Auf der Schulbank mit Notebook, Roboter und Co. in der ersten Industrie-HAK Österreichs

In Althofen hat in diesem Schuljahr die erste Industrie-HAK Österreichs den Unterricht aufgenommen. Bei einem gemeinsamen Schulbesuch überreichte Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Beisein von Landesschulinspektor Klaus Peter Haberl und Elternvereinsobfrau Elfriede Kogler der ersten Klasse einen programmierbaren Roboter. Weitere unverzichtbare Geräte für den modernen Unterricht gab es von den Partnern aus der Industrie. Flex Althofen, Treibacher Industrie AG und Springer Maschinenfabrik GmbH stellten den 16 Schülerinnen und Schülern leistungsstarke Notebooks zur Verfügung. Die Ehrengäste konnten auch gleich eine Unterrichtssequenz miterleben, bei der es u.a. auf Englisch ums Programmieren ging, was auch in den meisten Fächern als Unterrichtssprache gilt.

Für Landesschulinspektor Klaus Peter Haberl ist mit dem neuen Industrie-Zweig der Startschuss für ein Vorzeigeprojekt gefallen, das in Österreich einzigartig ist und dessen Umsetzung durch die tolle Unterstützung vom Land Kärnten sowie den Partner-Unternehmen Realität geworden ist. Das Pilotprojekt ist vom Ministerium auf drei Jahre genehmigt worden. Die Schülerinnen und Schüler erwartet nicht nur theoretischer Unterricht in den Bereichen Industrie-, Technologie- und Prozessmanagement, sondern es müssen auch 300 Praktikums-Stunden bei den Partnerbetrieben absolviert werden.

Für Direktorin Melitta Huber sind die fünf Mädchen und elf Burschen „schnell entschlossene junge Menschen, die aus Überzeugung diesen Schultyp gewählt haben“. Sie sagte, dass man bei diesem unter Federführung von Landesschulinspektor Klaus-Peter Haberl gelaufenen Projekt viel Rückenwind von der Industrie und Unterstützung vom Bildungsreferenten bekommen habe. Alexander Bouvier von der Treibacher Industrie AG, Gero Springer von der Springer Maschinenfabrik GmbH und Erich Dörflinger von Flex Althofen waren auch persönlich anwesend.

Die Industrie-HAK soll die Schülerinnen und Schüler optimal auf die vielfältigen Jobmöglichkeiten in der Industrie vorbereiten. So wird insbesondere auf praxisnahe Lehrinhalte, die aktive Kooperation mit den Industriebetrieben im Unterricht sowie Praktika bei den Unternehmen gesetzt. Weiters kommt Englisch verstärkt als Unterrichtssprache zum Einsatz und der Unterricht wird durch Notebook-Klassen, e-Learning oder IT-Schwerpunkte digital. Ebenso wird „industrial management“ maßgeschneidert vermittelt.

Der vom Landeshauptmann und vom Elternverein gesponserte Roboter kann u.a. sprechen, zuhören und Objekte erkennen. Man kann ihn zum Beispiel durch Gesten steuern oder so Programmieren, dass er durch ein Labyrinth findet. Genau Letzteres wird auch Aufgabe der Jugendlichen sein, wie deren Lehrer für Technologiemanagement, Armin Wagner, erklärte. Klassenvorständin Uta Palle referierte dann noch in der Unterrichtssequenz über die in Unternehmen eingesetzte Software SAP ERP.

Neben der neuen Industrie-HAK gibt es in Althofen noch die Schultypen Business-HAK und Agrar-HAK. Bei letzterer kooperiert die HAK Althofen mit der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Althofen.

Text: LPD Kärnten/Böhm, LSR

Foto: LPD Kärnten/Szalay