Bundespreis für Alpen-Adria-Gymnasium beim Values4Europe Kreativwettbewerb

Schülerinnen und Schüler aller Schultypen Österreichs waren eingeladen beimValues4Europe Kreativwettbewerb mitzumachen. Die Schüler/innen der 4A Klasse des Alpen-Adria-Gymnasiums Völkermarkt gewannen mit ihren Beiträgen den Hauptpreis. Der Hauptpreis beinhaltet einen Besuch im Haus Europa, Gespräch mit EU Parlamentariern, verschiedene Vorträge/Workshops aus dem Menteeprogramm sowie ein Geldpreis.

Die Themenauswahl des Wettbewerbes beschränkte sich auf folgende Fragen: Was sind europäische Werte? Welche Werte sind Dir/Euch wichtig? Wie erleben wir Werte im Alltag?

Das Thema über persönliche/individuelle Wertvorstellungen konnte in den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Design, Film/Video, Fotografie und Neue Medien umgesetzt bzw. dokumentiert werden. Ziel war es, gemeinsame Werte und Wünsche unabhängig von Politik und Ideologie zu destillieren. Gesucht wurde, was Europa eint, wofür wir uns einsetzen und was wir ändern wollen.

Values4Europe ist die paneuropäische Plattform, auf der öffentlich Europas Werte identifiziert und diskutiert werden können. Values4Europe wird vom Hayek Institut und dem Austrian Economics Center unterstützt.

Text&Fotos: Andrea Weinberger

FBS Spittal/Drau bepflanzt Innenhof im LSR

Zum Ende des heurigen Schuljahres gestalteten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 3 Bau _ Gartencenter gemeinsam mit ihrem Lehrer Herbert Twardon im Rahmen eines Projektunterrichtes den Innenhof des Landesschulrates für Kärnten neu. Wo früher grauer Pflasterstein dominierte, werden in Zukunft grüne und blühende Sträucher für eine Wohlfühlatmosphäre sorgen. Trotz des miesen Regenwetters hat die Arbeit allen Beteiligten viel Spaß gemacht und theoretisches Wissen konnte sinnvoll praktisch angewendet werden.

Text&Fotos: Fachberufsschule Spittal/Drau

Digital- phänomenal oder doch katastrophal?

Erstmalig fand eine Fortbildungsveranstaltung für PädagogInnen aller Schularten, SchulpsychologInnen und –ärztInnen sowie Eltern und weitere Interessierte unter dem Motto „Digital – phänomenal oder doch katastrophal?“ statt. Die über 100 TeilnehmerInnen erlebten zwei aufschlussreiche und informative Vorträge von Dr. Ivan Ramšak und KI Claus Kügerl rund um Kindeswohl und Rechtssicherheit.

Die „Auswirkungen der digitalen Medien auf die Entwicklung der Kinder“ und „Die Gefahren digitaler Medien – eine Vorstellung polizeilicher Maßnahmen im schulischen Kontext“ standen im Mittelpunkt der Kooperationsveranstaltung des KGSÖ (Kärntner Netzwerk Gesunde Schule und ÖKOLOG) an der PH Kärnten im Viktor Frankl Saal.

Die folgenden Netzwerkpartner verfolgen gemeinsam das Ziel, Gesundheitsförderung und Umweltbildung zu selbstverständlichen Themen in Schulen zu machen.

Netzwerkpartner:

  • Gesundheitsland Kärnten
  • Kärnten Gebietskrankenkasse
  • Landesschulrat Kärnten
  • Landesverband der Elternvereine an den Schulen Kärntens
  • ÖKOLOG
  • Pädagogische Hochschule Kärnten
  • Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter

Das Ziel der Veranstaltung, sich bei den Informationsständen Anregungen zu holen und Netzwerkpartner zu finden, ist aufgegangen. Zwischen den beiden Vorträgen sorgte Gerti Malle mit Konzentrationsübungen aus der Kinetik für das gesunde Wohlfühlprogramm, das einen guten Anklang beim Publikum fand. Für das leibliche Wohl sorgte das KGSÖ Team mit der Unterstützung vom Sponsor Berglandmilch und mit persönlichem großem Einsatz.

Text: KGSÖ

Fotos: kore/LSR

Mit Sicherheit auf dem Weg zur Schule

Seinen großen Dank richtete Landeshauptmann Peter Kaiser an 116 Schülerlotsinnen und Schülerlotsen, die im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum in Mail am 52. Schülerlotsentag teilnahmen. „Es ist großartig, dass ihr bereits in eurem Alter Verantwortung für andere übernehmt und die Bereitschaft zeigt, etwas für Andere zu tun. Ich hoffe, diese Bereitschaft bleibt euch ein Leben lang erhalten. Kärnten ist richtig stolz auf euch!“, so der Landeshauptmann, der auch die anwesenden Lehrerinnen und Lehrer, Vertreter der Exekutive, die Verantwortlichen des Landesschulrats und die Teams des ÖAMTC und des Jugend-Rot-Kreuzes in seine Dankesworte miteinschloss. Die Schülerlotsinnen und Schülerlotens seien durch ihre Tätigkeit wichtige Vorbilder. Der Landeshauptmann erinnerte zudem daran, dass vor 52 Jahren der erste Schülerlotse in St. Jakob im Rosental seine Arbeit aufnahm. Gerade auf dem Weg zur Schule ereignen sich die meisten Unfälle bei Kindern als Fußgänger. Die Sicherung des Schulweges durch Schülerlotsen sei daher eine bedeutende Aufgabe mit großer Verantwortung für die Kleinsten in unserer Gesellschaft.

Landespolizeidirektor-Stellvertreter Wolfgang Rauchegger, Zivilschutzverband-Präsident Rudolf Schober und der Leiter der ÖAMTC-Fahrtechnik, Robert Pichler, dankten den Jugendlichen ebenfalls für ihren Einsatz und wünschten den Schülerlotsinnen und Schülerlotsen einen Tag voller Fun, Action und Know-How. „Ihr erklärt euch dazu bereit, mehr zu tun als es eigentlich eure Pflicht wäre. Ich danke euch für die Bereitschaft zu dieser Arbeit für eure Mitschülerinnen und Mitschüler. Ihr wirkt mit eurer Tätigkeit vorbeugend im Sinne der Sicherheit“, so Schober.

Das abwechslungsreiche Programm im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum bot bei sechs Info-Stationen alles Wissenswerte über Fahrtechnik und Fahrsicherheit. So wurden den Schülerlotsen unter anderen die großen Unterschiede bei Bremswegen und verschiedenste Fahrmanöver demonstriert. Im Überschlagssimulator konnte das Umkippen oder Überschlagen eines Fahrzeugs nachvollzogen werden. Auf der Go-Kart-Bahn konnten die Jugendlichen dann selbst ihr fahrerisches Geschick austesten oder als Beifahrer von ÖAMTC-Profis im Off-Road-Bereich an die Grenzen gehen.

Um Schülerlotse zu werden, muss man das zwölfte Lebensjahr vollendet haben und eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten einholen. Schülerlotsen sind bei ihrer Tätigkeit sowohl unfall- als auch haftpflichtversichert. Interessierte Jugendliche können sich bei ihrer jeweiligen Schuldirektion über die Ausbildung zum Schülerlotsen informieren, seitens der Polizei gibt es beinahe in jedem Bezirk bzw. bei den Stadtpolizeikommandos Klagenfurt und Villach eigene Schülerlotsenbetreuer, die die Jugendlichen ausbilden.

Jährlich werden an die 250 Schulkinder von der Polizei für die verantwortungsvolle Tätigkeit des Schülerlotsendienstes neu ausgebildet. Sie versehen ihren Dienst an über zehn Schülerlotseneinsatzstellen.

Text: LPD/Fabian Rauber
Fotos: LPD/Just, AbtInsp Alfred Rauscher, Ing. Christian Orasch

Wissenschaftswerkstatt an Kärntner Schulen

Die Wissenschaftswerkstatt hat es sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Herangehensweisen an Neuen Mittelschulen (NMS) zu etablieren und begleitet SchülerInnen langfristig, um ihre naturwissenschaftliche Kompetenz auszubauen und ihnen einen positiven Zugang zu Tätigkeiten in diesem Bereich zu vermitteln.

Im Rahmen von Workshops haben SchülerInnen die Chance, sich auf experimentellem Niveau mit Fragestellungen aus mathematisch-naturwissenschaftlichen Feldern zu beschäftigen. Dabei sollen forschend Phänomene der unmittelbaren Umwelt betrachtet, Fragen gestellt und zu deren Lösung beigetragen werden. Dies ermöglicht SchülerInnen ihre Problemlösungskompetenz auszubauen und die Hemmschwelle zu Wissenschaft und Forschung zu überwinden.

Ausgehend davon möchte die Kaiserschild-Stiftung dieses Projekt zukünftig mehr SchülerInnen zugänglich machen und hat das Angebot auf das Bundesland Kärnten ausgeweitet.

Details zur Umsetzung:

  • Eine Klasse einer NMS wird von der 5. – 8. Schulstufe betreut
  • Standort: ländlicher Raum
  • Eine Projektwoche pro Jahr: 4 Halbtage mit je 3 Schulstunden
  • Keine Kosten für die Schülerinnen und Schüler oder die Schule
  • Die Schule stellt Räumlichkeiten und eine Aufsichtsperson zur Verfügung

Die ersten teilnehmenden Kärntner Schulen sind: NMS Gegendtal-Treffen, NMS Winklern, NMS Griffen und NMS Bad St. Leonhard.

Die Schülerinnen und Schüler der NMS Winklern und der NMS Gegendtal-Treffen haben bereits im Sommersemester 2018 das erste Modul erfolgreich und mit Begeisterung absolviert.

Im Herbst des Schuljahres 2018/19 starten die NMS Griffen und die NMS Bad St. Leonhard mit der Wissenschaftswerkstatt.

Weitere Informationen: www.kaiserschild-stiftung.at

Kontaktpersonen: Mag. Irmgard Mitterbäck: irmgard.mitterbaeck@kaiserschild-stiftung.at

Mag. Gerlinde Duller: gerlinde.duller@lsr-ktn.gv.at

 

Text: Mag. Gerlinde Duller, Mag. Irmgard Mitterbäck

Fotos: NMS Gegendtal, NMS Winklern

Zertifikate für Kärntens junge Talente

Die Koordinationsstelle der BBF Kärnten (Begabungs- und Begabtenförderung Kärnten) für den APS-Bereich organisiert unter der Leitung von Fr. Marianne Kriegl-Pernjak, BEd seit dem Schuljahr 2013/14 Werkstätten für außerordentlich begabte und interessierte Schüler/innen.

Heuer wurden zum ersten Mal Zertifikate an Teilnehmer/innen verliehen, die regelmäßig an den Kursen teilgenommen haben. Die Verleihung fand im „schönsten Saal Kärntens“ im Spiegelsaal in der Kärntner Landesregierung statt. „In diesem Saal werden nur Exzellenzen geehrt, doch selten ist das Publikum so jung wie heute“, begrüßte LHStv. Dr. Beate Prettner die Teilnehmer/innen. 98 Zertifikate konnten an Schüler/innen aus der Volksschule, Neuen Mittelschule und der AHS von LHStv. Dr. Beate Prettner, Rudolf Altersberger und LSI für Begabungsförderung, Dr. Dagmar Zöhrer verliehen werden.

Die Schüler/innen hatten während des Schuljahres regelmäßig an den außerschulischen Werkstätten in den Fachbereichen Mathematik (Kursleitung: Stefan Lobnig, BEd und Mag. Mara Pomassl), Deutsch (Kursleitung: Janine Zederbauer, BEd), Chemie (Kursleitung: Mag. Karl Brachtl) und Physik (Kursleitung: Stefan Lobnig, BEd) teilgenommen. Sie hatten mit Kindern altersunabhängig und schulunabhängig an anspruchsvollen Themen gearbeitet. Die Schüler/innen beschäftigen sich am Nachmittag freiwillig damit, wie viele Wassertropfen im Wörthersee sind, wie lange ein Funkspruch zum Mars dauern kann, wie chemische Experimente durchgeführt werden, oder wie eine Zeitung entsteht, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Kooperation mit der Kleinen Kinderzeitung hat bei den D-Werkstätten nicht nur dazu geführt, dass die Schüler/innen LH Dr. Peter Kaiser interviewen konnten, sondern viele von ihnen haben sich auch dazu entschlossen, einen „Job“ bei der Kleinen Kinderzeitung als Reporter anzunehmen.

Mag. Wolfgang Pucher vom Verein Wirtschaft für Bildung, der das Projekt finanziell unterstützt, lobte das große Engagement und Können der jungen Talente.

Ein großes musikalisches Talent umrahmte die Feier am Klavier. Elias Keller ein junger Ausnahmepianist verzauberte die anwesenden Kinder, Jugendlichen, Eltern und Ehrengäste mit seiner Darbietung.

Text: Marianne Kriegl-Pernjak, BEd

Fotos: Protokoll Land Kärnten/Büro LHStv. Prettner, MMag. Ida Bacher

„Die Stunde des Herzens“ – spezielle Lernförderung an der NMS Viktring

„Was von Herzen kommt, das geht zu Herzen“, diese Erfahrung begleitet Lehrerin Heidemarie Jesenko an der NMS Viktring seit Jahren.

„Bei der „Stunde des Herzens“ handelt es sich nicht um einen Förderunterricht im herkömmlichen Sinne, sondern um ganzheitliches Lernen. Es wird vorallem auf die Sorgen, Nöte, Ängste und Fragen der Schülerinnen und Schüler eingegangen und ihr Selbstvertrauen gestärkt“, schildert Rudolf Altersberger. Gemeinsam mit Direktor Peter Czadilek wurde Heidemarie Jesenko an ihrem 50. Geburtstag zur „Lehrerin des Herzens“ ausgezeichnet und bekam passend dazu die Urkunde in Form eines Lebkuchenherzes überreicht.

Vor mehr als zehn Jahren wurde sie eines Tages zeitig in der Früh von Schülerinnen und Schülern gebeten, ihnen bei der Bewältigung ihrer Hausübungen zu helfen, da ihnen zu Hause die Eltern nicht weiterhelfen konnten. So nahm die Stunde des Herzens ihren Anfang.

Der Name wurde von den Schülerinnen und Schülern ausgesucht, da jede/r freiwillig an diesem „speziellen Förderunterricht“ teilnahm. Tagtäglich traf sie sich von nun an mit interessierten Schülerinnen und Schülern um 7 Uhr in der Früh und bereitete sie gemeinsam auf Tests und Schularbeiten vor, übte Lernstrategien ein, setzte Lerntipps um, erledigte Hausübungen und stimmte sie mit Bewegungsübungen auf den Schulalltag ein. Das blieb von Schülerinnen und Schülern aus anderen Klassen natürlich nicht unbeobachtet und so baten auch diese um Teilnahme an den Einheiten.

Jede/r konnte freiwillig daran teilnehmen, und so nahmen tagtäglich mindestens zehn Schülerinnen und Schüler bei dieser Einheit teil. Das Angebot wurde noch auf ein spezielles Legasthenietraining für Kinder erweitert. Immer mehr Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse an dieser „Stunde des Herzens“, die auch noch heute bei den Schülerinnen und Schülern großes Interesse findet.

Lernen soll Spaß und Freude bereiten, denn schließlich lernen wir ein Leben lang. Wenn aber das Lernen zum Problem wird, Lernblockaden entstehen, Stress und Frust den Alltag bestimmen, dann ist es höchste Zeit, den Ursachen auf den Grund zu gehen. In der „Stunde des Herzens“ werden die Ursachen für Lern- und Leistungsprobleme analysiert, passende Programme und Übungen ausgewählt, die die eigenen Fähigkeiten fördern, mit Neugierde wird alles Neue aufgenommen, verarbeitet und natürlich entsprechend angewendet.

Text: NMS Viktring

Fotos: kore/LSR

Culinary Trip through Europe

Im Rahmen des Erasmus+ Projektes „KA2 Strategische Schulpartnerschaften“, erwartete Rudolf Altersberger, Mag. Ida Karner von der Nationalagentur Erasmus und Bildung aus Wien sowie Berufsschuldirektor Reinhard Angerer am 18. Juni 2018 in der Fachberufsschule für Tourismus in Warmbad Villach eine Präsentation, in der die Lehrlinge ihre Erlebnisse und Projektfortschritte noch einmal Revue passieren ließen.

Der Output des länderübergreifenden Erasmus+ Austausches kann sich sehen lassen: Das gemeinsame Kochbuch „Culinary Trip through Europe“ ist Endresultat des zweijährigen Schulprojektes und beinhaltet ausgefallene Gerichte aus Estland, Finnland, Spanien und Kärnten, wie etwa Mustikkakukko, Falafel, Ashak oder Bolani. Besonders die Koordinatorinnen und Koordinatoren Jaana Rajavuori aus Joensuu (Finnland), Heili Heimo aus Haapsalu (Estland), Jesús Sanchis aus Valencia sowie der Projektleiter der Fachberufsschule Warmbad, Heinz Steindorfer BEd, zeigten sich mehr als stolz über die gelungene Kooperation und freuten sich über den kulturellen und vorallem kulinarischen Austausch. Auch Rudolf Altersberger vom Landesschulrat für Kärnten ist begeistert, wie SchülerInnen über Grenzen hinweg in kulinarischen Kontakt getreten sind: „Ein Zusammenrücken von Schülerinnen und Schülern mehrerer Länder ist über das Kreieren gemeinsamer Rezepte gelungen.“

Das Projekt fördert in einem Konsortium von vier vergleichbaren, berufsvorbereitenden Schulen die Niveauanhebung der Ausbildung für Berufe in den Bereichen Kochen, Ernährung und Tourismus. Dabei spricht es neben Spezialkenntnissen die Zielsetzungen, Rahmenbedingungen, Fachkenntnisse und Curricula an, nicht nur den Austausch von gängiger und bewährter Praxis, wie dies in „Partnerships of Schools Only“ vorgesehen ist. Der wesentliche europäische Wert des Projektes liegt im Aufbau des beruflichen Netzwerks, im kulturellen, internationalen Austausch der Lernenden und Lehrenden und in der Veröffentlichung des Kochbuches „Culinary Trip through Europe“.

Weiterführende Informationen: https://erasmusculinarytrip.wordpress.com/

Text: FBS Warmbad Villach

Fotos: kore/LSR

Erfolgreiches Schule-Jugend-Theater Projekt!

Das Jahr 2018 ist ein besonderes Jahr für die Republik Österreich und das Land Kärnten. Vor 100 Jahren ist im November 1918 die Republik Österreich gegründet worden. Vor 70 Jahren ist dann im März 1938 die Republik Österreich in der Gestalt des austrofaschistische Ständestaats an das nationalsozialistische Deutsche Reich angeschlossen worden.

Daher ist das Jahr 2018 ein besonderes Gedenk- und Erinnerungsjahr, das dazu geeignet ist, sich mit der Geschichte Österreichs und Kärntens auseinanderzusetzen. Insbesondere trifft dies für Schulen zu, die eigene Geschichte kennenzulernen und sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Zu diesem Zweck hat der Fachbeirat für Darstellende Kunst der Kärntner Landesregierung diese Projektinitiative gestartet, mit der Umsetzung sind der Landesschulrat für Kärnten und der Verein GEMMA betraut worden, das Schule-Theater-Projekt „Österreich-Kärnten 1918-1938-2018“ Wirklichkeit werden zu lassen. Mit diesem Projekt wurden Schulen, Direktionen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler für die Geschichte Österreichs und Kärntens sensibilisiert. „Geschichte – und damit in den Rückspiegel der Gegenwart geblickt – schafft für unsere Jugend alleine noch keine Zukunft. Aber mit dem Schule-Jugend-Theater-Projekt „Österreich-Kärnten 1918-1938-2018“ gelingt eine sensationelle Erinnerungsinnovation in Zusammenarbeit mit Kulturvereinen und Schülerinnen und Schülern auf den Bühnen unserer Schulen, Gemeinden und Städten“, so Rudolf Altersberger.

Ziel dieses Projektes war es, in vier Projekten in vier Bezirken des Landes Kärnten in acht Schul- und Bildungseinrichtungen unter professioneller Anleitung von vier Kultureinrichtungen sich aus heutiger Sicht mit speziellen Themen der Geschichte Österreichs bzw. Kärntens auseinanderzusetzen, die das Gründungsjahr der Republik 1918 bzw. die Zugehörigkeit Kärntens zur Republik Österreich seit 1918 sowie das Jahr 1938, den Anschluss des austrofaschistischen Ständestaats an das nationalsozialistische Deutsche Reich, künstlerisch und historisch reflektierten.

Die Schülerinnen und Schüler konnten bei der Umsetzung dieser Projekte spielerisch lernen, Themen der Geschichte selbst zu erforschen, somit die eigene Geschichte, Kunst und Kultur kennenzulernen und dann in Folge auch künstlerisch theatralisch umsetzen. Zur Einreichung wurden Projekte zum Thema „Österreich-Kärnten 1918-1938-2018“ vorgelegt, die in einer der beiden Landessprachen oder in beiden Landessprachen durchgeführt wurden. Das Ziel dieses Schule-Theater-Projektes „Österreich-Kärnten 1918-1938-2018“ war die Sensibilisierung für die eigene Geschichte, Kunst und Kultur durch Theater zu erreichen. Deshalb wurden in der Umsetzung alle Formen miteinbezogen, die in der darstellenden Kunst Platz finden wie beispielsweise Schauspiel, Drama, Musik, Tanz, bildende Kunst und visuelle Medien. „Es ist großartig, welche unterschiedlichen Ansätze in den Schultypen gewählt wurden. Das gesamte Projekt war für uns als Pilotprojekt gedacht und wir hoffen, wir können dieses Format fortsetzen. Insgesamt konnten über 250 SchülerInnen aktiv mitwirken und bereits jetzt mit den Vorstellungen 1.500 Personen erreicht werden“, unterstreicht GEMMA-Vorsitzender Marc Germeshausen.

Mitgewirkt haben folgende Kulturinitiativen/Kulturschaffende:

eva & eva und kunststoff

Slovensko prosvetno društvo / Slowenischer Kulturverein ROŽ

Priv.-Doz. Mag. DDr. Peter Wiesflecker

Seraphine Rastl

TurboTheater

 

Mitgewirkt haben folgende Schulen/Jugendzentren:

Neue Mittelschule Hermagor,

Volksschule St.Stefan im Gailtal

NMS St. Jakob i. Ros./Šentjakob v Rožu

HLW St. Peter/Šentpeter

VS St. Leonhard b. S./LŠ Št. Lenart pri Sedmih studencih

VS Gödersdorf/LŠ Di a vas

BG/BRG Villach St. Martin

Jugendzentrum der Stadt Villach

 

Text: Marc Germeshausen/GEMMA

Fotos: kore/LSR

„MINIKÖCHE“ erhalten 10.000 Euro vom ATRIO S’COOL Jugendfonds

Im Beisein von Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, Bürgermeister Günther Albel, Rudolf Altersberger sowie Christoph Andexlinger, Head of Center Management der SES Spar European Shopping Centers, Betreiber und Eigentümer des ATRIO, fand die Präsentation des Siegerprojektes des ATRIO Jugendfonds S‘COOL statt: Das Schulprojekt „MINIKÖCHE“ wird mit 10.000 Euro gefördert. Der Jugendfonds S’COOL hat den ATRIO Zukunftsfonds nach nunmehr zehn Jahren abgelöst: Das ATRIO fördert damit weiterhin Jahr für Jahr grenzüberschreitende Projekte – nun allerdings ausschließlich Schulprojekte. Voraussetzung für die Zuerkennung einer Förderung ist, dass das Projekt von einer Kärntner Schule gemeinsam mit einer Schule aus Italien oder Slowenien erarbeitet wird.

Ausgewählt wurde das diesjährige und damit erste S’COOL-Siegerprojekt aus zahlreichen Einreichungen von einem Beirat, der aus Landeshauptmann Peter Kaiser, dem Villacher Bürgermeister Günther Albel, dem CEO der SES Marcus Wild, Christoph Andexlinger, Head of Center Management der SES und ATRIO Center-Manager Richard Oswald besteht.

Das Siegerprojekt wurde von Günter Walder, Kochlehrer an der Fachberufsschule Tourismus Warmbad Villach und Präsident des Klubs der Kärntner Köche, initiiert. Im September startet das Projekt, das auf zwei Jahre ausgerichtet ist. Neben der FBS Warmbad Villach sind auch die Mittelschulen IIS Giancardi-Galilei-Aicardi (Alassio, Ligurien) und Sredinja sola za gostinstvo in turizmen (Marburg) beteiligt.

Schülerinnen und Schüler aus Kärntner Volks- und Mittelschulen sowie den beiden Partnerschulen werden in ausgewählten Gastronomiebetrieben in Kärnten, Italien und Slowenien zusammenkommen, um gemeinsam typische Speisen aus dem Alpe-Adria-Raum herzustellen. Dabei sollen sie spielerisch vor allem auch über gesunde Ernährung und regionale Produkte unterrichtet werden. „Etwa zwölf Betriebe öffnen ihre Pforten und Küchen für unsere Jungköche. Ausgezeichnete Wirte und (Chef-)Köche werden Einblicke in ihre Kochkunst ermöglichen und Tipps fürs Dekorieren und Servieren mitgeben. Gesundes Kochen mit natürlichen und frischen Zutaten, vorzugsweise von heimischen Produzenten, steht dabei im Mittelpunkt“, freut sich Günter Walder, selbst leidenschaftlicher Koch.

„Dieses Projekt vereint zwei wichtige Aspekte: Einerseits wird bei den Jugendlichen das Bewusstsein für gesunde Ernährung und regionale Lebensmittel gefördert und andererseits können sie bei diesem Projekt gemeinsam sprachliche Barrieren überwinden und die Kultur des Nachbarlandes kennenlernen“, zeigt sich Center-Manager Richard Oswald begeistert.

Am Ende des Projektes sollen die Kinder und Jugendlichen die Rezepte der gemeinsam zubereitenden Speisen und der kulturellen Traditionen im Alpe-Adria-Raum in einem Kochbuch zusammenfassen.

Die nächste Ausschüttung des Jugendfonds erfolgt im Frühjahr 2019, Projekte können noch bis 31.12.2018 über die Atrio Homepage eingereicht werden:

https://www.atrio.at/de/news-events/atrio-jugendfonds

Text: Atrio Villach

Fotos: kore/LSR