4. Schüler- und Jugend-Theaterfestival in Spittal

Zum vierten Mal geht das Schüler- und Jugend-Theaterfestival über die Bühne, am Donnerstag, 7., und Freitag, 8. Juni, zum dritten Mal in Spittal. „Hier finden wir die optimalen Rahmenbedingungen und die beste Unterstützung vor“, sagte Rudolf Altersberger. Dazu zählten einmal die einzigartige Kulisse in Schloss Porcia, zum anderen die kurzen Wege zwischen Bühnen und dem Kolpinghaus, wo die 120 Teilnehmer essen und schlafen.

Die zweitägige, in Österreich einzigartige Veranstaltung wird einen repräsentativen Querschnitt des Kärntner Jugendtheaters zeigen. 15 Schüler- und Jugendtheatergruppen hatten sich für das Festival beworben, sechs Stücke hat schließlich eine Fachjury ausgewählt. Erstmals ist heuer mit dem „Theater asozial“ aus Ottensheim (Oberösterreich) auch eine Nicht-Kärntner-Gruppe mit von der Partie, die sich mit dem Stück „Doch einen Schmetterling habe ich hier nicht gesehn“ des Themas KZ annimmt. Im Anschluss an die Aufführungen haben die Zuschauer die Möglichkeit, mit den Schauspielern und Workshop-Leitern die Theaterstücke zu besprechen.

Zusätzlich zu den Aufführungen gibt es als Rahmenprogramm außerdem einen Poetry Slam, moderiert von Sabrina Öhler, und eine Party im Ortenburgerkeller mit DJ Alexander Probst. Neben der Verleihung des Publikumspreises vom Kärntner Heimatdienst (500 Euro) stellt die Stadt Spittal einen zweiten Preis in Höhe von 250 Euro zur Verfügung. Die Workshops werden heuer von Felix Strasser und Yulia Izmaylova, Michael Kuglitsch, Burgtheater-Schauspielerin Christina Cervenka, Wolfgang Rohm und und Brigitte West, die auch als Moderatorin des Festivals fungiert, geleitet.

Organisiert wird das Theaterfestival vom Landesschulrat Kärnten und Günther Hollauf. Der engagierte Architekt, der sich vor 15 Jahren mit dem Jugendtheater begonnen hatte, berichtet, anfangs sei Schauspielerei bei Schuldirektoren auf nur geringe Resonanz gestoßen. Das habe sich inzwischen positiv geändert. Allgemein werde anerkannt: „Das Theaterspielen mobilisiert die Sinne, man erfährt die eigenen Möglichkeiten zum Beispiel des Ausdrucks. Man baut Ängstlichkeit, Verschämtheit ab, nimmt eigene Möglichkeiten wahr und weitet sie aus. Dies stärkt das Selbstbewusstsein. Theaterspielen ist ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung eines jungen Menschen, der nicht hoch genug geschätzt werden kann.“

Landesrätin Sara Schaar ergänzte: „Das Jugendtheaterfestival bietet jungen Menschen die Chance, sich austoben zu können, authentisch und stolz auf der Bühne zu sein.“ Armin Wabnig, der Leiter des Kolpinghauses Spittal, würdigt das Verhalten der jungen Menschen bei den bisherigen Jugendtheaterfestivals, die sich bestens in seinem Haus integriert hatten. Kartenreservierung über Schloss Porcia, Telefon 04762 42020 oder Günther Hollauf, 0650 20 468 13.

Text: meinbezirk.at/Spittal

Foto: kore/LSR

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