Europäischer Tag der Sprachen in Kärntens Schulen

Am 26. September wird jährlich der Europäische Tag der Sprachen gefeiert, um auf die Sprachenvielfalt in Europa aufmerksam zu machen. Das Österreichische Sprachenkompetenzzentrum (ÖSZ) koordiniert im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung den Aktionstag und unterstützt die unterschiedlichen Projekte, die Lust aufs Sprachenlernen machen.

So haben in der WI’MO Klagenfurt die SprachenlehrerInnen am Vormittag eine lebendige Veranstaltung mit dem Titel „Kinder entdecken Sprachen“ geplant. SchülerInnen der Volksschule Hermagoras und der NMS Hasnerschule besuchten die WI’MO und erlebten Sprachen mit allen Sinnen. SchülerInnen der 5. Jahrgänge der WI’MO begleiteten ihre jungen Gäste und unterstützen sie in spielerischer Form beim Erwerb des „WI’MO Sprachenpasses“. Um diesen Sprachenpass zu erlangen, mussten folgende Stationen durchlaufen werden:

HÖREN: Get to know the English alphabet and numbers & Let’s sing together!

SEHEN: „Twister en fran çais.“ Spielerisch Farben lernen auf Französisch.

FÜHLEN: „¿Qué es esto?“ Lebensmittel mit verbundenen Augen „ertasten“ und die spanischen Bezeichnungen lernen.

RIECHEN: Che odore senti?“ Dinge mit verbundenen Augen „erriechen“ und die italienischen Bezeichnungen erfahren.

SCHMECKEN: „Was isst du gerade?“ Landestypische Köstlichkeiten mit verbundenen Augen „erschmecken“ und der Sprache zuordnen.

„EXPERTENQUIZ“ „Bist du bereit für den WI’MO Sprachenpass?“

Für die Teilnahme erhielten die jungen Gäste ein in der hauswirtschaftlichen Abteilung selbstgemachtes, kulinarisches Give-Away bzw. diverse Gewinnpreise.

Die Kinder der VS Hermagoras/Mohorjeva besuchten außerdem als „Lebende Grußsprachenkette – Živa jezikovna veriga pozdravov“ den Neuen Platz, die Landesregierung und den Landesschulrat, wo die Leute in verschiedenen Sprachen bzw. mit Liedern in beiden Unterrichtssprachen (Deutsch / Slowenisch) und Grußworten auf den europäischen Tag der Sprachen aufmerksam gemacht wurden.

Im Ingeborg-Bachmann-Gymnasium Klagenfurt feierten die Schülerinnen und Schüler den Tag der Sprachen mit einer Ausstellung zum Thema „Mit 80 Sprachen um die Welt“. In der Aula luden Heißluftballons dazu ein, mit den Übersetzungen der Wörter „Hallo, Danke, Auf Wiedersehen“ 80 neue Sprachwelten zu entdecken. Auf Bildern waren Redewendungen in den sechs Fremdsprachen zu lesen, die an der Schule unterrichtet werden (Englisch, Italienisch, Französisch, Latein, Spanisch, Russisch). In der Schulkantine konnten Spezialitäten aus verschiedenen Ländern bestellt werden, zum Beispiel „una ciabatta, per favore“ oder „a jacket potato, please“.

Im Rahmen des Grazer Sprachenfests des Sprachennetzwerks Graz verlieh das ÖSZ im Auftrag des BMB und der Nationalagentur Erasmus+ Bildung bereits zum 16. Mal das renommierte Europäische Sprachensiegel. Rund 60 Institutionen reichten 2017 ihre Initiativen zum Thema „Mehrsprachige Lernräume – zur Vielfalt ermutigen, zur Teilhabe befähigen“ ein. Die Kür der Gewinner war aufgrund der hohen Qualität der Projekte keine leichte Aufgabe für die Fachjury. Dennoch konnten u.a. ein Leuchtturmprojekt aus Kärnten die ExpertInnen überzeugen: Die VS Lind ob Velden organisierte gleich eine ganze SchulKulturWoche zum Thema „Kultur erleben Sprache verstehen – Impulse für Schule und Dorf“.

„Sprachen verbinden Menschen und schaffen Bildungsvielfalt. Daher geht ein großer Dank an die Pädagoginnen und Pädagogen, die wichtige Projekte initiieren, um die Sprachenvielfalt darzustellen und im schulischen Unterricht abzubilden,“ freute sich der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger über die vielen tollen Aktionen anlässlich des Sprachentages.

Text&Fotos: kore/LSR, ÖSZ

Schuljahr 2017/18: Bildungszentren weiter im Fokus

Was die insgesamt 61.107 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2017/18 erwartet, gaben Bildungsreferent LH Peter Kaiser und AP Rudolf Altersberger im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz im Medienraum der Kärntner Landesregierung bekannt. Der Ausbau und die Investitionen in Bildungszentren, die Ganztagesangebote und die österreichweit einzigartigen Fortschritte im Bereich der Inklusion stehen auch weiterhin im Fokus aller Bemühungen.

„Österreichweit einzigartig sind die Fortschritte, die wir im Inklusionsbereich machen“, freute sich Kaiser. 85 Prozent aller Kinder mit besonderem Förderbedarf würden bereits inklusiv betreut werden. Ziel bleibe laut Kaiser, bis zum Schuljahr 2019/20 in Kärnten keine Sonderschulen mehr zu benötigen. Den Rückgang der SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf um 142 Personen, wertete Kaiser als erfreulich. Immer noch liege man in diesem Bereich bei 4,2 Prozent – vom Bund refundiert werden aber lediglich 2,7 Prozent. „Ich kann nur darauf aufmerksam machen, dass das Land hier aus seinem Budget finanziert, was vom Bund gesetzlich vorgegeben wird“, so der Landeshauptmann. Insgesamt seien es in diesem Bereich rund acht Millionen Euro, die Kärnten aufzubringen hat, um den hohen Bildungsstandard auch halten zu können.

Auf seine insgesamt 92 Bildungszentren könne Kärnten stolz sein, betonte Kaiser. Die Erfahrungen seien durchwegs positive, auch wenn die Umstellung vielerorts für Aufregung sorge. Gerade in Anbetracht der Diskussion rund um drohende Schließungen von Schulstandorten, müsse man sich darauf konzentrieren, Angebote dort zu konzentrieren, wo sie auch Sinn machen, meinte der Landeshauptmann. Am Plan, in jeder Gemeinde, so dort auch gewünscht, einen Schulstandort zu erhalten, sei trotz jüngster Kritik des Landesrechnungshofes auch weiterhin nicht zu rütteln.

Das Land fördert die Umbauten und Sanierungen im Rahmen des Kärntner Schulbaufonds. Investitionen, die auch die heimische Baukonjunktur beleben. Insgesamt sind das 18,7 Millionen Euro. Zudem sind mehr als 14 Millionen Euro in laufenden Projekten gebunden.

Auch der Ausbau der Ganztagesschulen gehe gut voran. Rund 5499 Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Schuljahr an 162 Standorten in Ganztagesschulen oder schulischer Ganztagesbetreuung unterrichtet werden. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von knapp zehn Prozent. Mit erleichtertem Zugang zu Förderungen des Landes, sollen künftig auch die Beiträge für Eltern gesenkt werden können und damit das Angebot attraktiver werden.

Mit dem Thema „Gegen Gewalt und Mobbing in Kindergärten und Schulen“ wolle man laut Altersberger im Schuljahr 2017/18 einen ganz klaren Schwerpunkt setzen. Man werde versuchen, die Kinder vor allem für den bedachten Umgang mit Sozialen Netzwerken zu sensibilisieren. Die Digitalisierung der Schulen stehe auch weiterhin im Mittelpunkt. Im Bereich der Internationalisierung sei man bemüht darum, das Angebot von Auslandserfahrungen für die Schülerinnen und Schüler noch auszubauen. Zudem arbeite man im Landesschulrat an einer erweiterten Begabtenförderung.
Mit einem karitativen Projekt wolle man heuer zudem Kindern in anderen Ländern helfen. „In vielen Gegenden dieser Welt sind Unterrichtsmittel rar. Wir bitten daher alle Eltern und Kinder, die Schultaschen oder ähnliches nicht mehr brauchen, diese im Landesschulrat abzugeben. Wir werden uns bemühen, Kindern die es schwer haben, den Schulstart ein wenig zu erleichtern“, formulierten Kaiser und Altersberger am Ende der Pressekonferenz ein ganz spezielles Anliegen.

Text: LPD/Susanne Stirn
Foto: Büro LH Kaiser

„Schule der Zukunft“ – Praxis-HAK-Jet gewinnt bundesweiten Wettbewerb

Es war eine Nachricht wie ein Sahnehäubchen am Zeugnistag eines erfolgreichen Schuljahres: Die Praxis-HAK Völkermarkt konnte einen vom Bundesministerium für Familie und Jugend in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung veranstalteten Kreativwettbewerb zum Thema „Wie wir in Zukunft mit digitalen Medien lernen werden“ für sich entscheiden. Erst wenige Tage zuvor wurden die beteiligten Schülerinnen und Schüler, Daniel Kulter (4AK), Chiara Ellensohn, Marie-Christin Kitz, Denise Leitner und Kea Metzler von Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser geehrt, nun folgte die sensationelle Meldung aus der Bundeshauptstadt.

Der prämierte Clip war das Ergebnis eines gemeinsamen Brainstormings von Lernenden und Lehrenden im Kontext unserer Initiativen im Rahmen des Jahres der digitalen Bildung. Koordiniert von Prof. Martin Erian und Prof. Mario Kraiger wurden gemeinsam Perspektiven entwickelt, wie die Idee von „Schule 4.0“ im Unterrichtsalltag Einzug halten kann, ohne gleich alle vorhandenen Strukturen über Bord zu werfen. Direktorin Michaela Graßler: „Bei so einer tiefgreifenden Veränderung unseres Alltags wollen wir die Schülerinnen und Schüler unbedingt mit ins Boot holen und ihre Ideen ernst nehmen. Die Arbeiten an diesem Film haben uns dabei wieder einen wichtigen Schritt weitergebracht. Dass das Engagement so belohnt wird, ist eine tolle Sache.“ Der Film ist via Facebook und YouTube abrufbar.

Facebook: https://www.facebook.com/PraxisHakVoelkermarkt/videos/799806340192143/

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=Phz9EvPME3c

 

Vollgas unterwegs im Jahr der digitalen Bildung: Digital kompetente Klassen in Kärnten

Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft und der Umgang mit digitalen Medien wird als eine wesentliche Kulturtechnik unserer Zeit wahrgenommen, die in Zukunft noch mehr Bedeutung gewinnen wird. Die digital vernetzte Welt beeinflusst die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und somit auch direkt oder indirekt den Unterricht. Damit sich Kinder in dieser digital vernetzten Welt zurechtfinden, müssen sie schon in der Volksschule beginnen digitale Kompetenzen zu erwerben. Dabei spielen in gleichem Maß technologische, gesellschaftlich-kulturelle sowie anwendungsbezogene Aspekte eine wichtige Rolle.

Viele Lehrerinnen und Lehrer arbeiten schon jetzt im Sinne dieser Entwicklung und integrieren anwendungsorientierte, gesellschaftlich-kulturelle und technologische Perspektiven der digitalen Bildung in ihren Unterrichtsalltag. Um diesen Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit zu bieten, ihre Bemühungen auch sichtbar zu machen, wurde das Projekt „Digital kompetente Klasse“ ins Leben gerufen. Zu diesem Projekt können sich Lehrpersonen aus den Volksschulen und Neuen Mittelschulen mit ihren Klassen anmelden.

In den Jahreszeugnissen von 53 Klassen der NMS und 6 Klassen von Volksschulen wird in diesem Schuljahr erstmals der Vermerk „Er/Sie hat am Projekt „Digital kompetente Klasse“ teilgenommen“ stehen: VS Ebenthal, VS Friesach, VS Himmelberg, VS Sörg, VS Ponfeld, NMS 11 Klagenfurt, BZ Lesachtal, NMS Ferlach, NMS Friesach, NMS St. Veit/Glan, NMS Weitensfeld, NMS Metnitz, NMS 2 Spittal, NMS Arnoldstein, NMS St. Jakob, NMS Griffen, NMS Griffen, NMS Völkermarkt, NMS Bad. St. Leonhard und NMS Wolfsberg

„Schülerinnen und Schüler, die geleitet Kompetenzen im Umgang mit den digitalen Medien erlernen und eintrainieren, können Gefahr und Nutzen erkennen und so ihr Lernen steuern. Die digitale Welt ermöglicht globale Perspektiven und bereitet auf die Arbeitswelt der Zukunft vor“, sagt Landesschulinspektorin Mag. Beatrice Haidl.

Mittels Umfrage wurde das Feedback zum Jahr der digitalen Bildung eingeholt. 72 Schulen haben in ihren Rückmeldungen festgehalten, dass eine Sensibilisierung der Lehrkräfte in Richtung neue Medien stattgefunden hat. „Lehrerinnen und Lehrer haben sich sowohl mit den Risiken, aber auch den großen Chancen, die die neuen Medien bieten, beschäftigt. Es konnten neue Impulse für die Weiterentwicklung gegeben werden. Negativ eingestellte Kolleginnen und Kollegen haben erkannt, dass die Medienkompetenz einen aktuellen Baustein unseres Schulsystems und somit einen unverzichtbaren Schlüssel zum Lernen darstellt. Sogar der Wunsch nach einem Pflichtfach wurde laut“, freut sich der Amtsführende Präsident Rudolf Altersberger darüber, dass im Jahr der digitalen Bildung eine erfolgreiche Sensibilisierung und Weiterentwicklung in Richtung digitale Kompetenzen in allen Schultypen gelungen ist. Die Sichtbarmachung in den Zeugnissen ist dabei das große Plus für Schülerinnen und Schüler.

Kleine Abgeordnete kreieren Schulmaskottchen

Eine Möglichkeit für Kinder den Schulalltag aktiv mitzugestalten, sind Schülerparlamente. Hier wird darüber diskutiert, was aus Sicht der Kinder an Schulen verbessert werden kann. 36 Schülerinnen und Schüler des Schulparlaments der VS 9 Klagenfurt, Dr. Theodor Körner-Schule, haben als besondere Projektidee des Schulparlaments ein eigenes Schulmaskottchen entworfen: Ein Schulfüchslein-Schlüsselanhänger mit dem „Wissen ist cool“ Schullogo.

„In Schülerparlamenten werden unsere Kärntner Schülerinnen und Schüler zu kritischen, selbstbewussten, eigenentscheidungsfähigen und demokratischen Persönlichkeiten ausgebildet,“ dankte der Amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger der engagierten Schülerparlaments-Beauftragten der VS 9, Monika Lesiak-Just. Mit Stolz durfte er auch heuer wieder den kleinen Abgeordneten Urkunden für deren aktiven und freiwilligen Einsatz für die Schulgemeinschaft überreichen.

Zertifikatsverleihungen Peer-Mediation

Anfang Juli wurden in einem feierlichen Rahmen von Direktor Mag. Gerhard Hopfgartner und Anna Maria Gabalier, MA – Landesschulrat für Kärnten, Schulmediation – den angehenden Peer-MediatorInnen des Europagymnasiums die Zertifikate für ihre erfolgreich absolvierte Ausbildung überreicht. Zum Ziel haben sich die Peer-MediatorInnen genommen mit ihren erworbenen Kompetenzen zukünftig andere SchülerInnen in schwierigen Situationen und Konflikten begleiten und unterstützen zu können.

Die Ausbildung der SchülerInnen wurde mit viel Engagement von den beiden Peer-Coaches Frau Mag. Christiane Streit und Herrn Mag. Ingo Oberrauner am Schulstandort gestaltet und umfasste 42 Unterrichtsstunden. Wir gratulieren folgenden SchülerInnen zu ihrer absolvierten Peer-Mediationsausbildung und wünschen ihnen für ihre zukünftige Arbeit vor Ort alles Gute:

Christina Janesch, Valentina Juvan, Annmarie-Sophie Kuchling, Anna Oliva, Theresa Rassi, Katharina Huber, Julian Lechner, Maximilian Perne, Maximilian Brandstätter, Maximilian Buchwald, Charlotte Goess, Elizabeth Mochar, Gina Umschaden, Raphaela Waldhauser, Nicolaus Casati

Und auch auf LehrerInnenseite wurde fleißig gelernt. Es haben am 5. Juli 2017 an der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule – 19 PädagogInnen den 4semestrigen Lehrgang für Mediation und Konfliktkompetenz im Bildungsbereich erfolgreich abgeschlossen und bekamen in einem ebenfalls feierlichen Rahmen ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Die nun ausgebildeten Peer-Coaches haben bereits während ihrer Ausbildung an ihren schulischen Standorten Mediationsprojekte umgesetzt und werden in Zukunft an diesen weitergestalten. Wir freuen uns um das Interesse auf allen schulischen Ebenen an einem so aktuellen Thema und bedanken uns recht herzlich bei den Menschen, die mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement einen wesentlichen Beitrag zu einer konstruktiven Konfliktkultur an den Schulen leisten und damit auch gewaltpräventiv tätig sind.

Text: und Anna Maria Gabalier, MA
Foto: Mag. Gerhard Hopfgartner

Schulpsychologinnen und Schulpsychologen helfen zum Schulschluss

Für die meisten Schülerinnen und Schüler ist der Zeugnistag ein Freudentag, denn es beginnen die Ferien. Bei einigen ist die Freude durch negative Noten getrübt. Für diese Schüler gilt es nicht zu verzagen, sondern zu überlegen, mit welchen Maßnahmen sie ihren Leistungsstand verbessern können.
Beratung und Unterstützung erhalten Schüler und Eltern von den Schulpsychologinnen und Schulpsychologen des Landesschulrates für Kärnten, die das ganze Jahr über in allen Bezirken als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

 

Aus Anlass des Schulschlusszeugnisses sind in allen Beratungsstellen Kärntens

am Freitag, den 7. Juli 2017
von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für telefonische und persönliche Anfragen erreichbar.

 

Schulpsychologische Beratungsstelle Klagenfurt
Tel. Nr. +43 463 5812-720618

Schulpsychologische Beratungsstelle Feldkirchen
Tel. Nr. +43 463 5812-720604

Schulpsychologische Beratungsstelle Hermagor
Tel. Nr. +43 463 5812-720632

Schulpsychologische Beratungsstelle Spittal/Drau
Tel. Nr. +43 463 5812-720664

Schulpsychologische Beratungsstelle St. Veit/Glan
Tel. Nr. +43 463 5812-720654

Schulpsychologische Beratungsstelle Villach
Tel. Nr. +43 463 5812-720624

Schulpsychologische Beratungsstelle Völkermarkt
Tel. Nr. +43 463 5812-720684

Schulpsychologische Beratungsstelle Wolfsberg
Tel. Nr. +43 463 5812-720695

www.schulpsychologie.lsr-ktn.gv.at

Filmprojekt HTL Mössingerstraße „LOIBL 2017″

Im Zuge des Geschichteunterrichts hatte die 2BHET der Abteilung für Elektrotechnik der HTL Mössingerstraße, im April 2017 die Idee, ihr technisches Know-How dazu zu nützen, ein regionales, zeitgeschichtliches Thema anhand eines Kurzfilms einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Um das Projekt professionell realisieren zu können, wurden vor Ort Filmaufnahmen gemacht. Von Univ.-Prof. Dr. Peter Gstettner, einem der Initiatoren für die Aufarbeitung dieses lange verdrängten und dunklen Stücks Kärntner Zeitgeschichte, wurden die Schülerinnen und Schüler bereits vorab intensiv mit dem Thema vertraut gemacht. Bereits zu diesem Zeitpunkt verstanden sie, wie wichtig es ist, „Erinnerungsarbeit“ zu leisten, damit die unfassbaren Gräuel des NS-Terrorregimes und der couragierte Widerstand der Häftlinge niemals in Vergessenheit geraten und die Opfer der Nationalsozialisten retrospektiv ein würde- und respektvolles Andenken erhalten.

Am 11. Mai 2017 war es dann soweit und die 2BHET unternahm – unter der fachkundigen Betreuung von Univ.-Prof. Dr. Peter Gstettner, Dr. Gerti Malle und Mag. Willi Seidl vom Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška – einen Lehrausgang zur Loibl-Gedenkstätte. Ausgestattet mit einer GoPro Hero 4, einer Panasonic HC-V757, einem Rode Podcaster und einem Sennheiser MD441-U Mikrofon versuchten sie, die Schauplätze des Grauens zu dokumentieren und möglichst viel Videomaterial aufzuzeichnen.

Das KZ Loibl war ein Außenlager des KZ Mauthausen, wo von 1943 bis 1945 – aufgeteilt auf ein Nordlager im heutigen Kärnten und ein Südlager auf der slowenischen Seite – 1.800 Menschen geschunden wurden, deren Arbeitskraft dem Zweck diente, einen Tunnel unter dem Loibl zu graben. 39 Menschen unterschiedlicher Nationen ließen an der –von den ehemaligen Insassen so genannten – „Baustelle des Todes“ ihr Leben.

Univ.-Prof. Dr. Gstettner erklärte anhand historischer Fotografien, wie das KZ ausgesehen hat und welch beispiellose Willkür und Brutalität im Lager geherrscht haben. Den Abschluss bildete ein kurzes Innehalten neben dem ehemaligen Krematorium und einer im Gedenken an diese leidvolle Zeit und als Mahnung wider die Gleichgültigkeit errichteten Statue des Künstlers Boris Kobe.

In den Wochen nach der Exkursion wurde das Videomaterial begutachtet und passende Szenen für den Kurzfilm ausgewählt. Danach wurde nach adäquater Musik gesucht, um den Filmsequenzen noch mehr Ausdruck zu verleihen und die Atmosphäre dieses furchtbaren Ortes klanglich einzufangen. In weiterer Folge wurden die einzelnen Teile des Films mit Sony Vegas Pro14 geschnitten und mit Adobe After Effects mit passenden Filtern versehen.

Wie vielen Menschen war auch den Schülerinnen und Schülern bis zu Beginn des Projekts nicht bewusst, welche Geschichte sich hinter diesem Ort verbirgt, den  alle nach diesem Lehrausgang bei einer zukünftigen Fahrt durch den Tunnel für immer mit anderen Augen sehen werden.

Videolink: https://m.youtube.com/watch?v=06D-vr6PRrk

Text&Foto: Sandro KAPONIG, Raphael PIRKER, Jan PERNÉ, Fabian WERNITZNIG, Mag.a Mirjam REIN

 

Talentecamp für junge Forscherinnen und Forscher

Mit speziell ausgewählten Kursinhalten aus dem naturwissenschaftlichen Bereich wurde im Rahmen des Schuljahres 2016/17 interessierten und begabten Schülerinnen und Schülern der AHS/NMS und BMHS über das Jahr verteilt mit jeweils 2-tägigen Kursen ein Programm geboten, um ihr Interesse am Entdecken, Forschen, Experimentieren zu unterstützen und zu fördern.

Das Talentecamp bietet besonders interessierten Schülerinnen und Schülern der AHS; NMS und BMHS im Alter von 13 bis 19 Jahren die Möglichkeit

– das vorhandene Wissen zu vertiefen und durch Auseinandersetzung mit neuen Fachgebieten zu erweitern,

– unter Anleitung qualifizierter Fachleute Grundlagen und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens zu erleben bzw. neue Wissensbereiche zu entdecken,

– effiziente Teamarbeit zu erleben,

– die persönlichen, sozialen und kreativen Kompetenzen auszuloten und

– die Fähigkeiten im Bereich Kommunikation und Präsentation zu schulen.

Augenmerk gelegt wird in den Kursen auf Selbständigkeit, fachliches Niveau, kooperative Arbeitsformen und Einübung in wissenschaftliche Standards.

Die Kursinhalte gehen über den normalen Lehrplan hinaus und sind so gewählt, dass vernetztes und kreatives Denken gefördert wird.

Rund 100 Kinder und Jugendliche hatten sich für die Kurse des Talentecamps im Schuljahr 2016/17 angemeldet, letztlich haben insgesamt 95 SchülerInnen aus NMS, AHS und BMHS mit Begeisterung und großem Engagement das Angebot genutzt. Einige SchülerInnen erklärten im Rahmen der Präsentation, dass sie das Kursangebot auch zur Vorbereitung auf die EUSO nutzten, andere zur Vorbereitung aufs Studium und einige aus reinem Interesse an den naturwissenschaftlichen Phänomenen. Am 30.06.2017 wurden nach einer Präsentation der Arbeitsergebnisse der einzelnen Gruppen im Großen Saal des Landesschulrat für Kärnten die Teilnehmerurkunde durch LSR-Präsidenten Rudolf Altersberger, Mag. Gerlinde Duller und Mag. Peter Holub überreicht. Die feierliche Würdigung des Engagements wurde mit einem kleinen Imbiss abgeschlossen.

Im Kurs Biologie – Proteomik-Die komplexe Welt der Proteine haben 27 SchülerInnen aus Europagymnasium, HTL Mössingerstraße, IBG, HAK1, BG/BRG Perau, BRG Feldkirchen, und Sir Karl Popper-Schule gearbeitet. KursleiterIn: Dr. Christina Morgenstern und Mag. Stefan Amlacher

Der Kurs Chemie – Vom Mobiltelefon zum Elektroauto wurde insgesamt mit 3 Kurse mit 30 SchülerInnen aus Europagymnasium, BG/BRG Mössingerstraße; BRG Feldkirchen, NMS 10 Klagenfurt; NMS Althofen, NMS Velden, HAK 1 Klagenfurt, IBG und HTL Mössingerstraße durchgeführt. Kursleiter: Mag. Karl Brachtl

Den Kurs Fizika/PhysikNihaj lahko povzroči tsunami/ Eine Schwingung kann einen Tsunami verursachen / besuchten 9 SchülerInnen aus BG/BRG für Slowenen, NMS Moosburg, NMS 1; BG/BRG St. Martin/Villach, RNMS Felkirchen, NMS Velden, NMS PH Kärnten. Kursleiter: Dr. Niko Ottowitz

Den Kurs Technik: Von den Grundlagen der Elektronik bis zur Funktionsweise eines Kühlschrankes haben 14 SchülerInnen aus NMS 10 Klagenfurt, RNM Feldkirchen, NMS Velden und NMS PH Kärnten absolviert. Kursleiter: DI Herwig Guggi

Für den Kurs Physik: Physikalisches Spielzeug haben sich 10 SchülerInnen aus IBG, Europagymnasium, BRG Feldkirchen und BG/BRG Perau angemeldet. Kursleiter: Mag. Günther Suntinger

Am Kurs Erdwissenschaften: Atmosphäre und Hydrosphäre / Paläontologie haben 6 SchülerInnen aus CHS Villach, IBG, BG/BRG für Slowenen, BG/BRG Mössingerstraße, Europagymnasium und BG/BRG Perau teilgenommen. KursleiterIn: DI Michael Lukas und Dr. Claudia Dojen

Fotos: kore/LSR

 

Politische Bildung und Engagement zahlen sich aus!

Der Hauptpreis beim Landesfinale „Quiz Politische Bildung –Europa-Quiz 2017“ war diesmal eine Reise nach Brüssel, Brügge und Gent (27.-30. März 2017). Eine außerordentliche Gruppe mit bester Altersdurchmischung von 13 bis 77 Jahren, sehr unternehmungsfreudig und wissbegierig, machte sich per Kleinbus auf den Weg nach Venedig, um von dort in die Hauptstadt der EU zu fliegen.

Ein Besuch im Verbindungsbüro Kärnten in Brüssel, die Erkundung des Besucherzentrums Parlamentarium, die Teilnahme an einer Sitzung der Digital Europe Working Group und ein ausführliches Gespräch mit Dr. Eugen Freund samt anschließender Führung im Europäischen Parlament standen auf dem Programm. Mit großem Interesse haben die Schülerinnen und Schüler an all diesen Veranstaltungen teilgenommen und sich bei Informations-und Diskussionsveranstaltungen mit erstaunlichem Engagement selbst inhaltlich sehr versiert eingebracht.

In den von Prof. Mag. Günter Walko bestens vorbereiteten und geleiteten Stadtführungen wurden einige Hotspots der Zentren von Brüssel, Brügge und Gent kennengelernt. Diese konnten in der freien Zeit auch noch selbständig erkundet werden.  Natürlich durfte neben dem Bestaunen der Sehenswürdigkeiten auch der Genuss von guter belgischer Schokolade, Waffeln und Fritten nicht zu kurz kommen. Bei den gemeinsamen Unternehmungen, den Abendessen und den Reflexionsgesprächen an der Hotelbar sind in kürzester Zeit neue Freundschaften entstanden. Diese Reise war für alle Beteiligten ein voller Erfolg – Politische Bildung zahlt sich eben aus!

Alle erwachsenen Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Reise waren und sind begeistert von dieser engagierten, liebenswürdigen Jugend. Diese Reise bleibt allen ganz sicher in bester Erinnerung.

Großer Dank gilt den Unterstützern und Sponsoren dieser Reise, Dr. Josef Feldner (KHD), Präsident Rudolf Altersberger, Europäische Union und Land Kärnten – Landesjugendreferat.

Text&Fotos: Mag. Gerlinde Duller/Landeskoordinatorin für Kärnten,Prof. Mag. Gerhild Moritz-Schloffer

Fotolink: https://goo.gl/photos/v4heVhW1hDypazf59