Kärntner Industrielehrlinge stellten ihr Wissen unter Beweis

63 Lehrlinge aus 23 Kärntner IV-Mitgliedsbetrieben matchten sich beim 9. „INLehre“-Landeslehrlingswettbewerb der Industriellenvereinigung in Treibach. Sie stellten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ihr Wissen unter Beweis.

Bei der Eröffnung des Wettbewerbs bezeichnete Landeshauptmann Peter Kaiser das heimische, duale Ausbildungssystem in der Lehre als „europaweit einzigartig“. Mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent sei Kärnten derzeit an zweiter Stelle aller österreichischen Bundesländer. „Dies ist eine Leistung von uns allen, also auch von euch“, so Kaiser, der den Lehrlingen Mut für den kommenden Wettbewerb zusprach. „Ich spüre eine große Zuversicht bei euch, vertraut auf eure Leistungsfähigkeit. Es soll sich jeder als Siegerin oder Sieger fühlen, denn für mich seid ihr das jetzt schon. Wir sind stolz auf euch und eure Leistungen“, so der Landeshauptmann. 55 Prozent der Wertschöpfung käme von der Industrie, dies würde ihren hohen Stellenwert für Kärnten unterstreichen, so Kaiser. Das Land unterstützt Betriebe und Lehrlinge mit einer Vielzahl von Maßnahmen, so etwa mit Zuschüssen für Lehr- und Ausbildungsbetriebe, Förderungen für die Errichtung von Lehrwerkstätten und mit dem Heimkostenzuschuss für Lehrlinge während der Berufsschulzeit.

IV-Präsident Timo Springer betonte, die Industrielehre biete den Lehrlingen viele Möglichkeiten. „Mit einer Industrielehre steht euch die Welt offen“, so Springer zu den Teilnehmenden. Drei Viertel aller Lehrlinge schaffen ihren Abschluss mit sehr gutem oder gutem Erfolg, zudem sei herauszustreichen, dass unter den Industrielehrlingen bereits 20 Prozent weiblich seien, so Springer.

Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair ist die duale Ausbildung „ein Erfolgsmodell, um das uns die ganze Welt beneidet“. In Österreich seien über 200 Lehrberufe zu erlernen, diese Lehrlingsausbildungen seien auch für die derzeit positiven Entwicklungen am Jugendarbeitsmarkt mitverantwortlich, erklärte Klinglmair. Im Kärntner Pflichtschulbereich gilt es den Stellenwert sowie die Attraktivität der Lehre weiter zu erhöhen und auf die zukunftsträchtigen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt nach einem erfolgreichen Lehrabschluss hinzuweisen. Gleichzeitig soll mittels frühzeitiger und gezielter Bildungs- und Berufsberatung für jede/n Jugendlichen eine den Neigungen und Fähigkeiten entsprechende Ausbildung gefunden werden, um damit den Fachkräftenachwuchs – speziell im technischen Bereich – für den Kärntner Wirtschaftsstandort zu sichern.

Treibacher-Vorstand Alexander Bouvier begrüßte als Hausherr alle Lehrlinge und Ausbildner sehr herzlich in den Räumen der Treibacher Industrie AG. „Ich bin sehr gespannt auf eure Leistungen, diese Standortbestimmung ermöglicht euch eine Weiterentwicklung. Ich wünsche euch allen eine tolle Veranstaltung und alles Gute“, so Bouvier.

Die Preisgelder für die drei Gewinnerinnen und Gewinner, je 1.000 Euro, werden von der Kärntner Sparkasse zur Verfügung gestellt. Zudem werden nach dem Wettbewerb Sachpreise, gestiftet von der Treibacher Industrie AG, unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost. Die Lehrlinge kommen in diesem Jahr aus den Betrieben 3M Precision Grinding GmbH, ANEXIA Internetdienstleistungs GmbH, Chemson Polymer-Additive AG, Donau Chemie AG, Fleischmann & Petschnig Dachdeckungs-Gesellschaft m.b.H, flex, Flowserve Control Valves GmbH, FunderMax GmbH, Griffnerhaus GmbH, HASSLACHER Gruppe, Infineon Technologies Austria AG, KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, Lam Research AG, MAHLE Filtersysteme Austria GmbH und Mondi Frantschach GmbH.

Text: LPD Kärnten/Fabian Rauber
Fotohinweis: LPD Kärnten/Jannach

Erfolgreiches Projekt mit den Nationalpark-Partnerschulen geht in die Verlängerung

Das erfolgreiche Partnerschulprojekt zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und den Schulen der Nationalparkgemeinden geht in die Verlängerung. Konkret geht es um die Zusammenarbeit mit den Volksschulen Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach, Obervellach, Mallnitz, Malta, Winklern und der Mittelschule Winklern, die mit dem Nationalpark Hohe Tauern im Beisein von Nationalparkreferentin LR Sara Schaar für weitere vier Jahre besiegelt wurde. „Der Grundstein für diese gegenseitig bereichernde Partnerschaft wurde bereits im Jahr 2002 durch die feierliche Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und der Nationalparkmittelschule Winklern gelegt, die somit zur ersten Nationalparkpartnerschule Österreichs wurde“, erklärt Schaar.

„Mit dem speziellen Nationalpark-Schulprogramm werden die Schülerinnen und Schüler in der Region von Kindesbeinen an für die großartige Natur- und Kulturlandschaft sensibilisiert und mit den Zielen des Nationalparks Hohe Tauern vertraut gemacht“, so die Nationalpark-Referentin. Während der gesamten Schulzeit werden die Klassen von ihrem persönlichen Nationalpark-Ranger begleitet und nach einem speziellen Nationalpark-Lehrplan, der im regulären Lehrplan verankert ist, unterrichtet. „Hierbei wird auf Wissensvermittlung, verbunden mit Erlebnissen, Wert gelegt“, so Schaar. „Die Unterrichtskonzepte sind an das jeweilige Alter der Kinder angepasst.“

Jedes Unterrichtsjahr widmet sich einem speziellen Thema: In der ersten Schulstufe ist es der Nationalpark mit seinen Besonderheiten, in der zweiten Klasse die bergbäuerliche Kulturlandschaft. In der dritten Klasse stehen das Thema Wasser und die Erkundung von Gebirgsbächen, im vierten und letzten Schuljahr die Klimaschule mit Experimenten zum Staunen und Ausprobieren im Mittelpunkt. In einer eigenen Nationalpark-Mappe dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Unterrichtserlebnisse. Abgerundet wird das Unterrichtskonzept mit dem Titel „NaturSportSpaß“ durch Exkursionen. „Die Schwerpunktthemen werden im Unterricht vorbereitet und dann bei Ausflügen in die Nationalparkregion mit den Nationalpark-Rangern bearbeitet“, erklärt Schaar. Unterstützt wird die Partnerschaft zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und den Nationalparkschulen von der österreichischen Biomarke „Ja! Natürlich“.

Text: LPD Kärnten/ Pinter, Robitsch
Foto: Peter Schober

1. Kärntner EuropaCafé in Feldkirchen

90 Schülerinnen und Schüler des BRG und der BHAK Feldkirchen befassten sich Ende November in Feldkirchen interaktiv mit EU- und Europathemen. Zunächst erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler selbst ihre Fragen und Botschaften zur EU. Dabei wurden u.a. der Brexit, Österreichs Mitwirkung in den EU-Gremien, die EU-Förderungen für Kärnten und die Europawahl im Mai 2019 beleuchtet. Der EU-Abgeordnete Eugen Freund beantwortete Fragen und Themen dieses ersten „Kärntner EuropCafés“, das von EuropeDirect Kärnten mit dem Landesjugendreferat veranstaltet wurde. In einer zweiten Runde informierten Jugendliche über ihre Erfahrungen mit Erasmus+, Jugendaustauschprojekte und Auslandsaufenthalte. Das habe bestens funktioniert, die Schülerinnen und Schüler bekamen ein neues Bild von Europa vermittelt und wurden dadurch für die Teilnahme an den Europawahlen animiert, stellten die beiden Direktoren Walter Olsacher und Herwig Klautzer fest.

Fachlich zur Seite standen auch Valentin Petritsch, Präsident des Europahauses, Johannes Maier, EU-Koordinationsstelle des Landes Kärnten und Günther Prommer, Erasmus+ Botschafter. Grußworte gab es von Martin Treffner, Bürgermeister von Feldkirchen sowie Abschlussworte von Bildungsdirektor Robert Klinglmair, der sich begeistert vom regen Austausch und den interessanten Fragen der jungen Generation im Vorfeld der Europawahlen zeigte. „Einerseits wird europäische Mobilität in Kärntens Schulen nicht nur mit zahlreichen Auslandspraktika im Rahmen von Erasmus+ gelebt, sondern auch im Sinne von politischer Bildung sowohl im Unterricht als auch der EuropaCafés. In einem vereinten Europa, ist nicht nur das Verständnis der Funktionsweise der regionalen und nationalen Politik von zentraler Bedeutung, sondern auch jenes auf europäischer Ebene, wo es das demokratische Wahlrecht zu nutzen gilt, damit Österreichs Stimme auch über die Grenzen hinaus gehört wird,“ so Klinglmair.

Text: Johannes Maier, LSR/Lautischer
Foto: Johannes Maier

Ehrung von verdienstvollen Persönlichkeiten im Schuldienst

Verdienstvolle Persönlichkeiten, die für unser Land viel geleistet haben, wurden von Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner und Landesrat Ulrich Zafoschnig  im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung mit Landes- oder Bundesehrenzeichen bzw. Berufstiteln ausgezeichnet.

Für Bildungsdirektor Robert Klinglmair steht das Überreichen der Auszeichnungen und Dekrete für den unermüdlichen Einsatz und das große Engagement der Schulleiterinnen und Schulleiter, Fach-und Abteilungsvorstände, Pädagoginnen und Pädagogen, welches dazu beigetragen hat, Kärntens Schul- und Bildungslandschaft zu optimieren und weiterzuentwickeln.

Als Ehrengäste begrüßt wurden neben Bildungsdirektor Robert Klinglmair unter anderem Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landesamtsdirektor Dieter Platzer und sein Stellvertreter Markus Matschek, Stefan Sandrieser, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Zentralausschusses für Allgemeine Pflichtschulen, Generalmajor Wolfgang Rauchegger, Ordinariatskanzler Jakob Ibounig sowie zahlreiche Landesschulinspektorinnen und -inspektoren. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Kleingruppe Singkreis Köttmannsdorf.

Folgende Personen wurden geehrt:

Berufstitel „Professor“
Mag. Phil. Dr. phil. Günther ANTESBERGER

Berufstitel „Regierungsrat“
AV DI Walter AUERNIG, HTBLA Mössingerstraße
AV DI Johann KLANSCHEK, HTBLA Mössingerstraße
Dipl.-Ing. Johannes LEITNER, Direktor landwirtschaftliche Fachschule Stiegerhof
Michael TIEFNIG, BH Spittal/Drau

Berufstitel „Hofrat“
Dir. OStR. Mag. Herwig HILBER, BG und BRG Villach Peraustraße

Berufstitel „Oberstudienrat/Oberstudienrätin“
Prof. Mag.a Karin LEILER, HBLA f. w. Berufe CHS Villach
Prof.in Mag.a Elisabeth SOOS, BRG Feldkirchen

Berufstitel „Studienrätin“
FOL Dipl.Päd. Ulrike WARUM, HBLA f. w. Berufe CHS Villach

Berufstitel „Oberschulrat/Oberschulrätin“
FOL Ing.in Karin ABRAHAM, LFS Ehrental
VOLin prov. Lt.in Gabriela ALLITSCH, VS Feld am See
Ing.in Rosa ELLERSDORFER, Landwirtschaftliche Fachschule Buchhof
VSDir.in Karin FRANK, VS Latschach am Faaker See
Ing. Gerald GAUGG, Landwirtschaftliche Fachschule St. Andrä
Dir. Johann GUTSCHI, NMS St. Andrä
VSDir.in Hannelore HABERL, VS Sörg
FOL Ing. Franz JAMNIG, landwirtschaftliche Fachschule Goldbrunnhof
FOL Ing. Alois JORDAN, Landwirtschaftliche Fachschule Goldbrunnhof
VDin Andrea JÖRKE-OBERDORFER, VS Prebl
VDin Anna Maria LESJAK-RESSMANN, VS Ledenitzen
FOL Ing.in Johanna PICHLKASTNER, BZ Ehrental
FOL Ing.in Karoline PILGRAM, BZ Ehrental
VD Hannes STRUCKL, VS St. Magarethen im Lavanttal
VDin Melitta WALDNER, VS Dellach im Gailtal

Berufstitel „Schulrätin“
VOLin Edith RINDLER, VS St. Margarethen im Lavanttal

Text:  LSR/Lautischer
Foto: LPD/fritzpress

Auszeichnung für BILIs und EULEN

Einen kulturellen Schwerpunkt in der Kärntner Bildungslandschaft haben das Europagymnasium in Klagenfurt mit den EU-Klassen (EULEN) und das BG/BRG St. Martin in Villach mit den bilingualen Klassen (BILIs) gesetzt, die es bei einer Veranstaltung im BG/BRG St. Martin Mitte November zu ehren galt. Bildungsdirektor Robert Klinglmair überreichte dabei der Direktorin des BG St. Martin, Roswitha Errath und dem Direktor des Europagymnasium, Gerhard Hopfgartner feierlich die „Certificates of best practice“ für ihr integriertes Sprachenangebot in den Schulen.  Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung und VertreterInnen von Infineon und Lam Research haben sich in der anschließenden Podiumsdiskussion der Frage gewidmet, welche Bedeutung Englisch als Unterrichts-und Arbeitssprache hat und wie eine Vernetzung und Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft sowie Bildungsdirektion und Industrie noch besser gelingen kann. Nach der Podiumsdiskussion wurden die Schülerinnen und Schüler der 8.Klassen des BG/BRG St.Martin mit Cambridge Zertifikaten ausgezeichnet.

„Der Besuch des USA-Botschafters Trevor D. Traina im Europagymnasium hat bereits einige Tage zuvor schon gezeigt, wie wichtig bilinguale Schulprojekte über die Grenzen Kärntens hinweg sind. Denn in einer globalisierten Welt an der Drehscheibe dreier Kulturkreise ist Kärnten für die Mehrsprachigkeit prädestiniert. Der Zeitpunkt des EU-Beitritts vor 23 Jahren hat zeitgleich zukunftsweisende Ausbildungsprogramme erfordert, die sich dank des großartigen Engagements von DirektorInnen, PädagogInnen und dem Elternverein in Form bilingualer Zweige vorbildlich entwickelt haben. Mit der Überreichung der Zertifikate wurde den beiden Schulen eine besondere Anerkennung verliehen, die durch eigens gestaltete Tafeln auch nach außen hin sichtbar ist,“ strich Bildungsdirektor Robert Klinglmair hervor.

Text: LSR/Lautischer

Fotos: BG/BRG St. Martin

USA-Botschafter Trevor D. Traina im Europagymnasium

Bei seinem Antrittsbesuch in Kärnten Mitte November, fand sich im Europagymnasium Klagenfurt Trevor D. Traina ein, der seit Mai 2018 das Amt des USA-Botschafters in Österreich bekleidet. In einem einstündigen, freundschaftlichen Gespräch erzählte der Botschafter, dass sein erster Auslandsurlaub dem Land Österreich galt und dass er von seiner Großmutter einige lustige Ausdrücke wie „Raus mit dem ganzen Klumpert“ und „Ach du lieber Gott“ gelernt hat.

Im Beisein von Direktor Gerhard Hopfgartner informierte Trevor D. Traina die interessierten Schülerinnen und Schüler über seine Aufgaben als Botschafter und erzählte, welche Prozedere alle Anwärter durchlaufen müssen, um in die engere Wahl zu kommen. So wird etwa das gesamte Leben von FBI und Beamten durchleuchtet und umfangreiche Tests müssen bestanden werden.

Begeistert zeigte sich auch der eingeladene Bildungsdirektor Robert Klinglmair von den perfekt vorbereiteten Fragen der Schülerinnen und Schülern des Europagymnasiums in englischer Sprache und hob einmal mehr die Wichtigkeit des bilingualen Unterrichts hervor: „Die EU-Klassen im Europagymnasium mit ihrem integrierten Fremdsprachenlernen bereiten mit der Arbeitssprache Englisch hervorragend auf die immer internationaler werdenden Anforderungen der zukünftigen Arbeitsmärkte vor.“

Trevor D. Traina wurde 1968 geboren und studierte Politikwissenschaft an den Universitäten Princeton und Oxford. An der Haas School of Business der kalifornischen Universität Berkeley erwarb er einen Abschluss als MBA. Traina begann seine berufliche Karriere als Brand Manager bei Seagram. Als Unternehmer war er an der Gründung mehrerer innovativer Betriebe beteiligt. Der US-Botschafter ist verheiratet mit Alexis Swanson Traina und hat zwei Kinder. Als eines seiner Hobbys gibt er das Sammeln von Fotografien an. Am 23. Jänner 2018 wurde er als Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika für die Republik Österreich nominiert. Die Bestätigung im Senat erfolgte im März 2018 und seit Mai dieses Jahres ist Traina als Botschafter in Österreich tätig. Diplomatisch setzt er einen Schwerpunkt im Bereich der Transatlantischen Handelsbeziehungen zwischen Amerika und Österreich.

Bei der Verabschiedung lud Botschafter Trevor D. Traina die Kärntner Schulklassen herzlich ein, bei einem Wienaufenthalt die US-Botschaft zu besuchen.

Text&Fotos: Europagymnasium, LSR

„Sport am Limit“

Zu einem Symposium mit ExpertInnen und SpitzensportlerInnen haben das Uni-Sportinstitut und das Sportpsychologische Kompetenzzentrum des Landes in die Uni Klagenfurt eingeladen. Expertinnen und Experten lieferten ihren fachlichen Input zum Thema Sport aus sozioökologischer und sozioökonomischer Sicht. Landessportdirektor Arno Arthofer und Bildungsdirektor Robert Klinglmair betonten in ihrem Kommentar und einer Analyse in Hinblick auf die regionale Bedeutung, wie wichtig Sport vorallem im Schulwesen ist. „Neben nachhaltig im Unterricht integrierten Bewegungseinheiten sowie bewegten Pausen soll darauf abgezielt werden, Bewegung und Sport als fixen Bestandteil im Alltag sowie in der Freizeitgestaltung zu etablieren, als sich regelmäßige Bewegungsaktivitäten nachweislich positiv auf den gesamten Organismus, auf Kondition und Leistung aber vor allem auf Konzentration sowie Lerneffekt auswirken,“ so Klinglmair.

Grundlegend ging es nach Workshops und Vorträgen bei einer Podiumsdiskussion im Beisein von Sportreferent LH Peter Kaiser, um die wachsende gesellschaftliche Bedeutung von Aktivitäten, Projekten und Veranstaltungen im Breiten- wie im Spitzensport. Unter dem Titel „Sport am Limit“ diskutierten neben LH Kaiser Marco Haller, Rad-Profi, Gregor Högler, Sportdirektor des Öst. Leichtathletikverbandes, Sarah Lagger, Siebenkämpferin, Rasa Sraka, Vorsitzende des Slow. Olymp. Komitees, und Klaus Zeyringer, Literaturwissenschaftler. Kaiser wies auf die Sportförderung des Landes hin, die 8,2 Mio. Euro betrage. „Wir haben das Sportbudget auch in schwierigen Zeiten durchgetragen und liegen mit dieser Summe im österreichischen Mittelfeld“, so Kaiser. Das Land habe für die Strukturen und Sportstätten in erreichbarer Nähe zu sorgen. „Aber die Leistungen erbringen die Sportlerinnen und Sportler sowie die ehrenamtlichen Funktionäre“, sagte Kaiser in der Diskussionsrunde, angesprochen auf die Unterstützung für den Sport von Seiten der öffentlichen Hand.

Und genau diese Leistung, die Möglichkeiten, Grenzen, Limits und Gefahren des Sports wurden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Sportler waren sich jedoch einig: Für sie gilt, egal welcher Wettkampf, immer das Beste zu geben und alles aus sich herauszuholen und so auch an seine Grenzen zu stoßen und zu sehen, wo die Limits sind.

Um Limits ging es auch bei Sportevents. Großes Thema waren die Olympischen Spiele, die Milliardengeschäfte und die Kommerzialisierung des Sports. Der Landeshauptmann sagte in diesem Zusammenhang: „Es hat in diesem Bereich viel Gigantomanie stattgefunden, aber ich orte ein Umdenken. Spiele wird es geben, aber es werden Spiele der Nachhaltigkeit werden und wir werden zu einer Normalität zurückkehren!“ Im Zuge der Diskussion wurden Olympische Spiele, die Olympische Idee, hinterfragt. Kaiser sagte, er erlebe die Olympische Idee nach wie vor als sehr ehrlich im Rahmen der Special Olympics. „Dort herrscht ein anderer Zugang, das ist Sport in seiner ursprünglichen Form, dort herrscht Freude am Miteinander und Spaß am Sport“, so Kaiser.

Fazit aller DiskutantInnen war schließlich, dass es wohl beide Wahrheiten im Sport gebe: die Faszination Sport ebenso wie negative Einflüsse und Ausflüsse. Das Symposium und die Diskussionsveranstaltung in der Uni richteten sich an Trainer, Sportler, Funktionäre, Lehrende und Studierende, organsiert wurde es von Franz Preiml, dem Direktor des Uni-Sportinstitutes. Über 200 Zuhörer kamen zur Abendveranstaltung.

Text: LPD/Gerlind Robitsch, LSR/Claudia Lautischer
Foto: Sportreferat/Kuess

Zertifikate an 51 ÖKOLOG-Schulen übergeben

In der NMS Gegendtal-Treffen wurden im Beisein von Umweltreferentin LR Sara Schaar, Bildungsdirektor Robert Klinglmair und Andreas Rauchenberger (Koordinator des ÖKOLOG-Netzwerks in Kärnten und Direktor der NMS Gegendtal in Treffen) die Zertifikate und Urkunden an 51 Kärntner ÖKOLOG-Schulen übergeben.

„Noch nie zuvor gab es in Kärnten so viele Schulen, die am ÖKOLOG-Programm teilnehmen. Im heurigen Schuljahr sind wieder fünf neue Mitglieder dazu gekommen“, bedankte sich Schaar bei den DirektorInnen, LehrerInnen und SchülerInnen sowie dem Kärntner Regionalteam von ÖKOLOG, das neben Andreas Rauchenberger aus Helga Spitzer (Direktorin der NMS 2 Spittal), Claudia Taurer-Zeiner (Pädagogische Hochschule Kärnten), Gerlinde Duller und Siegfried Torta (Landesschulrat Kärnten) sowie Helmut Serro (Nachhaltigkeitskoordinator des Landes Kärnten) besteht, für ihren Einsatz. „Es stimmt mich zuversichtlich, dass die Themenbereiche Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie Gesundheitsförderung in unseren Schulen immer größeren Anklang finden und an Bedeutung gewinnen. Das zeigt sich an den zahlreichen ambitionierten Unterrichtsprojekten, die das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen“, hob Schaar hervor.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair bedankte sich bei den SchulleiterInnen und AkteurInnen der ÖKOLOG-Schulen sowie dem Regionalteam Kärnten für ihr wichtiges Engagement in Umweltbelangen. „Nicht mehr nur Volksschulen sondern auch höhere Schulen sind mittlerweile im ÖKOLOG-Netzwerk vertreten. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich nachhaltig mit den Themen Energie und Wasser, Mobilität und Verkehr, Abfallvermeidung und Recycling, Lebensstil und Fair Trade beschäftigen und wir somit gemeinsam die Zukunft aller verantwortungsvoll gestalten“, so Klinglmair.

Das Netzwerk ÖKOLOG liefert einen wesentlichen Beitrag zur Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern im Sinne der Nachhaltigkeit. ÖKOLOG-Schulen, die Umwelt-Themen in ihrem Schulprogramm verankern, bekennen sich zu einer ökologischen und nachhaltig orientierten Schulentwicklung. „In ÖKOLOG-Schulen lernen die Kinder und Jugendlichen ökologische Zusammenhänge und die heimische Flora und Fauna besser zu verstehen. ÖKOLOG-Schulen schaffen Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und den ökologischen Fußabdruck“, so Schaar.

Großen Wert wird auch auf die Einbeziehung aller Interessensgruppen der Schulgemeinschaft, Gesundheitsförderung und die Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, z.B. mit der Gemeinde, gelegt. „ÖKOLOG-Schulen bemühen sich um ein gemeinschaftliches Miteinander und wollen, dass ihre Schule zu einem Wohlfühlort wird“, so die Umweltreferentin, die allen Schulen für die Teilnahme am ÖKOLOG-Programm dankte und ihnen zu den Projekten des Schuljahres 2017/2018, die sich u.a. mit gesunder Ernährung, Müllvermeidung (Müllsammelaktionen) und Energiethemen (z.B. PowerChecker) beschäftigten, gratulierte. „Kinder und Jugendliche sind unsere Umweltbotschafterinnen und -botschafter von morgen. Deshalb ist es so wichtig, sie so früh wie möglich für die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und sie zu motivieren, in diesen Bereichen aktiv zu werden“, betonte Schaar.

I N F O: In Kärnten gibt es derzeit 51 ÖKOLOG-Schulen, davon 25 Volksschulen, 13 NMS, 6 BHS, 1 Berufsschule, 1 Polytechnische Schule und 1 Sonderschule für Schüler mit erhöhtem Förderbedarf. Im Mai 2019 gibt es an den ÖKOLOG-Schulen wieder ÖKOLOG-Tage und Anfang Mai findet zum 3. Mal die Veranstaltung „ÖKOLOG goes Public“, eine Ausstellung der Projektarbeiten, im Landesschulrat für Kärnten statt.

Liste der ÖKOLOG-Schulen: VS 23 Wölfnitz, VS Maria Rojach, VS St. Stefan, VS Fresach, VS Millstatt, VS Keutschach, VS Rangersdorf, VS Kötschach-Mauthen, VS Villach 9 – Fellach, VS Spittal-West, VS Möllbrücke, VS St. Veit, VS St. Andrä, VS Klein St. Veit, VS Molzbichl, VS Dellach, VS Pusarnitz, VS Trebesing, VS Sörg, VS Seeboden, VS Ponfeld, VS Irschen, VS Maria Gail, NMS Nötsch, NMS 2 Spittal, NMS Winklern, NMS Völkermarkt, NMS Wölfnitz, NMMS Seeboden, NMMS Gmünd, NMS Gegendtal, NMS Lurnfeld, NMS Hubertusstraße, SMS Villach Lind, PTS Spittal/Drau, LFS Drauhofen, BG/BRG St. Veit, HTL1 Lastenstraße, FBS Völkermarkt, LFS Litzlhof, HBLA Pitzelstätten, HLW Spittal, BG/BRG I. – Bachmann, Zweisprachige BHAK, PH Kärnten, SeF Seebach.

Im Schuljahr 2018/19 sind folgende Schulen hinzugekommen: VS Hohenthurn, VS Sattendorf, NMS Griffen, NMS 10 St. Peter, BRG Viktring.

Text: LPD, Pinter/Zeitlinger
Foto: NMS Gegendtal Treffen

440 Kärntner Schülerinnen und Schüler bildeten sich im Ausland weiter

440 Kärntner EU-Auslandspraktikantinnen aus den Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (4 HTL, 5 HAK, 9 HUM, 1 BAfEP, inklusive Betreuungslehrerinnen und -lehrer bzw. Direktorinnen und Direktoren) wurden zu einem Empfang von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair in das Klagenfurter Konzerthaus eingeladen.

Alle Schülerinnen und Schüler haben im Jahr 2018 im Rahmen des EU Projektes Erasmus + ein Auslandspraktikum absolviert. Davon kamen 271 aus den Humanberuflichen Schulen, 112 aus den Höheren Technischen Bundelehranstalten bzw. der BAFEP und 57 aus Bundeshandelsakademien. Der Zeitrahmen des Pflichtpraktikums in verschiedenen Betrieben betrug zwischen ein und drei Monaten. Die beliebtesten Praktikum-Destinationen waren Deutschland, Italien und Irland. Zu den Geehrten gehören auch jene sechs Schülerinnen und Schüler, die ein Praktikum im Verbindungsbüro in Brüssel bei Leiterin Martina Rattinger absolvieren bzw. absolviert haben.

„Bei einem Auslandspraktikum blickt man über den Tellerrand hinaus und kann viel Erfahrung sammeln, die man in keinem Klassenzimmer sonst hat. Ich bin mir sicher, dass die meisten diese gewonnen haben“, gratulierte der Landeshauptmann allen Kärntner EU-Auslandspraktikantinnen und -praktikanten. Ein Auslandsaufenthalt, bei dem man auf sich allein gestellt sei, erweiterte den Wissenshorizont, fördere die Kommunikationsfähigkeit und verbessere die Fremdsprachenkenntnisse, ist sich Kaiser sicher.

Sein nachhaltigster Eindruck eines Auslandsaufenthaltes während seiner beruflichen Tätigkeit im Jugendherbergsverband sei ein Besuch des Baskenlandes gewesen. „Ich schlug mich mit meinen Spanisch Kenntnissen durch und erfuhr, dass man dort baskisch spricht“, sagte er.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair zeigte sich erfreut darüber, dass in den Kärntner Schulen Mobilität kein Schlagwort sei, sondern gelebt werde. „Erasmus + fördert Mobilitätsprojekte. Die Jugendlichen erweitern im Ausland ihr Wissen, ebenso ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen“, betonte er.

Alle Schülerinnen und Schüler bekamen von Kaiser und Klinglmair im Beisein der jeweiligen Landesschulinspektorinnen und -inspektoren Urkunden überreicht. Im Rahmen der Ehrung wurden auch die Top-Drei-Clips des Alpe-Adria Videowettbewerbes ausgezeichnet. Der Kreativwettbewerb, er wurde vom Landesschulrat Kärnten in Zusammenarbeit mit der Nationalagentur Ersamus + und dem Verein Ready 4 Europe initiiert, hatte das Motto „Zeig uns deine Erasmus + – Gedanken, Ideen und Inspirationen“. Die besten Videos konnten von 6. bis 12. November 2018 auf der Ready 4 Europe Facebook Seite geliked werden.

Platz 1 mit 610 Likes errang die HLW Spittal (Julia Aigner, Natalie Kohlmayr, Anna Lena Müller). Die Plätze zwei und drei gingen an die HTL Wolfsberg (Hanna Schludermann, Elisabeth Wadler/553 Likes) und die CHS Villach (Elena Kofler, Laetitia Berry/542 Likes). Einen Sonderpreis gab es für Ana Zvenik und Primoz Gnidovec von der Sredja gostinska in turtisticna sola Radovljica/Tourismusschule.

Durch die Veranstaltung führte Moderatorin Isabella Bergner, die einzelne Schülerinnen und Schüler zu ihren Auslandserfahrungen interviewte. Das Resümee der meisten von ihnen lautete: „Wir sind auf eigenen Füßen gestanden, konnten unsere Sprachkenntnisse erweitern und haben neue Freundschaften geschlossen“.

Für die musikalische Umrahmung der Ehrung sorgte der zwölfköpfige Chor des BORG Auer von Welsbach.

Text: LPD/Michael Zeitlinger
Foto: LPD Kärnten/fritz press