Schul-Akteuren und Schulpartnern für das großartige Engagement und die wichtige und erfolgreiche Kooperation. Er hob die Bedeutung und Notwendigkeit der Beschäftigung mit Umweltthemen von der Elementarpädagogik an bis zum Hochschulabschluss hervor, wies aber auch darauf hin, dass im Elternhaus der wichtigste Grundstein für ein natur- umwelt-und ressourcengerechtes, faires Verhalten und Handeln gelegt werden muss.

Landesrätin Mag.a Sara Schaar schaute mit ihrem Team am Samstag ebenfalls beim Stand der „Nachhaltigen Schule“ vorbei, um die ausgestellten Objekte und Plakate zu besichtigen und sich mit uns über die aktuellsten Projekte und Maßnahmen zu unterhalten.

Wie intensiv sich bereits die Schülerinnen und Schüler der Volksschule mit dem Thema „nachhaltige Entwicklung“ im Unterricht beschäftigen, konnte zum Beispiel mit den kreativen Plakaten der VS Fellach 9 (Fair Trade-Schule) nachgewiesen werden. Die Bereiche Natur, Umwelt, Klima, Wasser, Ernährung, Gesundheit, Energie- und Mobilität,… stehen bei all unseren Schulen am Plan, bei einigen sogar im Entwicklungsplan SQA.

Wir freuen uns darüber, zukünftig weitere Schulen mit dem Gütesiegel „ÖKOLOG-Schule“ auszeichnen zu können.

Text: Mag. Gerlinde Duller

Fotos: Günter Krammer, Immanuel Safrin

 

Baustart in die Zukunft der Waldorfschule Klagenfurt

1979, vor bald 40 Jahren, wurde die Waldorfschule Klagenfurt als dritte österreichische Waldorfschule mit nur einer Schulklasse gegründet. Sie ist, wie die fünfzehn anderen Waldorfschulen in Österreich, eine staatlich anerkannte Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht. Knapp 200 SchülerInnen besuchen die 12 Klassen und werden von 29 LehrerInnen unterrichtet.

Die Gründungsklasse mit neun Mädchen und einem Buben wurde zuerst im Kindergartengebäude in der Linsengasse unterrichtet, wo der Waldorfkindergarten heute immer noch untergebracht ist. Zwei Jahre später mussten zwei der mittlerweile drei Klassen in ein leerstehendes Gebäude in der Waidmannsdorfer Straße ausweichen. Ein weiteres Jahr später bezog die Schule, die inzwischen sechs Klassen hatte, in das jetzige Haus am Lendkanal. Die rasch steigenden Schüler- und Klassenzahlen machten bald mehr Raum erforderlich, weshalb drei Jahre später im Schulgarten ein behelfsmäßiger Holzzubau errichtet wurde. Und irgendwann ein zweiter. Die als Provisorien gedachten Baracken wurden aus Geldmangel zur Dauerlösung, das weitere Wachstum zunehmend durch die Enge und den Verfall der Gebäude erschwert.

Diese bittere Einschränkung für SchülerInnen und LehrerInnen hat nun endlich ein Ende! Der jahrzehntelang gehegte Traum einer auch in baulicher Hinsicht zukunftsweisenden Schule kann nun Gestalt annehmen: Die alte Bretterbude wird abgerissen, dafür in wenigen Wochen ein langlebiger, ökozertifizierter Neubau aus Holzmodulen errichtet. Der Neubau im Südteil des Gartens bietet vier Klassen, einer Schulbibliothek, einer Teeküche und einem großzügigen Raum für die Nachmittagsbetreuung Platz. Bei der Planung standen Funktionalität, ökologische Bauweise und Wohlbefinden im Vordergrund: Ein lichtdurchfluteter Lern- und Lebensraum, der Begegnung, Kreativität und Entfaltung fördert.

Der Zubau wird von Stadt, Land und Bund gefördert. Bei der Baustartfeier waren neben Bildungsdirektor Robert Klinglmair auch Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer und Stadtrat Franz Petritz anwesend. Im Frühjahr 2019 soll nach erfolgreichem Zubau eine große Feier anlässlich des 40-jährigen Schuljubiläums veranstaltet werden.

 

Text: Waldorfschule Klagenfurt

Fotos: Patrick Connor Klopf/bluepepper.mediendesign

Auftaktkonferenz für das Schul- und Kindergartenjahr 2018/2019

Im Hörsaal A der Alpen Adria-Universität Klagenfurt (AAU) fand auf Einladung von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Kärntens Bildungsdirektor Robert Klinglmair die Auftaktkonferenz für das Schul- und Kindergartenjahr 2018/19 statt. An ihr nahmen Leiter von Schulen und Kindergärten aus ganz Kärnten teil und die Verantwortlichen der Schul- und Kindergartenaufsicht. Der Jahresleitsatz für das heurige Schuljahr lautet: „Schulautonomie“. Geehrt wurden im Rahmen der Konferenz auch jene Kärntnerinnen, die bei der heurigen Erdwissenschafts-Olympiade (IESO) in Thailand Edelmetall gewannen.

Der Landeshauptmann gab bekannt, dass es im Schulbereich ebenso wie im elementarpädagogischen Bereich im heurigen Schuljahr wieder eine Reihe von Neuerungen geben werde. „Alle Schultypen ebenso wie die Kindergärten sind wichtig. Bildung beginnt im Kindergarten und endet niemals. Der Bildungsbereich gewinnt subjektiv und objektiv immer mehr an Bedeutung und die Bündelung aller Bildungsagenden in einem Referat hat bereits Vorteile gebracht“, stellte er an den Beginn seiner Ausführungen.

Unmissverständlich legte er auch dar, dass für ihn jedes Kind im Bildungsbereich gleich viel wert sei und präzisierte dies: „Die Gesellschaft hat dann Zukunft, wenn sie in die Bildung investiert. Ein Bildungseuro bringt das fünfzehn- bis sechszehnfache an Ertrag. Vom Kärntner Gesamtbudget in der Höhe von 2,5 Milliarden Euro fließen 23 Prozent in den Bildungsbereich“, so Kaiser.

Als wichtige Maßnahme im kommenden Jahr wird die Umsetzung des neuen Schulstandortekonzepts sein, welches die weitere Schaffung von Bildungszentren vorsieht. Bisher sind bereits 27 Bildungszentren entstanden. Es geht dabei auch um Investitionen in moderne Schulgebäude, den Ausbau von Bildungsangeboten und Schulzusammenlegungen. Pro Gemeinde soll ein Volksschulstandort erhalten bleiben, wenn es mehr als zehn Schüler gibt.

Ein klares Bekenntnis gab es vom Landeshauptmann für die Ganztagesschulform. „In vielen Privatschulen gibt es diese Form bereits, auch im öffentlichen Bereich sollte sie ausgebaut werden“ so Kaiser. 5.966 Schüler besuchen eine Ganztagesschule. Inklusive den 3.953 Schülern in Horten werden 9.613 von ihnen ganztägig betreut. Das sind gemessen an der Gesamtschülerzahl bereits 29 Prozent der Schüler in Pflichtschulen.

Klare Vorstellung gibt es vom Landeshauptmann in Bezug auf die Grundfertigkeiten. „Neben Lesen, Schreiben und Rechnen, sind künftig die digitalen Fertigkeiten bei jungen Menschen zu forcieren. Sie sind unverzichtbar“, stellte er fest.

Allen Pädagogen legte er für das kommende Schuljahr ans Herz, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. „Sie sind die lenkende Hand für die Schüler und haben eine große Verantwortung. Alle Lehrer sind eine Bildungsmacht“.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair stelle sich kurz persönlich vor und skizzierte die bisherigen Eckpunkte seines Berufslebens. In seiner Funktion als neuer Bildungsdirektor stellte er die Aufgaben der neuen Bildungsdirektion ab 1. Jänner 2019 vor und nahm Stellung zum neuen Bildungsreformprozess. Letzterer ist auf zehn Jahre angelegt.

„Die Bildungsdirektion ist eine Mischbehörde mit neuen Strukturen, und hat Steuerungsfunktion. Sie wird künftig transparent sein und neue Serviceleistungen anbieten. In ihr werden die Verwaltungsaufgaben des Bundes und Landes künftig über sieben Teilprojekte zusammengeführt. Anstelle der Bezirksschulbehörden gibt es künftig zwei Bildungsregionen“, gab Klinglmair bekannt. Wichtig für ihn als Bildungsdirektor sei auch das neue Bildungscontrolling und Qualitätsmanagement. Das langfristige Ziel des neuen Bildungsreformprozesses ist es, aus Schülern selbstbestimmte, offene Menschen zu machen. Die Bildung wird immer wichtiger und sie muss künftig alle Bevölkerungsschichten erreichen. Alle Schüler sollten die gleichen Chancen haben.

Als neue Schwerpunkte, die in den nächsten Jahren in den Schulen zu implementieren seien, hob der Bildungsdirektor die Digitalisierungskompetenzen neben den Grundkompetenzen hervor, wo es im Bereich des Lesens noch Aufholbedarf gibt. Ebenso sei die Mehrsprachigkeit zu forcieren, die MINT-Fächer auszubauen und die Elementarpädagogik aufzuwerten bzw. zu stärken. „Ich möchte die Elementarpädagogik und den Hochschulsektor stärker mit Pflichtschulen und Höheren Schulen vernetzen, so Klinglmair.

An die Schulleiter und Pädagogen appellierte er, dass die kommenden Aufgaben im Bildungsprozess nur gemeinsam zu bewältigen seien. „Der Mut zur Veränderung ist wichtig und die Wertschätzung der Leistungen in den Schulen muss wieder in den Fokus rücken“, erklärte Klinglmair.

Längere Grußworte gab es vom Rektor der AAU Klagenfurt Univ. Prof. Oliver Vitouch. „Die Zukunftschancen junger Leute sind zu optimieren. Gemeinsam mit der Hochschulkonferenz sollte das Land die Bildungszukunft Kärntens gestalten“, lautete sein Aufruf.

Das Hauptreferat der Konferenz hielten LSI Axel Zafoschnig (Bildungsdirektion Kärnten) und PSI Alfred Lehner (Bildungsdirektion Burgenland) zum Thema „Schulautonomie als Chance für die Bildungsregion in Kärnten – Beste Bildung für Kinder und Jugendliche durch eigenverantwortliche Schulleitungen.“ Mit motivierenden Worten lenkten die beiden Autonomiebotschafter den Fokus auf das gemeinsame Miteinander und stellten mit lebhaften und praxisnahen Beispielen die Weichen für das Thema Schulautonomie. Weitere Infos unter: https://www.schulautonomie.at/

Minutenlangen Applaus gab es für die Kärntner VertreterInnen der Internationalen Erdwissenschaftsolympiade. Das IESO-Team Austria 2018 wurde von Landeshauptmann, Bildungsdirektor und Uni- Rektor für die Spitzenleistungen stellvertretend für alle hervorragenden Leistungen der Kärntner Bildungseinrichtungen vor den Vorhang geholt und mit Urkunden geehrt. Das Viererteam erkämpfte in Thailand zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille im internationalen Teamwettbewerb sowie drei Bronzene im Einzelwettbewerb. Besonders erfolgreich waren die beiden Kärntnerinnen Mira Gaggl, vom BG/BRG Perau und Victoria Kalla vom BG/BRG Mössingerstraße. Gaggl konnte eine Goldmedaille im ESP (Earth System Project) erringen, während Kalla Gold in der ITFI (International Team Field Investigation) und Silber im ESP in die Mössingerstraße holte. Dem Team gehörten auch die zwei Steirer Thomas Uhl und Michael Narnhofer von der HTL Leoben an. Betreut wurde das erfolgreiche Quartett von Christopher Wintschnig (BAfEP Klagenfurt) und Michael Lukas (HTL Leoben, KL Talentecamp).

Seit Oktober 2017 koordiniert das Regionale Netzwerk für Naturwissenschaften und Mathematik die Teilnahme Österreichs an der Internationalen Erdwissenschaftsolympiade IESO. Ein wichtiger Teil der Vorbereitung fand im Rahmen des Talentecamps im Kärntner Landesmuseum und im NAWImix am Lakeside Park statt.

 

Text: LPD/Michael Zeitlinger

Fotos: LPD/Peter Just

Schulbeginn: 5.596 Taferlklassler und viele Bildungsprojekte

Im Schuljahr 2018/19 wird es in Kärnten insgesamt 33.472 Pflichtschülerinnen und -schüler geben. Das sind 320 weniger als im Vorjahr. Etwas zurückgegangen, nämlich um 98, ist auch die Zahl der Volksschulkinder. Dafür gibt es bei den Taferlklasslern heuer eine Steigerung: 5.596 Kinder starten neu in die Schule, das sind um 45 mehr als im Vorjahresbergleich. Diese und viele weitere aktuelle Zahlen präsentierten  Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair in einer Pressekonferenz. Sie informierten aber auch über bildungspolitische Schwerpunkte wie den Ausbau der Ganztagesschulen, das Schulstandortekonzept sowie Projekte zu Digitalisierung, Internationalisierung oder Mehrsprachigkeit.

Kaiser führte aus, dass im heurigen Schuljahr 5.966 Kinder in Ganztagesschulformen betreut werden. Das seien um 263 bzw. fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Kaiser hob die Steigerung bei den ganztägig betreuten Kindern in den letzten sechs Jahren hervor: Von 2012 bis 2018 sei ihre Zahl von 2.461 auf eben 5.966 gestiegen, also um 142 Prozent mehr. Nehme man auch die heuer 3.953 in Horten betreuten Kinder dazu, würden sogar 9.613 Schülerinnen und Schüler in Kärnten ganztägig betreut. „Gemessen an der Gesamtschülerzahl sind das 29 Prozent aller Kinder im Pflichtschulbereich“, betonte Kaiser.

Dezidiert angesprochen wurde von Kaiser der sonderpädagogische Förderbedarf, der aktuell für 1.845 Schülerinnen und Schüler bestehe. „Hier erbringen wir Leistungen gemäß einem Bundesgesetz, trotzdem werden Kosten auf Länder und Gemeinden hin verlagert“, übte er Kritik am Bund. Dieser gehe nämlich bei der finanziellen Abgeltung des zusätzlichen Lehrebedarfs von 2,7 mit sonderpädagogischem Förderbedarf pro 100 Schülerinnen und Schüler, einer längst überholten Zahl aus 1992, aus. Tatsächlich hätten in Kärnten 4,3 von 100 Schülerinnen und Schülern sonderpädagogischen Förderbedarf. Über die Hälfte des Lehrerüberhanges von 350 ergebe sich aus diesem Umstand.

„Mindestens ein Schulstandort in jeder Gemeinde“, nannte Kaiser nochmal die Grundintention des Schulstandortekonzepts. Derzeit gebe es in Kärnten 308 Standorte inklusive Exposituren. Im Vergleich zu 2017/18 sei nur die NMS 7 in Klagenfurt weggefallen, sie werde nunmehr von der NMS 12 mitgeführt. „Wir investieren in moderne Schulgebäude und Bildungsangebote“, so Kaiser. Zu den Bildungszentren und Bildungscampussen, 27 wurden seit 2015 umgesetzt bzw. sind gerade in Umsetzung, sagte er: „Wir ballen hier pädagogische Angebote, verbunden mit baulicher Qualität, gesunder Ernährung und intelligentem Sparen.“

In Bezug auf die ab 2019/20 rechtlich verbindlichen Deutschförderklassen informierte Kaiser darüber, dass voraussichtlich 31 mit insgesamt 551 Schülerinnen und Schülern zustande kommen werden. 25 davon würden sich in den Städten Klagenfurt und Villach befinden. Man gehe von zusätzlich benötigten 45 Sprachförderlehrern aus. Auch hierzu äußerte der Landeshauptmann eine Kritik am Bund: „Uns werden dafür Klassenräume fehlen, auch dieses Bundesgesetz bedeutet zusätzliche Kosten zu unseren Lasten.“

Bildungsdirektor Klinglmair informierte über den Bereich der Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) und Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS). In beiden zusammen betrage die Gesamtschülerzahl 26.865, das seien um 55 weniger als im Vorjahr. Während die BMHS um 271 Schülerinnen und Schüler weniger besuchen, seien es im AHS-Bereich um 216 mehr. Die Zahl der Lehrkräfte in beiden Bereichen wurde mit 2.846 angegeben, 100 davon sind laut Klinglmair neue Lehrerinnen und Lehrer.

Als Schwerpunkte für das aktuelle Schuljahr nannte er die Einrichtung der Bildungsdirektion bis zum 1.1.2019, die Schulautonomie, den weiteren Ausbau der schulischen Ganztagesbetreuung – diese gibt es laut dem Bildungsdirektor derzeit an 18 Standorten im Bundesschulbereich. Mit eigenen Projekten solle der Fokus im Pflichtschulbereich verstärkt auf Lesen und Grundkompetenten gelegt werden. Im Bereich der HTL liegen die Schwerpunkte laut Klinglmair bei Industrie 4.0 und Digitalisierung, die Bundeshandelsakademien werden eine klarere Profilbildung bekommen und sich noch stärker mit der Wirtschaft vernetzen, der Bildungsdirektor nannte hier stellvertretend die Industrie-HAK Althofen. In der BAfEP Klagenfurt werde für den „Helfer/innenberuf“ eine dreijährige Fachschule eingerichtet. Konzentrieren wolle man sich u.a. auch auf die Nahtstelle NMS-BORG, um die Drop-out-Quote an den BORGs zu reduzieren. Klinglmair führte als weitere Schwerpunkte Mehrsprachigkeit (das Minderheitenschulwesen feiert heuer sein 60-Jahr-Jubiläum), Internationalisierung, digitale Grundbildung und digitale Kompetenzen an.

Text: LPD/Markus Böhm
Foto: LPD Kärnten/Helge Bauer

Junge Retter zeigten ihr Können

Beim 19. Landesjugendwettbewerb in Erster Hilfe haben rund 160 Jugendliche ihr Können und Wissen in Erster Hilfe bewiesen. In 27 Teams meisterten sie unterschiedliche Situationen vom Atem- und Kreislaufstillstand bis hin zu Knochenbrüchen und demonstrierten dabei auch, dass Erste Hilfe leicht erlernbar ist. Im Konzerthaus in Klagenfurt wurden die jungen Ersthelfer und Ersthelferinnen für ihre beeindruckende Einsatzbereitschaft und große Vorbildwirkung bei einer Siegerehrung vor den Vorhang geholt, an der auch Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair teilnahm.

Im Roten Kreuz arbeiten junge Menschen auf allen Ebenen mit. Ob als Berater bei der Jugend-Hotline time4friends, als Betreuer eines Sommercamps des Jugendrotkreuzes, im Rettungsdienst, als Leiter von Jugendgruppen oder als Botschafter in den sozialen Netzwerken – Jugendliche engagieren sich im Roten Kreuz in vielen Bereichen und leben dadurch die Idee der Menschlichkeit und Freiwilligkeit.

Fotos: T. Hude, Büro LHStv.in Schaunig

Startschuss für 100 neue Karrieren bei SPAR

„… und Action!“ hieß das gelungene Motto der diesjährigen Auftaktveranstaltung von SPAR, welches die Lehre als eine gelungene Mischung aus Action- und Abenteuer-Film mit einem Schuss Komödie präsentiert, bei dem die Lehrlinge selbst die Hauptrolle spielen. Der mittlerweile schon traditionelle Lehrlings-Eltern-Informationstag diente dazu, wichtige Details über die Lehre beim Erfolgsunternehmen SPAR der Öffentlichkeit zu präsentieren. 100 interessierte Lehrlinge und deren Eltern wurden vom Direktor von SPAR Kärnten und Osttirol Paul Bacher sowie der Lehrlingsbeauftragten Sabrina Thaler im Beisein von Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair im Cineplexx Villach begrüßt, die sich auch 2018 das Ziel gesetzt haben, in allen Filialen von SPAR, INTERSPAR, TANN und Hervis in Kärnten und Osttirol mindestens einen neuen Lehrling aufzunehmen.

„Spar als Vorzeigebetrieb bietet für Lehrlinge eine duale Berufsausbildung an, die mit einem ganzheitlichen Erfolgskonzept eine optimale Verknüpfung von theoretischer und praxisnaher Ausbildung schafft, wo dem Karriereaufstieg keine Grenzen gesetzt sind“, so Klinglmair.

Vorallem mit einem attraktiven Verdienst, einem Prämienpaket bei sehr guter Leistung sowie dem Gratis B-Führerschein kann SPAR bei engagierten Jugendlichen punkten. Mit 2.300 Lehrlingen ist SPAR der größte Lehrlingsausbildner Österreichs und bietet Lehrberufe vom klassischen Einzelhandel bis zur vierjährigen Doppellehre mit Matura auf Basis Handelsakademie.

 

Foto: Büro LHStv.in Schaunig

Sensationeller Erfolg bei der IESO 2018 in Thailand für das Team Österreich

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair zeigt sich sehr beeindruckt und begeistert von den sensationellen Leistungen der Schülerinnen und Schüler des „Team Österreich“ bei der Internationalen Erdwissenschaftsolympiade in Thailand. Seine hohe Anerkennung und herzlichen Glückwünsche gelten den siegreichen SchülerInnen und dem engagierten BetreuerInnenteam.

Das IESO Team Austria 2018 –  bestehend aus zwei Kärntner Schülerinnen und zwei Schülern aus der Steiermark – konnte drei BRONZE MEDAILLEN im Einzelwettbewerb (Mira Gaggl vom BG/BRG Perau, Michael Narnhofer und Thomas Uhl von der HTL Leoben), zwei GOLD MEDAILLEN, je eine im ITFI (International Team Field Investigation – Victoria Kalla vom BG/BRG Mössingerstraße) und ESP (Earth Sience Project – Mira Gaggl vom BG/BRG Perau) sowie eine SILBER MEDAILLE (ESP – Victoria Kalla) nach Österreich holen.

„Noch nie war Österreich bei der stark südostasiatisch dominierten Erdwissenschaftsolympiade (mit 38 Nationen und 140 Studierenden) derart erfolgreich und somit weltweit an der Spitze“, erklärt der Leiter der IESO Delegation Österreichs, Mag. Christopher Wintschnig, stolz.

Seit Oktober 2017 koordiniert das Regionale Netzwerk für Naturwissenschaften und Mathematik die Teilnahme Österreichs an der Internationalen Erdwissenschaftsolympiade IESO. Die IESO ist eine internationale Olympiade für Jugendliche im Mittelschulalter. Die teilnehmenden Nationen stellen sich Aufgabenstellungen aus theoretischen und praktischen Bereichen der Erdwissenschaften und der Astronomie. Teamwork und das Interesse an Nachhaltigkeit ist der Hauptfokus. Das Projekt wird von Christopher Wintschnig (BAfEP Klagenfurt) geleitet. Gemeinsam mit Kirsten von Elverfeldt (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), Bernhard Sallay (Peraugymnasium Villach) und dem aus vier Jugendlichen bestehenden Nationalteam bildet er die österreichische IESO Delegation. Die vier Jugendlichen werden seit 2015 in Form eines Bundeswettbewerbes am Standort HTL Leoben unter der Leitung von Michael Lukas (HTL Leoben) bundesweit selektiert. Danach startet die wissenschaftliche Vorbereitungsphase für das Nationalteam an den wissenschaftlichen Partnerinstitutionen.

Ein wichtiger Teil der Vorbereitung fand im Rahmen des Talentecamps im Kärntner Landesmuseum und im NAWImix im Lakeside Park statt (www.talentecamp.at).

Präsentationsvideo: https://www.facebook.com/ieso2018/videos/269641486969114/

Text&Fotos: Mag. Gerlinde Duller – LSR/ Mag. Christopher Wintschnig – Leiter der IESO Delegation

Bildungsdirektor Klinglmair betont die Wichtigkeit der europäischen Dimension für Kärntens Schulen

In seinem Bestreben, die Bildungsdirektion auch weiterhin zu einer Anlaufstelle für internationale Kontakte und europäische Angelegenheiten zu machen, empfing der neue Bildungsdirektor Mag. Dr. Robert Klinglmair mit Dr. Axel Zafoschnig, Dr. Renate Kanovsky-Wintermann, Mag. Martina Bonfiglio, und Mag. Martin Tänzer sowie Büroleiter Michael Mattersdorfer die Verantwortlichen des Europa-Büros im Landesschulrat für Kärnten.

Der neue Bildungsdirektor dankte für die ausgezeichnete geleistete Arbeit und äußerte den Wunsch, dass Mobilitätsprogramme, Auslandspraktika und internationale Beziehungen an den Kärntner Schulen auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen sollen.

Gemeinsam mit Landesschulratsdirektor Dr. Peter Wieser will Bildungsdirektor Dr. Klinglmair sich gleich zu Beginn seiner Tätigkeit auch dafür einsetzen, dass Initiativen zum Fremdsprachenerwerb, zum Schüler/innenaustausch, sowie zum Erleben einer Berufstätigkeit im Ausland, etwa im Rahmen einer Ferialpraxis, im Hinblick auf die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Kärnten eine übergeordnete Bedeutung erhalten.